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RB-Archiv RB-Gelände am Cottaweg: Leipziger BUND gegen Ausbau in Lindenau
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv RB-Gelände am Cottaweg: Leipziger BUND gegen Ausbau in Lindenau
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19:07 04.05.2012
Teilausschnitt des Gestaltungsplan "Westlich am Cottaweg" - Vorplatz des Markamtes und RB Leipzig Gebäudekomplex.
Teilausschnitt des Gestaltungsplan "Westlich am Cottaweg" - Vorplatz des Markamtes und RB Leipzig Gebäudekomplex. Quelle: Stadt Leipzig
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Dort sollen Parkplätze für Busse und Pkw entstehen,  die zum Trainingsgelände von Rasenballsport Leipzig gehören. „Hinsichtlich der geplanten 250 Stellplätze setzen wir uns dafür ein, dass diese Anlage nicht geschaffen wird“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Außerdem kritisierte der BUND, dass bisher kein „zukunftsfähiges Verkehrskonzept“ für das Areal am Cottaweg existiere.

Bisher ist das betreffende Gelände nördlich des Straßenbahnhofes eine mit Garagen und Wertstoffstelle bebaute Brachfläche. Diese solle den Ideen der Stadtplaner zufolge künftig in eine kombinierte Parkplatz- und Grünanlage umgestaltet werden. Dagegen sprachen sich die Umweltschützer in ihrer Stellungnahme aus und haben prominente Unterstützung: „In den Gesprächen mit RB Leipzig ist deutlich geworden, dass RB Leipzig selbst an diesen Stellplätzen überhaupt kein Interesse hat.“ Stattdessen würden beide eine Renaturierung des Geländes begrüßen.

Laut BUND sei der Bereich sowohl für eine Nutzung als Parkfläche für die Red-Bull-Arena als auch als Fläche für die Kleinmesse nicht geeignet. „Der Fußweg zum Stadion beträgt mehr als 500 Meter.“ Damit könne der geplante Parkplatz laut Paragraf 49 der Sächsischen Bauordnung nicht einbezogen werden. Dort heißt es, dass „für Anlagen, bei denen ein Zu- oder Abgangsverkehr von Kraftfahrzeugen zu erwarten ist, Stellplätze und Garagen in dem erforderlichen Umfang auf dem Baugrundstück oder in zumutbarer Entfernung davon auf einem geeigneten Grundstück herzustellen“ seien.

Vielmehr möchte der BUND den Biotopverbund in diesem Bereich stärken. Dazu solle nicht nur der Bereich um den Lindenauer Straßenbahnhof renaturiert werden, sondern auch der südliche Abschnitt der Erich-Köhn-Straße. „Einen irgendwie gearteten Ausbau der Erich-Köhn-Straße in diesem Teil lehnen wir strikt ab“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Doch nicht nur der Umweltschutz ist für die Naturfreunde ein Argument gegen die Bebauung. Auch das Verkehrskonzept am Cottaweg erscheint ihnen nicht geeignet. Befürchtet wird, dass die neue Stellplatzanlage die Verkehrssituation im Knotenbereich Jahnallee „deutlich verschärfen würde“. Bisher ist angedacht, dass die Parkplätze aus Richtung Jahnallee erreichbar sein sollen, weshalb am Knotenpunkt zur Jahnallee eine zusätzliche Abbiegespur eingeplant wird.

Reik Anton