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RB-Archiv Schulz nach RB-Sieg: „Müssen auf dem Boden bleiben“- Entwarnung bei Coltorti
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv Schulz nach RB-Sieg: „Müssen auf dem Boden bleiben“- Entwarnung bei Coltorti
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15:02 30.05.2013
Von Matthias Roth
Rudelbildung nach dem Foul an Fabio Coltorti. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Der Schweizer blieb am Boden liegen.

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hielt zunächst die gelbe Karte in der Hand, musste aber erst ein diskutierendes Spielerrudel auflösen und steckte den Karton wieder in die Hosentasche. Anschließend schaute sie sich Coltortis lädiertes Knie an, zeigte Shapourzadeh zu dessen Überraschung Rot und pfiff ab. „Ich denke das war Gelb. Es war mein erstes Foul im Spiel“, versuchte sich der Iraner im Lotte-Trikot zu rechtfertigen.

Coltorti humpelte vom Platz. In der Kabine bandagierte ihm die medizinische RB-Abteilung das Knie. „Ich weiß nicht, ob etwas kaputt ist“, sagte der Keeper kurz nach dem Abpfiff. Einen Tag später sieht es für den 32-Jährigen schon wieder freundlicher aus. „Er hat wahrscheinlich nichts Schlimmes“, sagte RB-Sprecher Sharif Shoukry. Ein Einsatz beim Rückspiel am Sonntag dürfte damit gewiss sein. Dann wollen die Leipziger alles klar machen für den Aufstieg.

Fotos vom ersten Relegationsspiel

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Lotte muss da etwas wagen“, sagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick. Die Leipziger hätten schnelle Stürmer und sei auswärts immer für ein Tor gut. Bei einem Treffer der Roten Bullen müssten die Sportfreunde wegen des geltenden Europapokalmodus schon vier Bälle im Gäste-Kasten unterbringen. Auch wenn rund 30.000 Fans in Leipzig ihre Mannschaft schon in der dritten Liga sehen, es müssen noch einmal mindestens 90 Minuten im engen Stadion von Lotte gespielt werden. Wichtigste Aufgabe für Trainer Alexander Zorniger: Die Konzentration der Mannschaft hochhalten. Das sieht auch Bastian Schulz so: „Wir müssen auf dem Boden bleiben und weiter hart arbeiten“, sagte der Mittelfeldspieler.

Trainer Zorniger nutzte die Pressekonferenz nach dem Mittwochspiel auch noch einmal für markige Worte in Richtung Deutschen Fußballbund. „Der Modus ist zum Kotzen“, schimpfte er. RB habe sich auf dem Gebiet der ehemaligen DDR mit fünf Bundesländern und Berlin durchgesetzt und steige nicht direkt auf, das könne nicht sein. In Bayern dagegen wollten viele Spitzenteams gar nicht in die dritte Liga. „Das ist alles grob gegen den Sport“, so Zorniger.

Das sagten die Fans vor dem Spiel

Grob gegen den Sport benahmen sich auch Unterstützer aus Leipzig, Halle und Erfurt im Lotter Gästeblock. Nach dem 2:0 zündeten sie einen Böller. Zwei Balljungen erlitten ein Knalltrauma und mussten im Krankenhaus behandelt werden. „Die Jungs sind inzwischen wieder zu Hause“, so Shoukry. Die Polizei wertet nun gestochen scharfe Videoaufnahmen aus und will so den Werfer des Knallkörpers ermitteln. „Das kann einige Tage dauern“, berichtete Polizeisprecher Daniel Kapferer. Schwierig werde es die Identität festzustellen. Aus Lotte sind nur 40 tatsächliche Fans der Sportfreunde in einem Bus angereist. Die restlichen rund 1500 Besucher im Sektor D kamen aus Mitteldeutschland. Lotte-Trainer Maik Walpurgis: „Solche Chaoten braucht keiner.“

RB bastelt derweil am Kader für die neue Saison. Im Blickpunkt: Fabio Viteritti vom 1. FC Magdeburg. Den Mittelfeldprofi hält FCM-Trainer Andreas Petersen für einen Spielertyp wie Mario Götze. „Ich weiß, dass mich RB mehrfach beobachtet hat, mehr nicht“, so der 19-Jährige am Donnerstag gegenüber LVZ-Online. In Magdeburg hat Viteritti, der die Jugendabteilung des FC Basel durchlief, noch einen Vertrag bis 2014 - mit Ausstiegsklausel.

Matthias Roth

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