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News Red-Bull-Arena wird kleiner – Rangnick macht RB-Spieler zu Innenausstattern
Sportbuzzer RB Leipzig News Red-Bull-Arena wird kleiner – Rangnick macht RB-Spieler zu Innenausstattern
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16:56 21.08.2015
Von Robert Nößler
Ralf Rangnick und RB Leipzig erwarten eine heiße Kulisse gegen St. Pauli. Mehr als 40.000 Zuschauer werden zum Topspiel in der Red-Bull-Arena erwartet. Quelle: dpa
Leipzig

Vielleicht ist es die Hoffnung auf ein erneutes Torfestival – mit dem 4:1 im Vorjahr feierte RB Leipzig immerhin seinen bislang höchsten Zweitliga-Sieg. Vielleicht ist es auch die besondere Stimmung, die die Zuschauer beim Gastspiel des FC St. Pauli mit 4000 Fans im Rücken erwartet. Was die Massen anzieht, ist vielleicht aber auch schlicht die Ankündigung, dass d e r Kult-Klub der Republik in die Red-Bull-Arena kommt. Mehr als 40.000 Fans werden am Sonntag (13.30 Uhr) zum Top-Duell der 2. Fußball-Bundesliga erwartet. Rund 36.000 Tickets waren bis Freitagmorgen bereits weg.

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Ein viel größeres Publikum passt ab sofort auch nicht mehr rein in die Leipziger Schüssel. Nach dem millionenschweren Ausbau des VIP-Bereichs, der Pressetribüne und der Rollstuhlplätze im Sommer hat sich die Kapazität um rund 1400 Sitze verringert. Statt 44.345 finden nun offiziell nur noch 42.959 Zuschauer im ehemaligen Zentralstadion Platz. Bei Sicherheitsspielen wie gegen St. Pauli verringere sich Kapazität nochmal auf 41.795, „bedingt durch die Puffer zwischen den Blöcken“, erklärte RB-Sprecher Benjamin Ippoliti am Freitag.

Tim Sebastian: „Atmosphäre wird uns pushen“

Die Arena wird dennoch brodeln beim Hit des Zweiten gegen den Dritten. „Wir erwarten eine richtig geile Atmosphäre, die uns sicherlich pushen wird“, wetzt RB-Verteidiger Tim Sebastian die Klingen. „Kogge“ schaffte beim 2:0-Sieg in Braunschweig den Sprung von der Tribüne in die Stammelf, soll auch gegen St. Pauli die Innenverteidigung zusammenhalten. „Sie werden sich nicht nur hinten reinstellen, sondern überfallartig kontern“, sagt der 31-Jährige über die Hamburger, denen er einen Platz im oberen Drittel zutraut.

„Wir erwarten eine richtig geile Atmosphäre, die uns sicherlich pushen wird“, sagt RB-Verteidiger Tim Sebastian. Quelle: Gepa

Sein Trainer Ralf Rangnick sieht das genauso. Der 57-Jährige hat die Punktetafeln studiert und festgestellt: Das Kellerkind der letzten Saison hat sich in den bislang 20 Partien unter Trainer Ewald Lienen zum rechnerisch zweitbesten Team der Liga gemausert – hinter dem 1. FC Kaiserslautern. „Aggressivität in den Zweikämpfen und Speed“ sieht er als große Stärke des Gegners. „Es wird kein einfaches Spiel für uns, wir müssen Konter verhindern.“

Lienen, dessen Klub bereits vor der Partie mit dem Verzicht auf das RB-Logo auf der Homepage die Krallen Richtung Leipzig ausfuhr, gibt sich kämpferisch: „Natürlich wollen wir auch bei RB Leipzig selbstbewusst auftreten und für eine Überraschung sorgen“, sagt der 61-Jährige, der ohne seinen verletzten Kapitän Sören Gonther (Muskelbündelriss), Defensivspezialist Jan-Philipp Kalla (Muskelfaserriss) und den einzigen etatmäßigen Neuzugang Ryu Miyaichi (Kreuzbandriss) nach Leipzig reisen muss. Durch zuletzt zwei Siege in Folge – 2:1 in Karlsruhe und 3:2 gegen Fürth – kommen die Kiez-Kicker mit jede Menge Selbstbewusstsein an die Pleiße.

Sabitzer-Einsatz fraglich, Cottaweg soll schöner werden

Rangnick will an der zuletzt erfolgreichen Startelf nichts ändern. Hinter dem Einsatz von Marcel Sabitzer steht allerdings noch ein Fragezeichen. Der Angreifer plagt sich mit Magen-Darm-Problemen, musste am Donnerstag mit dem Training aussetzen. „Ich gehe davon aus, dass er spielen kann“, so Rangnick. Alternativen stehen mit dem laut Coach derzeit seiner Topform hinterher laufenden Yussuf Poulsen („er kniet sich im Training rein“) und Zsolt Kalmár („hat sich richtig gut entwickelt“) bereit.

Bei den Abläufen vor dem Spiel gibt es für die Rasenballer diesmal eine Premiere. Statt im Tageshotel logieren die RB-Spieler am Sonntag erstmals im neu eröffneten, 35 Millionen Euro teuren Trainingszentrum am Cottaweg. Rangnick zeigte sich von den Bedingungen begeistert: „Es ist wie privat in eine neue Wohnung zu ziehen, alles riecht neu. Wir können uns dort optimal vorbereiten.“ Um das neue Vereinsheim mit Leben zu füllen, setzt er auch auf die Innenausstatter-Talente seiner Spieler. „Sie sollen sich überlegen, wo noch ein Bild oder eine Pflanze fehlt“, verriet der Coach am Freitag. Könnte der Orientierung gut tun. Tim Sebastian: „Wenn ich heute ins Trainingszentrum komme, werde ich mich zum ersten Mal nicht mehr verlaufen.“

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