Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
RB-Archiv RB Leipzig bleibt in Liga Vier - Wolfsburg trifft in der letzten Minute zum Ausgleich
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv RB Leipzig bleibt in Liga Vier - Wolfsburg trifft in der letzten Minute zum Ausgleich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 12.05.2012
Anzeige

Vielmehr enttäuschte das Team um Trainer Peter Pacult den Anhang am Samstag beim letzten Heimspiel. Leipzig verabschiedete sich in einer dramatischen Partie mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg II. Damit steht fest: Die Leipziger müssen in der Regionalliga eine Ehrenrunde drehen. Umso bitterer: RB nutzte nicht den Patzer des Spitzenreiters Hallescher FC, der gegen den ZFC Meuselwitz mit 0:1 verlor.

„Das waren fünf Minuten zwischen Himmel und Hölle“ beschrieb Niklas Hoheneder die letzten Spielminuten auf dem Platz. Tragische Figur war dabei Torhüter Pascal Borel, der ausgerechnet in der letzten Minute den Ball vertändelte. Zuvor wehrte sich RB mit allen Mitteln gegen das drohende 1:1-Unentschieden. Hoheneder traf für die Leipziger in der 89. Minute zum 2:1. Die Fans sahen ihre Mannschaft schon im spannenden Aufstiegskampf am letzten Saisonwochenende, da glich Sebastian Polter unerwartet für die Gäste aus.

Anzeige
Leipzig. „RB...Weil es Liebe ist“ prangte auf dem Banner der Fans. Der Beistand von 7149 Zuschauern in der Arena half den Fußballern von RB Leipzig allerdings nicht weiter. Vielmehr enttäuschte das Team um Trainer Peter Pacult den Anhang am Samstag beim letzten Heimspiel.

Pascal ist 33. Er hat schon alles erlebt in seiner Fußball-Karriere. Das jetzt ist eine sehr blöde Situation für ihn, weil der Boden uneben war. Dass das jetzt passiert, ist natürlich richtig scheiße“, nimmt ihn Hoheneder in Schutz.

Während Peter Pacult sich einer Einschätzung entzog und lediglich darauf verwies, dass noch ein Spiel zu spielen sei und erst nach dem letzten Spieltag ein Fazit gezogen werden könne, befand Gäste-Coach Lorenz-Günther Köstner „dass in solchen Spielen, wo es auf die Zielgerade geht, immer die Psyche entscheidet“. Und dieses Mal habe seine Mannschaft „Charakter und eine beachtliche Leidenschaft gezeigt“, sagte er.

[image:php1MLeYc20120512152544.jpg]

Den unbedingten Willen, die theoretischen Chancen für den Aufstieg am Leben zu halten, zeigten die Leipziger von Beginn an. Allerdings war es zunächst eine zerfahrene Partie, bei der beide Teams ihre Leistung suchten. Zwar waren sowohl Leipzig als auch Wolfsburg bemüht, ihr schnelles Spiel aufzuziehen. Allerdings fehlte es auf beiden Seiten an der nötigen Durchschlagskraft. Denn richtig gefährliche Strafraumszenen blieben in der ersten Halbzeit Mangelware. Einzig als sich Carsten Kammlott auf der rechten Seite durchsetzte und mit einem Bodycheck zu Boden gerissen wurde, gab es einen Elfmeter. Diesen versenkte Kapitän Daniel Frahn sicher ins rechte obere Eck.

RB steigert sich in Halbzeit zwei - dramatische Schlussphase

Erst in der zweiten Halbzeit steigerten sich die Leipziger, waren in der Offensive das spielbestimmende Team. Wolfsburg hatte eine Viertelstunde nichts entgegen zu setzen. Immer wieder drängte RB auf den zweiten Treffer. Zunächst Kammlott mit einer hohen Flanke auf den langen Pfosten. Unmittelbar im Anschluss setzte Henrik Ernst einen Schuss aus 16 Metern aufs Tor, den Gäste-Keeper Masius Sauss noch klären konnte. Zudem köpfte Stefan Kutschke den Ball knapp drüber. Allerdings schaffte es das Pacult-Team nicht, den Ball zu versenken.

Stattdessen kassierte der Gastgeber in der 73. Minute völlig unerwartet den Gegentreffer, nachdem Franke im Strafraum das Duell gegen seinen Gegenspieler verloren hatte. Dieser flankte auf Rico Schlimpert. Zwar konnte Pascal Borel zunächst klären. Im Nachschuss hatte der RB-Keeper jedoch keine Chance.

Im Anschluss folgte der dramatische Endspurt. .„Wir wussten, Wolfsburg würde nach dem 2:1 alles nach vorne werfen, da sie Kopfballstarke Spieler haben“, erklärt Hoheneder. Womit er Recht behielt. „Was hier heute abgelaufen ist, hat uns ein Stück weiter gebracht“, blickt der Innenverteidiger nach vorne.

RB-Konkurrent HFC verlor zwar 0:1 beim ZFC Meuselwitz, ist aber mit vier Punkten Vorsprung für Leipzig nicht mehr einzuholen. Holstein Kiel bleibt dagegen nach dem 2:1-Sieg gegen Germania Halberstadt im Aufstiegsrennen.

RB Leipzig:

Borel – Wisio, Ernst, Sebastian, Wallner (Kutschke 46.), Rockenbach (Geißler 64.), Frahn, Hoheneder, Kammlott, Franke, Heidinger.

VfL Wolfsburg:

Sauss – M. Schulze, Czichos (K. Schulze 60.), Klamt, Knoche, Schindzielorz, Kreuels, Polter, Schlimpert, Erkic (Scheidhauer 46.), Fomitschow.

Tore:

1:0 Frahn (40.), 1:1 Schlimpert (73.), 2:1 Hoheneder (89.), 2:2 Polter (90.)

Zuschauer:

7149

Anne Kunze/maf