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RB-Archiv Banger Blick zum Himmel: RB will Derby unbedingt spielen – Zorniger: Sympathie für Lok
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv Banger Blick zum Himmel: RB will Derby unbedingt spielen – Zorniger: Sympathie für Lok
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14:42 22.02.2013
Von Matthias Roth
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Leipzig

Am Sonnabend könnte das Wetter dennoch den Anpfiff noch einmal in Gefahr bringen. Die Prognose der Meteorologen: bis zu zehn Zentimeter Neuschnee. „Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass das Spiel stattfindet“, sagte Bullencoach Alexander Zorniger.

Zorniger findet Lok sympathisch

Seine Männer brennen auf die Begegnung. „Die Vorfreude ist groß“, versicherte Daniel Frahn. Der RB-Kapitän erwartet trotz des großen Abstands von 25 Punkten in der Tabelle eine enge Partie. „Die werden gegen uns hoch motiviert sein“, so der Stürmer. Das glaubt auch sein Übungsleiter. „Der Marco macht das richtig gut bei Lok“, stellt Zorniger seinem Kollegen Rose ein glänzendes Zeugnis aus. „Ich kann nicht sagen, dass mir die Truppe unsympathisch ist“, gab der Bullentrainer am Freitag zu. Auch mit Lok-Strippenzieher Steffen Kubald habe er kein Problem. „Das ist ein richtiger Typ“, findet er.

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Rose gibt die Blumen sofort an Zorniger zurück. „Ich war beim Neustrelitz-Spiel im Stadion. RB hat mir vor allem in der ersten Halbzeit gut gefallen. Die verteidigen extrem hoch, spielen ein aggressives Gegen-Pressing“, hat der Lok-Trainer beobachtet. Das habe Struktur, Sinn und Verstand. Man sehe die Handschrift des Trainers.

Zorniger machte mit Blick auf die Finanzsorgen der Probstheidaer klar: „Wir sind für die Probleme nicht verantwortlich, sondern waren Teil der Lösung“, erklärte der 45-Jährige und spielte auf das getauschte Heimrecht im September an. Damals sahen mehr als 24.000 Fans das Spiel und sorgten bei Lok für zusätzliche Einnahmen.

Fotos vom Derby im September 2012

Frahn hat das Hinspiel abgehakt. Damals hatte er sich nach Ausschreitungen im Anschluss der Partie deutlich gegen Gewalt positioniert und war dafür vor allem in den sozialen Netzwerken angefeindet worden. „Das wurde damals alles etwas hochgepuscht und einige wollten sich wichtig machen“, so Frahn. Der Fall sei für ihn damals schnell abgehakt gewesen.

Am Sonntag hofft er auf lautstarke Unterstützung der Bullenfans. Die Pfiffe nach dem Neustrelitz-Spiel habe die Mannschaft nicht verstanden. „Auch wenn es nicht unser bestes Spiel war, wir haben gewonnen, sind seit 35 Spielen ungeschlagen und liegen neun Punkte vor Jena“, verwies er auf die hervorragende Ausgangsposition seines Teams.

Zorniger hatte vor allem die Laufbereitschaft seiner Spieler bemängelt. „Da war schon was dran“, so Frahn. In dieser Woche habe er mit den Kollegen wieder hart trainiert. „Der Trainer hat uns aber nicht zu Sondereinheiten auf die Aschebahn geschickt“, verriet Frahn.

RB verändert Startelf

In der Mannschaft wird es am Sonntag Veränderungen geben. Zorniger wolle einen „anderen seiner Stammspieler“ in die Startelf beordern. „Es kann sein, dass Clemens Fandrich reinkommt“, so der Trainer. Damit könnte Timo Röttger seinen Platz an den Neuzugang aus Cottbus verlieren. Zorniger wollte sich noch nicht festlegen, stellte aber noch zwei weitere Veränderungen in Aussicht, ohne Namen zu nennen.

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Gesetzt ist der Sturm mit Carsten Kammlott und Daniel Frahn. „Chippy hat das gegen Neustrelitz gut gemacht und meinen Kapitän würde ich niemals nur an Toren messen“, erklärte Zorniger. Hinter den beiden drängeln Stefan Kutschke und Matthias Morys. Beide Angreifer seien enorm wichtig. „Wenn ich reinkomme, muss ich aber auch Leistung bringen“, forderte der Trainer.

Den Gegner haben die RB-Beobachter beim Spiel gegen Plauen studiert. Das Fazit: Spitzentrainer, ausgeprägtes Teamdenken und gefährliche Standards. Dazu kommen die Fans: „Die bejubeln jeden gewonnen Zweikampf wie ein Siegtor“, so Zorniger. Lok muss am Sonntag mit Personalproblemen kämpfen. Markus Krug und Kevin Kittler können definitiv nicht auflaufen. Hinter Kevin Walthier, Christoph Schulz und Alexis Theodosiadis stehen noch Fragezeichen.

Matthias Roth