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News RB Leipzig spielt „aus oberstem Segment“ – Rechenspiele für Aufstiegsparty
Sportbuzzer RB Leipzig News RB Leipzig spielt „aus oberstem Segment“ – Rechenspiele für Aufstiegsparty
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12:05 20.02.2016
Dominik Kaiser mit seinem Treffer zum 1:0 für RB Leipzig gegen Union Berlin. Quelle: Gepa
Leipzig

Es ist immer dieselbe Frage, die nach einem weiteren glanzvollen Sieg von RB Leipzig die Runde macht: Wer kann diese Mannschaft auf dem Weg in die 1. Bundesliga noch stoppen. Die Antwort: vermutlich niemand. Zu Dominanz und Spielfreude kam am Freitagabend gegen den 1. FC Union Berlin auch noch eine gnadenlose Effektivität hinzu. Zwei Chancen, zwei Tore, maximale Ausbeute in den ersten 25 Minuten. Und so ist auch das stets gleiche Bild bei den Pressekonferenzen nach den Heimspielen und meisten Auswärtspartien zu erklären. Auf dem Podium sitzt ein gut gelaunter Trainer Ralf Rangnick, auf der anderen Seite ein bedienter Coach des Gegners.

Das war nach dem 3:0 gegen die Eisernen nicht anders. Unions Sascha Lewandowski suchte erst gar keine Ausreden und wollte die Niederlage auch nicht mit seinen acht verletzten Stammspielern erklären. „Für uns war es ein bitterer Abend. Personalprobleme hin oder her. Man muss gegen diesen Druck, den Leipzig macht, besser gegenhalten und mehr in gute Aktionen kommen. Alles in allem hat heute einiges gefehlt“, sagte Lewandowski.

RB Leipzig hat am Freitagabend gegen Union Berlin gespielt. Fotos: Christian Modla

Rangnick sparte nicht an Lob für seine Männer. „Was wir heute gegen den Ball gespielt haben, war aus dem obersten Segment“, so der RB-Trainer. Und der studierte Englischlehrer schiebt derzeit gern Anglizismen in seine Bewertungen ein. Nach dem Spiel gegen Braunschweig bezeichnete er die Situation der nicht eingesetzten Auswechselspieler als „long face day“. Gegen Union seien alle Feldspieler „on fire“ gewesen. „Man hatte das Gefühl, wenn Du einen berührst, bekommst Du einen Stromschlag", sagte Rangnick launig.

Vorausgesetzt die Leipziger bleiben „on fire“ und leisten sich keine Ausrutscher mehr, dann darf schon einmal gerechnet werden. Wann feiern Mannschaft und Fans die Aufstiegsparty? Im Augenblick beträgt der Vorsprung auf den dritten Platz zehn Punkte. Allerdings muss Nürnberg noch am Montag in Düsseldorf antreten. Sollte es bei dem Abstand bleiben und sich nichts mehr daran ändern, dann ist klar: Die Feier steigt auswärts.

Am Wochenende um den 23. April (Spieltag ist noch nicht fest terminiert) muss RB in Kaiserslautern antreten. Danach folgen nur noch drei Spiele mit neun zu vergebenen Punkten. Bei dieser Konstellation dürfte sich eine Fan-Karawane in die Pfalz aufmachen. Für einen RB-Spieler wäre es ein besonderes Erlebnis: Willi Orban. Der Innenverteidiger wurde nicht nur in Kaiserslautern geboren, sondern spielte seit seiner Jugend für den FCK und verließ erst im vergangenen Sommer die Heimat.

Allerdings könnten die Roten Bullen den Fans einen Gefallen tun: in Nürnberg gewinnen und so den Vorsprung vergrößern. Die Folge: Einem Heimsieg gegen Sandhausen würde Mitte April eine lange Partynacht in Leipzig folgen.

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Verfolger FC St. Pauli musste am Freitag einen Rückschlag hinnehmen und verlor überraschend mit 1:3 gegen den FSV Frankfurt mit den ehemaligen Bullen Tomas Oral und Zsolt Kalmar. In der kommenden Woche gibt es ein Wiedersehen mit zwei weiteren ehemaligen RB-Spielern. Leipzig muss am Freitag in Paderborn antreten. Dort verteidigt Tim Sebastian. Niklas Hoheneder stand zuletzt nicht im Kader.

Matthias Roth

Das Spiel gegen Union Berlin ist eine Partie der offenen Fragen. Trifft RB Leipzig wieder ins Tor, hat Marcel Halstenberg seinen Posting-Fauxpas weggesteckt und wirbelt Trainer Ralf Rangnick seine Startaufstellung durcheinander? Anstoß vor 30.000 Fans ist am Freitag um 18.30 Uhr.

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