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RB-Archiv RB Leipzig wieder an der Tabellenspitze dran – Bullen holen Störche vom Drittliga-Himmel
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv RB Leipzig wieder an der Tabellenspitze dran – Bullen holen Störche vom Drittliga-Himmel
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20:54 03.09.2013
Von Anne Grimm
Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Trotz Nieselregen kamen fast 12.000 Zuschauer, um die Drittliga-Partie der beiden Aufsteiger in der Red-Bull-Arena zu sehen.

„Diese Liga ist knochenhart. Kiel hat uns heute zu einer Charakterleistung gezwungen. Hier wird uns niemand einen roten Teppich ausrollen, nur weil wir irgendwann mal noch höher hinaus wollen“, sagte RB-Trainer Alexander Zorniger nach der spannenden Partie sichtlich gezeichnet. Der Leipziger Coach vertraute erstmals Publikumsliebling Timo Röttger in der Startelf und setzte auf das offensivere 4-3-3 System. Außerdem durfte Matthias Morys im Sturm für Carsten Kammlott ran.

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Die erste brenzlige Situation für die Roten Bullen bereits in der fünften Minute: Tobias Willers ließ einen Ball durchrutschen, den Torhüter Fabio Coltorti klärte und dabei Gegenspieler Rafael Kazior traf. Der Ball prallte ab – aber übers Tor. Kurz darauf dann doch die bittere Pille: Nach einer Kieler Ecke köpfte Tim Sebastian einen Gegenspieler an, sodass der Ball Fiete Sykora vor die Füße fiel, der aus kurzer Distanz nur noch einschob.

Leipzig. Höhenflug der Störche gestoppt: Rasenballsport Leipzig hat Holstein Kiel am Dienstag im siebenten Saisonspiel die erste Niederlage zugefügt. In einer rutschigen Partie drehten die Roten Bullen in der zweiten Halbzeit einen 0:1 Rückstand zum 3:1-Sieg. Trotz Nieselregen kamen fast 12.000 Zuschauer, um die Drittliga-Partie der beiden Aufsteiger in der Red-Bull-Arena zu sehen.

Die Gastgeber drängten im Anschluss auf den Ausgleich. Dominik Kaiser zimmerte nach Foul an Morys einen Freistoß aus 20 Metern an den rechten Pfosten. Die Rasenballer mühten sich weiter redlich, hatten die größeren Spielanteile, kämpften um jeden Ball. Allerdings kamen Kapitän Daniel Frahn und Co. nicht zum Abschluss. Gäste-Coach Karsten Neitzel hatte seine Elf gut auf die Leipziger eingestellt. Kiel machte die Räume eng und wenn der Gegner aus dem Hohen Norden an den Ball kam, wurde es meist gefährlich.

„Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt, wir sollen uns nicht in die Hosen scheißen“, erklärte Leipzigs Dominik Kaiser den Schwung nach der Pause. Dann zündete das „Danish-Dynamite“ wieder: Yussuf Poulsen ließ die Kieler Abwehr aussteigen und beförderte die Kugel so geschickt Richtung Tor, dass Gegenspieler Herrmann den Ball ins eigen Netz beförderte. Das Glück blieb den Leipzigern nach dem Ausgleich hold. Nur drei Minuten später bekamen die Bullen nach Handspiel der Störche im Strafraum einen Elfmeter. Frahn trat an, verwandelte souverän und unhaltbar in den rechten Winkel zur 2:1 Führung.  In der 60. Minute sah Kiels Fabian Wetter die Gelb-Rote Karte für ein Foul gegen Frahn an der Mittellinie. Die Nordlichter standen von da an in Unterzahl auf dem Platz.

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In der Schlussphase machte es RB noch einmal unnötig spannend. Coltorti rettete nach einem Freistoß von Kiel in der 90. Minute in höchster Not. „Großen Dank an unseren Fabio, der heute wahnsinnig gut gehalten hat. Ohne ihn wären wir nicht als Sieger vom Platz gegangen“, lobte Willers den RB-Torhüter. Frahn veredelte in der letzten Minute einen Konter und schob ins leere Tor zum 3:1 ein. Ihrem Athletik-Trainer Tim Lobinger bereiteten die Bullen mit dem Sieg ein schönes Geschenk zum 41. Geburtstag. Doch auch die Kieler saßen nach ihrer ersten Saisonpleite nicht weinend in der Kabine, wie ihr Trainer meinte. „Es war ein emotionaler Fußballabend und ein sehr gutes Spiel beider Teams“, fasste Neitzel zusammen.

Statistik:

RB Leipzig: Coltorti, Sebastian, Hoheneder, Willers, Jung, Röttger (66. Ernst), Kaiser, Schulz (45. Fandrich), Poulsen, Frahn, Morys (80. Heidinger)

Holstein Kiel: Riedmüller, Herrmann, Gebers, Wahl, Wetter (60. Gelb-Rot), Breitkreuz (76. Schied), Krause (76. Johansen), Siedschlag, Sykora (65. Pressel),  Kazior, Heider

Tore: 0:1 Sykora (9.), 1:1 Herrmann (50. Eigentor), 2:1 Frahn (53. Handelfmeter), 3:1 Frahn (90.+4)

Zuschauer: 11.714

Anne Grimm