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RB-Archiv 7500 Tickets für Derby zwischen Lok und RB Leipzig verkauft - Fans erstehen Retterkarten
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv 7500 Tickets für Derby zwischen Lok und RB Leipzig verkauft - Fans erstehen Retterkarten
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22:34 21.02.2013
Von Matthias Roth
Die Mannschaften kommen beim Derby-Hinspiel im September 2012 ins Stadion. Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

„Wir haben bis jetzt 7500 Karten verkauft“, sagte RB-Sprecher Sharif Shoukry am Donnerstag. Zwei Tage zuvor lag diese Zahl noch bei 5000. Die Bullen trommeln kräftig für das Spiel und schicken sogar drei Lastwagen mit Werbetafeln durch die Stadt.

Mit einem Zuspruch wie im September rechnet allerdings niemand. RB hatte damals auf Bitte der Probstheidaer sein Heimrecht getauscht. Damals wollten mehr als 24.000 Zuschauer das Spiel sehen und spülten so dem schon damals finanziellen angeschlagenen Verein zusätzliches Geld in die Kasse. Für den kommenden Sonntag plant der Regionalliga-Spitzenreiter mit 15.000 Besuchern.

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Fotos vom Hinspiel im September 2012:

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Erstmals hat Lok den Kartenverkauf für seine Fans in die eigene Hand genommen. Die Tickets sind im Fanshop in der Prager Straße 230 im Angebot. Dort greifen die Mitarbeiter direkt auf das Kartensystem von Stadionbetreiber ZSL zu. Zusätzlich im Angebot: Retterkarten für fünf Euro als Spende an den Verein. „Wir haben bisher etwa 500 von den Unterstützertickets verkauft“, berichtete Lok-Geschäftsstellenleiter Martin Scholz. Er wertet diese Zahl als deutliches Bekenntnis für den Verein.

Die Anhänger der Probstheidaer wollten das Derby zunächst boykottieren. Während eines Treffens Ende Januar in der Sporthalle Brüderstraße hatten sie ein Fernbleiben diskutiert. Es habe „hitzige Debatten“ gegeben, berichtete Lok-Aufsichtsrat Frank Müller damals. Um eine drohende Insolvenz abzuwenden, so die Idee der Fans, sollte das Eintrittsgeld für andere Zwecke eingesetzt werden. Die Vereinsführung konnte den Fan-Aufstand damals noch abwenden. „Unsere Anhänger haben sich dazu entschieden, die Mannschaft im Stadion anzufeuern und sich nicht in Lager zu spalten“, so Lok-Marketingbeauftragter Stephan Guth.

Lok-Trainer Marco Rose hat keine Berührungsängste mit dem Ligakrösus. „Ich würde gerne eines Tages Bundesligaspiele in Leipzig sehen“, sagte der Coach im Interview mit der Leipziger Volkszeitung. Dass eingefleischte Lok-Anhänger RB ablehnten, müsse man ihnen zugestehen.

Matthias Roth