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RB-Archiv Streng geheim: Verletzter Frahn beim ägyptischen Wunderheiler!
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv Streng geheim: Verletzter Frahn beim ägyptischen Wunderheiler!
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08:33 14.05.2013
Von Guido Schäfer
Leipzig/Hallein

Dort findet sich nur das Notwendigste. Der ägyptische Masseur Mohamed Khalifa lockt die Stars in die österreichische 22 000-Einwohner-Stadt in der Nähe von Salzburg. Die Heilungserfolge des 64-jährigen Masseurs sind legendär. Nach exklusiven LVZ-Informationen schwingt sich jetzt auch das knieverletzte RB-Ass Daniel Frahn, 25, auf Khalifas Pritsche.

Khalifa steht morgens um 3 Uhr auf, drückt 400 Liegestütze auf den Fingerspitzen ab. Die Aktivierung der Selbstheilungskräfte ist für den Patienten schmerzhaft, für den Masseur zehrend. Deshalb bekurt er nur vier Patienten täglich. Eine Behandlung dauert zwischen 30 und 75 Minuten, kostet 500 Euro. Handwerk hat goldenen Boden.

Die Promi-Liste aus Sport, Show und auch Politik ist endlos. Die über Nacht verschwundene Sehnenverletzung an Boris Beckers Handgelenk, geheilte Bänderrisse bei Ski-Ass Marc Girardelli und Tennis-Gott Roger Federer. Auch die Stars der Fußball-Bundesliga wie Serdar Tasci (Stuttgart) oder Diego Benaglio (Wolfsburg) geben sich in Hallein die Klinke in die Hand.

Khalifa praktiziert seit über 30 Jahren, spricht über seine Kunden nicht. Es existieren keine Fotos mit ihm und den Berühmtheiten, zu denen auch Leipzigs Judo-Ikone Annett Böhm gehört. Journalisten lässt er im Normalfall nicht an sich heran.

Ausnahme der Regel: Der Autor dieses Beitrags wurde 1998 zum großen Meister vorgelassen. Fester Händedruck, T-Shirt, Jeans. Wie war das noch gleich mit den 400 Liegestützen im Morgengrauen? Khalifa: "Das ist Arbeit an meinen Instrumenten." Den Fingern.

Wie bewirkt er die Heilungsprozesse? Wie kann es sein, dass ein Patient Stunden nach einem Kreuzbandriss von der Behandlungspritsche federt?

Khalifa, der einen Teil seiner Einnahmen einer Stiftung zukommen lässt, anno 1998: "Ein Chirurg schafft durch Operationen die Voraussetzungen für die Selbstheilung. Ich versuche, diese Voraussetzungen durch meine Methode zu schaffen. Nicht immer ist eine Operation notwendig."

Khalifas Druckpunktmassage mit einer vom Ägypter kreierten Salbe erreicht quälend tiefe Gewebeschichten. "Und das forciert den trophischen Stoffwechsel." Der ist für die Ernährung der Gefäße zuständig.

Doch bevor Trophisches in Wallung kommt, werden mögliche Ursachen der Verletzung gesucht. Beispielsweise Fehlstellungen. Wenn krumme Haxen korrigiert sind, kann zusammen wachsen, was zusammen gehört, pulsieren die Körpersäfte wieder ungehemmt. "Heilung geschieht über den Stoffwechsel."

Damals sprach Khalifa über ein Buchprojekt, das die manuelle Methodik erklären und Erfahrungen aus einem Fundus von Tausenden Patienten zusammen fassen sollte. Khalifa hat zwar nicht selbst zur Feder gegriffen, aber drei Büchern Absolution erteilt. "Heilen nur den Händen" - "Heilen statt reparieren" und das E-Book "Neandertals Ermittlungen".

RB-Kapitän Daniel Frahn hat sich beim Derby einen Innenbandanriss im rechten Knie zugezogen, droht für die Relegation gegen Lotte oder Fortuna Köln auszufallen. Wenn Khalifas Behandlung anschlägt und vom ähnlich genialen RB-Physiotherapeuten Alexander Sekora, 41, gekrönt wird, läuft der 20-fache Torschütze bald wieder rund. Wäre: der nackte Frahnsinn!

Nie mehr für RB auflaufen wird Jeremy ­Karikari. Der 25-Jährige hatte sich nach dem Ortsderby im Nachtleben eine handfeste Auseinandersetzung geliefert, wurde gestern entlassen. RB-Fußball-Boss Ralf Rangnick, 54, ließ mitteilen: "Mittlerweile haben sich die Vorwürfe konkretisiert und bestätigt. Aus diesem Grund trennen uns mit sofortiger Wirkung von Jeremy Karikari."

Guido Schäfer

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