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RB-Archiv RB will die Negativ-Serie von Burghausen ausbauen - Coltorti plant Karrieende in Leipzig
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13:49 08.08.2013
Von Matthias Roth
Warnt vor Burghausen: RB-Trainer Alexander Zorniger.
Warnt vor Burghausen: RB-Trainer Alexander Zorniger. Quelle: GEPA
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Leipzig

An sich ist das Spiel gegen die Oberbayern eine dankbare Aufgabe für die Leipziger beim Auswärtsspiel am Sonnabend.

Bullen-Trainer Alexander Zorniger, detailversessen in der Vorbereitung, warnt allerdings vor der Mannschaft seines Kollegen Georgi Donkov. „Burghausen fightet und steht kompakt, die wissen was in der Liga zählt“, sagt Zorniger. Nach der 0:3-Niederlage am ersten Spieltag gegen Münster hat der Leipziger Coach schon eine Entwicklung beim Gegner ausgemacht. „Gegen Duisburg haben sie die komplette Abwehr getauscht und sich ganz anders präsentiert“, hat er beobachtet. Die erneute Niederlage gegen den MSV will er nicht überbewerten.

Burghausen sorgte in den vergangenen Tagen vor allem im Gerichtssaal für Schlagzeilen. Im April hatte der Verein dem bundesligaerfahrenen Youssef Mokthari (Energie Cottbus, 1. FC Köln) wegen klammer Kasse gekündigt. Der Marokkaner wehrte sich dagegen und gewann jetzt einen Prozess. Anschließend einigte er sich mit Wacker auf einen Verbleib im Team.

In den zurückliegenden Monaten musste sich Mokthari allein fit halten und trainierte nach einer Blinddarm-Operationen zweitweise auch bei den Sportfreunden Lotte. Inzwischen hat er erfolgreich einen Medizincheck bestanden. Möglicherweise steht er am Sonnabend wieder im Kader von Burghausen. „Letzten Aufschluss über seinen Fitnesszustand soll ein Laktattest geben“, sagte Wackers Team-Manager Max Urwantschky.

Zorniger: „Brauchen mehr Mut im Zweikampf“

Zorniger ließ in dieser Woche seine Männer vor allem das Verhalten in Unterzahlsituationen üben. „Da müssen wir aggressiver werden und brauchen mehr Mut im Zweikampf“, sagte er. Personell muss er umstellen. Auf der rechten Abwehrseite fällt Christian Müller nach seiner Verletzung aus dem Pokalspiel gegen Augsburg weiter aus. Für ihn rückt entweder Juri Judt oder Sebastian Heidinger in die Mannschaft.

Für einen anderen Bullen wird der Sprung in die Startelf schwer. Trainer Zorniger war zuletzt mit der Einstellung von Thiago Rockenbach unzufrieden und ließ den Brasilianer auf der Bank. „Er ist der beste Zehner im Kader, muss es aber auch auf dem Platz zeigen“, so der Übungsleiter. In dieser Woche habe er ordentlich trainiert, sei aber nicht der Typ, der die Ärmel hochkrempele und Vollgas gebe. Dafür drängt sich Neuzugang André Luge immer stärker auf. „Er entwickelt sich gut“, findet Zorniger, wollte sich aber nicht festlegen, ob der frühere Zwickau am Freitagmittag einen Sitz im Reisebus für die 500 Kilometer lange Fahrt an die österreichische Grenze bekommt.

Coltorti plant Karriereende in Leipzig

Dort gehts lang: Fabio Coltorti zeigt seinen Kollegen den Weg. Quelle: GEPA

Seinen Platz sicher hat dagegen Torhüter Fabio Coltorti. Der Schweizer verlängerte gerade seinen Vertrag bis 2016 und kann sich auch ein Karriereende in Leipzig vorstellen. „Das geht in diese Richtung“, so der 32-Jährige, der im Augenblick viel Zeit mit seiner fünfjährigen Tochter Adriana verbringt, die bei ihm zu Besuch ist. Aus Marbella umziehen werde die Familie aber trotz des neuen Kontraktes nicht. „Die Kleine wurde dort gerade eingeschult“, verrät Coltorti.

Für Zorniger ist Coltorti ein Musterprofi mit hohem Ansehen im Tean. „Er gibt immer hundert Prozent, egal in welcher Liga, und wurde auch mit einem deutlichen Ergebnis in den Mannschaftsrat gewählt“, berichtet der Trainer. Trotz seiner Erfahrung in der spanischen Primera Division gebe Coltorti niemals den „Klugscheißer“. Die frühzeitige Vertragsverlängerung zeige seine Wertschätzung für RB.

Matthias Roth