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RB-Archiv Fast 10.000 Karten für Derby zwischen Lok und RB verkauft – Leipziger Fanprojekt mit dabei
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv Fast 10.000 Karten für Derby zwischen Lok und RB verkauft – Leipziger Fanprojekt mit dabei
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21:15 30.08.2012
Von Matthias Puppe
Fans von Lokomotive Leipzig demonstrieren Verbundenheit mit ihrem Verein. Quelle: Christian Nitsche
Leipzig

9800 Karten sind für die Partie in der Red-Bull-Arena bereits verkauft, sagt Lok-Sicherheitschef Steffen Kubald am Donnerstag. Vor allem auf Seiten der Blau-Gelben läuft der Ticketverkauf wie geschmiert. Am Sonntag, so die Hoffnung des Gastgebers aus Probstheida, sollen es 20.000 Fans sein, die beide Teams im weiten Rund lautstark unterstützen.

Mittendrin im Hexenkessel werden auch Sarah Köhler, Susanne Herzfeld und Stefan Pfeiffer sein. Die drei gehören zum Leipziger Fußball-Fanprojekt und suchen speziell auch an diesem Tag Kontakt zu den Fanszenen. Während Köhler sich die Partie mit neutralem Blick anschaut, sind Herzfeld im RB-Fanblock und Pfeiffer auf Seiten der Blau-Gelben dabei. Mehr als eine lose Begleitung ist bisher für alle drei aber noch nicht möglich. „Wir sind bei beiden Vereinen mit unserer Arbeit noch in der Anfangsphase“, sagt Köhler, die seit Oktober 2011 als Projektleiterin am Aufbau des von Deutschem Fußball-Bund (DFB), Kommune und Freistaat unterstützten Projekts arbeitet.

Fans von RB Leipzig bei einer Choreografie in der Red-Bull-Arena. Quelle: Christian Nitsche

Sowohl bei RB, als auch bei Lok haben sich die Vereinsstrukturen in den vergangenen Wochen verändert, laufen deshalb nun wieder erst einmal Gespräche mit den neuen Verantwortlichen. Am kommenden Sonntag zum Stadtderby bietet sich den Fanprojekt-Mitarbeitern nun in außergewöhnlichem Maße die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme – vor allem mit den Anhängern. Jeder, der hier oder dort sein Fanherz verloren hat, wird am Sonntag im Stadion dabei sein wollen. „Das ist schon ein besonderes Spiel, aus Sicht der Fans ein Duell zwischen Tradition und Kommerz“, erklärt die Fanprojekt-Chefin.

Die Konstellation birgt dabei sicher auch ein gewisses Potential für Aggressionen. Köhler, die in den vergangenen Tagen auch an den Sicherheitskonferenzen von Vereinen und Polizei teilgenommen hat, glaubt aber nicht an größere Gefahren am Derbytag. „Die Infrastruktur des Stadions nimmt schon viel Feuer raus“, sagt Köhler und fügt an: „Angesichts der großen Medienaufmerksamkeit wird auch sicher niemand riskieren, seinem Verein auf diese Weise zu schaden.“

Anpfiff der Partie am Sonntagnachmittag in der Red-Bull-Arena ist um 14 Uhr. Karten gibt es in der Preisspanne zwischen 11 (ermäßigt 9 Euro) und 16 Euro (ermäßigt 14 Euro) an der Arena-Kasse im Leipziger Sportforum.

Das Fanprojekt im Netz: www.fanprojekt-leipzig.de

Matthias Puppe

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