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Reserve/Nachwuchs Robert Klauß will mit der U23 von RB Leipzig perspektivisch in die 3. Liga
Sportbuzzer RB Leipzig Reserve/Nachwuchs Robert Klauß will mit der U23 von RB Leipzig perspektivisch in die 3. Liga
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08:11 11.01.2017
Trainer Robert Klauß hat mit der U23 von RB Leipzig große Ziele. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Trainer Robert Klauß (32) hat mit der U23 von RB Leipzig eine erfolgreiche Regionalliga-Vorrunde absolviert und testet am Mittwoch (14 Uhr) mit seiner Elf gegen den FSV Zwickau. Im Interview spricht der einstige RB-Stürmer der ersten Stunde über Wünsche, Fehler und gestiegene Erwartungen.

Platz vier, 30 Punkte. Wie zufrieden sind Sie mit der Vorrunde?

Die Platzierung hört sich gut an, die Punkteausbeute ist okay. Leider haben wir gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte zu viel liegen lassen. Grundsätzlich ist die Entwicklung aber positiv. Das hat man beim 3:0 gegen Carl Zeiss Jena oder beim 5:3 gegen den Berliner AK gesehen. Auch gegen Babelsberg und Cottbus haben wir gepunktet.

Sie wünschen sich mehr Kontinuität?

Genau. Wir haben es nicht einmal in der Saison geschafft, zweimal in Folge zu gewinnen und eine Serie zu starten.

Sie könnten das mit der hohen Fluktuation einer U23-Mannschaft entschuldigen.

Klar, es gibt eine besondere Situation. Aber gegen starke Gegner haben wir ja gezeigt, was wir drauf haben. Wir dürfen keine einfachen Punkte liegen lassen.

Wo kann Ihr Team zulegen?

Manchmal waren meine Spieler nachlässig und haben dem Gegner eins, zwei richtig große Torchancen gestattet. Da müssen wir konstanter werden. Außerdem konnten wir gegen die letzten Drei trotz 1:0-Führung nicht gewinnen. Das hat mich geärgert.

Das Ziel für die Rückrunde?

Ich will die Mannschaft weiterentwickeln, mehr Punkte holen als in der Vorrunde.

Wie groß ist der Druck, in Liga drei vorzustoßen?

Man kann den Aufstieg aus der Regionalliga nicht planen. Das sieht man bei anderen Bundesligisten und ihren U23-Teams. Auch unsere erste Mannschaft hat ein paar Anläufe gebraucht. Und selbst als Meister besteht durch die Relegation nur eine 50:50-Chance. Klar ist auch: Wir wollen perspektivisch in die Dritte Liga.

Gibt es eine Vorgabe?

Nein, ein Jahresziel gibt es nicht.

Sie haben zuvor die U17 betreut. Wo liegen die Unterschiede zwischen Junioren und Männer-Regionalliga?

Die Leistung kann man noch gut planen, aber die Erfolge nicht mehr so gut. Im Nachwuchs gewinnst du mit der besseren Mannschaft fast immer. In der Regionalliga spielst du trotz besserer Leistung schon mal nur remis, weil die Gegner Unachtsamkeiten sofort bestrafen. Am Ende steht ein 1:1 in Bautzen auf der Anzeigetafel – und du weißt nicht warum. Das ist neu für mich und zugleich ein Ansporn, noch akribischer zu arbeiten.

Wann wird der erste bei RB ausgebildete Nachwuchsspieler in der Bundesliga auflaufen?

Im Trainingslager der Profis sind ja schon Jungs dabei, die eigentlich noch für die U19 oder U23 spielberechtigt sind: Dominik Franke, Kamil Wojtkowski, Sören Reddemann und Gino Fechner. Die sind nah dran, aber es hängt auch von der Personallage ab. Sie bekommen ihre Chance, regelmäßig mitzutrainieren. Ob sie die auch nutzen, werden wir sehen.

Wer hat Sie spielerisch bislang überzeugt?

Federico Palacios (7 Tore, 2 Assists/d. Red.) hat noch mal richtig was drauf gepackt. Und wir haben die starke Achse um Sören Reddemann, Patrick Strauß, Henrik Ernst und Alex Siebeck.

Färben die Erfolge der ersten Mannschaft auf die U23 ab – durch mehr Druck oder Fanzuspruch?

Es gibt eine gestiegene Erwartungshaltung, von Druck würde ich nicht sprechen. Wir stehen nun sehr im Fokus als Verein – und damit auch unser Nachwuchs. Das ist ein zusätzlicher Ansporn. Wir wollen im Fahrwasser der Profis positiv auf uns aufmerksam machen.

Wird man Sie nach Ihrem Auftritt bei „Schlag den Raab“ mal wieder in einer TV-Show sehen?

Nein, da ist nichts geplant (lacht). Ich habe ausreichend zu tun.

Interview: Thomas Fritz

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