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Sportbuzzer RB Leipzig News Wegen Aktion in Leipzig: Stimmungsmache gegen Georg Teigl wird schärfer
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18:23 16.10.2016
Georg Teigl bedankt sich bei den RB-Fans für den herzlichen Empfang.
Georg Teigl bedankt sich bei den RB-Fans für den herzlichen Empfang.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Leipzig

 Ausgerechnet ein Auswärtsspiel muss dem Neu-Augsburger Georg Teigl wie Öl heruntergegangen sein. Als der Verteidiger vor knapp zwei Wochen in der Partie bei RB Leipzig in der 78. Minute eingewechselt wurde, riefen Tausende Kehlen aus dem Bullen-Anhang seinen Namen. „Es ist schön, dass die Fans mich noch nicht vergessen haben. Das beruht auf Gegenseitigkeit“, sagte Teigl damals, ahnte aber nicht, welche heftigen Reaktionen folgen würden. Ein Teil der Augsburger Anhängerschaft verzeiht dem Österreicher bis heute nicht, dass er sich nach der 1:2-Pleite bei RB auch noch vor den Gastgeber-Fans im Sektor B aufbaute und für deren freundliche Begrüßung bedankte.

Die Gemüter haben sich auch am vergangenen Sonnabend beim Heimspiel der Augsburger gegen Schalke nicht beruhigt. Im Fanblock des FCA hing unter anderem ein Plakat mit der Aufschrift: „Winterpause nutzen, Teigl abschieben.“ Manager Stefan Reuter verurteilte den Vorfall scharf. „Ich mag es nicht, wenn Fans Aktionen gegen einen eigenen Spieler starten“, sagte er.

Teigl habe sich für seine Verhaltensweise in Leipzig entschuldigt, betonte Reuter. Der FCA-Manager selbst bewertet die Aktion des Spielers, in die Leipziger Fankurve gegangen zu sein, sogar als eine Form von Anstand. „Er ist ein wichtiger Spieler für uns“, sagte der Weltmeister von 1990, der am Sonntag seinen 50. Geburtstag feierte.

Gespielt hat Teigl in dieser Saison erst zwölf Bundesligaminuten. Es war sein Einsatz gegen RB. Trainer Dirk Schuster beorderte den 25–Jährigen nur in den jüngsten beiden Partien in seinen Kader.

Von Matthias Roth (mit dpa)