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RB-Archiv „Unsere Tore machen wir immer“ - Interview mit RB-Flügelflitzer Timo Röttger
Sportbuzzer RB Leipzig RB-Archiv „Unsere Tore machen wir immer“ - Interview mit RB-Flügelflitzer Timo Röttger
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17:22 11.11.2011
Von Steffen Enigk
Timo Röttger, hier im Zweikampf mit Maxim Süßenbach von Energie Cottbus (r.), hat in dieser Saison bereits fünf Treffer erzielt. Quelle: GEPA Pictures
Leipzig

Frage:

Der Zweite empfängt den Spitzenreiter - sehen Sie das schon als Schlüsselspiel für die weitere Saison?

Timo Röttger:

Nein, wir sollten nicht nur auf Kiel schauen, sondern auch auf den Halleschen FC, sonst sind die am Ende der lachende Dritte. Die Konstanz wird entscheiden. Aber es ist sehr wichtig, die direkten Duelle zu gewinnen. Wir wollen am Sonntag zeigen, dass wir die beste Mannschaft sind, die Tabellenführung zurückholen. Die haben wir schon zweimal hergeschenkt, die würde uns gut zu Gesicht stehen.

Zu Hause schwächelte Ihre Mannschaft mehrfach. Wurde beim 4:0 gegen Hannover der Heimfluch besiegt?

Das Wort gefällt mir nicht. Das war kein Fluch, das war unsere eigene Schuld. Wir haben nicht konsequent genug gespielt, völlig unnötig Punkte abgegeben. Hannover war der Beweis, dass wir auch anders können.

Kiel ist ein anderes Kaliber, kommt mit breiter Brust.

Ja, die haben Selbstvertrauen getankt, auch im Pokal. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Aber ich habe ein gutes Gefühl, bin überzeugt, dass sich unsere Qualität durchsetzt. Unsere Tore machen wir immer. Wenn wir zu null spielen, wofür nicht nur die Abwehr verantwortlich ist, gewinnen wir. Ich glaube nicht, dass sich Kiel hinten reinstellt. Die werden vorsichtig beginnen und dann versuchen mitzuspielen. Das könnte uns Räume geben.

In die Sie mit Ihrer Schnelligkeit stoßen. Fünf Treffer, sechs Torvorlagen - sind Sie mit sich zufrieden?

Peter Pacult lässt keine Selbstzufriedenheit zu. Ich hätte schon ein paar Tore mehr machen müssen. Aber mit der bisherigen Quote kann ich leben.

Flanke Röttger, Kopfball Frahn oder Kutschke - wird das auch gegen Kiel das Strickmuster?

Das hoffe ich doch. Es ist schön, dass ich gleich zwei starke Stürmer als Abnehmer habe.

Daniel Frahn führt mit neun Toren die Schützenliste der Nordstaffel an. Trauen Sie ihm wieder über 30 Treffer zu wie einst in Babelsberg?

Ich würde es ihm gönnen, wir hätten ja alle was davon (lacht). Ich werde versuchen, ihn weiter gut zu füttern.

Hängt Ihr Herz noch an Dynamo?

Mein Herz hängt außer an RB nur an einem Verein. Einmal Schalker, immer Schalker. Leider ist die Fahrt zu den Spielen zu lang. Bei Dynamo bin ich manchmal im Stadion. Sie halten in der 2. Liga gut mit, spielen ordentlichen Fußball. Sollten sie vom nächsten DFB-Pokal ausgeschlossen werden, wäre das bitter für den Verein.

Sie wurden in Leipzig beim Handball gesichtet. Ihre zweite Liebe?

Ja. Ich bin in der Nähe von Gummersbach aufgewachsen, da gab es nichts anderes. Handball macht einfach Spaß. Ich gehe oft zum SC DHfK, bin mit einigen Spielern befreundet, die wiederum bei uns zuschauen. Ich finde, die Sportler einer Stadt sollten sich gegenseitig unterstützen.

Immer mehr Leipziger kommen zu RB, der Zuschauerschnitt von 7222 ist Spitzenwert aller Regionalliga-Staffeln. Was erwarten Sie am Sonntag?

Eine fünfstellige Besucherzahl. Die Leute sind ausgehungert, wollen guten Fußball sehen. Das gewachsene Interesse ist überall deutlich zu spüren. Für die Stadt wäre unser Aufstieg sehr wichtig. Aber zunächst einmal müssen wir Kiel schlagen.

Steffen Enigk

Er ist der Neffe des Ex-DDR-Oberligaspielers Peter Sykora, mit zarten 29 Jahren schon Senior bei den Kieler Störchen, kam über die Stationen Rostock, Jena, Aue und Osnabrück zum Regionalliga-Topteam Holstein Kiel.

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