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RB-Archiv Trainingsauftakt zur Rückrunde bei RB Leipzig – Zorniger vertreibt den Winterspeck
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv Trainingsauftakt zur Rückrunde bei RB Leipzig – Zorniger vertreibt den Winterspeck
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18:18 08.01.2013
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Leipzig

Eine Handvoll Fans steht hinter dem grünen Zaun, rote Schals um die Hälse geknotet. Nach der dreieinhalb Wochen langen Winterpause müssen alle erstmal warm werden. Doch locker geht Trainer Alexander Zorniger das erste Aufgaloppieren nicht an. Falls jemand so etwas wie Winterspeck in der Ferienzeit angesetzt haben sollte, er wird ihn los.

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Die Roten Bullen haben ein klares Ziel vor den Hörnern. Für den Aufstieg hat sich der Regionalligist trotz Sechs-Punkte-Vorsprung zur Halbserie weiter verstärkt. Die beiden Neuen, Matthias Morys und Clemens Fandrich, drehen die ersten Runden mit den Rasenballern.

„Sie haben ein gute Qualität“, zeigt sich Zorniger nach der Einheit zufrieden. Damit werde das ohnehin schon gute Team jetzt noch besser. Obwohl seine Mannschaft in der Entwicklung schon weiter sei, als bisher geplant, hieße dies nicht, ab jetzt ist Müßiggang angesagt. „Es gibt immer etwas zu tun, um zu den Top-Teams aufzuschließen.“ Daher denke der Trainer auch nicht darüber nach, wie viele Leute auf den Rathausturm passen. Es gebe noch Potenziale beim Umschalten in den Vorwärtsgang, oder sofort in die Vertikale rein zu spielen. Das sei auch das Spiel des 25-jährigen Matthias Morys, des neuen 11-Sekunden-Mannes aus Großaspach. „Es scheint keen Blinder zu sein“, kommentiert 13-Tore-Mann Daniel Frahn seinen ersten Eindruck vom großgewachsenen Stürmerkollegen oder auch Konkurrenten.

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Klein und wendig ist Mittelfeldspieler Clemens Fandrich. Als „schelmisch und burschikos“, schätzt Zorniger den 21-Jährigen ein, der von Energie Cottbus aus der zweiten in die vierte Liga gewechselt ist. Für Fandrich sei das aber kein Rückschritt. „Vielleicht sind wir im optimalen Fall in zwei Jahren auch schon dort.“ Er sei ein bisschen unzufrieden in Cottbus gewesen. „Die letzten drei Spiele habe ich nicht gespielt und die ersten Gespräche mit RB gab es ja bereits im Sommer.“ Der 21-Jährige hat die Rückennummer 34 erhalten und soll für mehr Konkurrenz auf der Zehnerposition sorgen. „Leicht wird es nicht, mich in die Mannschaft zu spielen“, hatte Fandrich bereits gesagt, als sein Wechsel vor wenigen Tagen öffentlich bekannt wurde. Jetzt blies er zum Angriff: Sein Ziel ist es in der Startaufstellung zu stehen.

Für die Rückrunde sind keine weiteren Zugänge geplant

Auf dem Trainingsplatz bekommen die beiden Neuen neongelbe Leibchen übergestreift und spielen im Fünf-Gegen-Fünf in einem Team. Morys setzt einen Schuss auf die Lattenoberkante, nachdem ein abgeblockter Schuss von Fandrich vor seinen Fuß hüpfte. In einer kurzen Pause holt Zorniger die Beiden zu sich, gestikuliert und zeigt. Dann ruft der Trainer „Rein in den Raum, raus aus dem Raum. Kommt Jungs noch mal Feuer.“ Als Zorniger abpfeift, japsen die Männer, als hätten sie ein 120-Minuten-Spiel hinter sich. Dabei waren es nur anderthalb Stunden erstes Training, mit dem aufgefrischten Kader.

Die Mannschaft soll für diese Saison so bleiben. „Es ist nichts weiter geplant, weder Zu- noch Abgänge“, erklärt RB-Sprecher Sharif Shoukry. Zu den Wechselgerüchten um den noch angeschlagenen Stefan Kutschke sagt er, dass es fatal wäre, ihn vor den wichtigen Rückrundenspielen abzugeben. Der 24-jährige Stürmer hatte sich im letzten Training vor der Winterpause eine Kapselzerrung im Sprunggelenk zugezogen und absolvierte am Dienstag nur eine lockere Laufeinheit. Doch zur Rückrunde soll er genauso wieder fit sein, wie Mittelfeldspieler Dominik Kaiser.  

Bis zum Start der Liga sind es noch fünf intensive Wochen. In den kommenden 14 Tagen stehen Kraft und Ausdauer auf dem Plan. Am Wochenende reisen die Bullen in noch kältere Gefilde, zum Lauftraining nach Oberwiesenthal. Doch spätestens vom 22. bis 29. Januar gibt es für die Bullen-Männer 20 Grad und Sonnenschein, wenn es zum Trainingslager ins türkische Belek geht.

Alles zu Rasenballsport Leipzig finden Sie in unserem Knipser-Fußball-Special.

Matthias Pöls