Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Spielberichte RB Leipzig gewinnt „El Plastico“ – Bundestrainer Löw sieht elftes Werner-Tor
Sportbuzzer RB Leipzig Spielberichte RB Leipzig gewinnt „El Plastico“ – Bundestrainer Löw sieht elftes Werner-Tor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 28.01.2017
RB-Stürmer Timo Werner nach seinem 1:1 Ausgleichstreffer im Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Quelle: Imago
Leipzig

Der Sieg ist ein richtungsweisender auf dem Weg nach Europa: RB Leipzig setzt sich am Samstag im „El Plastico“ mit 2:1 (1:1) durch und fügt der TSG Hoffenheim am 18. Spieltag die erste Bundesliga-Niederlage der Saison zu. Den Zweiten aus Leipzig und den direkten Kontrahenten auf Rang vier trennen nun schon elf Punkte in der Tabelle. „Das Team hat heute taktisch sehr klug agiert“, lobt Trainer Ralph Hasenhüttl und fügt hinzu: „Das ist ein Big Point. Wir sind gegen einen direkten Verfolger einen großen Schritt gegangen. Darauf sind wir sehr stolz.“ Zum Rückrundenstart treffen Timo Werner und Marcel Sabitzer vor knapp 40.000 Zuschauern im heimischen Stadion.

Einen 0:1 Rückstand gegen die TSG 1899 Hoffenheim drehte RB Leipzig am Samstag in einen 2:1 Heimsieg.

Bundestrainer Joachim Löw ist erstmals bei einem Heimspiel von RB Leipzig zu Gast und verfolgt die Partie mit Sonnenbrille von der VIP-Tribüne. Die Hausherren spielen ab der 60. Minute in Überzahl, weil TSG-Stürmer Sandro Wagner nach einem Foul Rot sieht. „Wir waren die schwächere Mannschaft von zwei guten Bundesligateams. Nach der Roten Karte, die man geben kann, war es schwer, noch einmal Zugriff zu bekommen“, sagt ein enttäuschter TSG-Trainer Julian Nagelsmann.

Beobachtete die Partie: Bundestrainer Jogi Löw.

RB-Coach Hasenhüttl vertraut der gleichen Startformation wie beim 3:0-Sieg vor einer Woche gegen Frankfurt. Nur vier Minuten dauert es, dann zeigt sich Leipzig brandgefährlich: Werner hängt Steven Zuber ab und sieht den frei stehenden Naby Keita. Der Nationalspieler aus Guinea verfehlt den TSG-Kasten knapp.
 
Leipzig gerät erstmals zu Hause in Rückstand
 
Das Spiel bietet einiges: Viel Tempo, keine Ruhepausen, ständig liegt ein Tor in der Luft. Nach einer Viertelstunde ist es Abwehrchef Willi Orban, der nach einer Ecke einen starken Kopfball platziert – doch Hoffenheims Keeper Oliver Baumann verhindert die Führung mit einer noch besseren Parade.
 
Mit einem blitzschnellen Konter über fünf Stationen, inklusive mehreren Seitenwechseln, erzielen die Gäste das 1:0. Andrej Kramaric legt vor dem RB-Tor noch einmal zu Nadiem Amiri quer, der zur TSG-Führung (18.) einschiebt. „Das war ein überragend ausgespielter Konter und fast nicht zu verteidigen“, sagt Hasenhüttl. Nur vier Minuten später Glück für Leipzig: Schiedsrichter Wolfgang Stark sieht das Handspiel von Bernardo im eigenen Strafraum nicht.
 
Auf der Gegenseite bietet sich für RB die dritte hundertprozentige Chance: Aber Yussuf Poulsen trifft den Ball frei vor dem Tor nicht richtig. Das Spitzenspiel hat seinen Namen verdient. Beide Teams lassen nie locker. Der Ausgleich fällt in der 38. Minute: Über Poulsen und Sabitzer kommt der Ball zwischen Keita und Werner, der Stürmer setzt sich durch, vollendet zu seinem elften Saisontor. „Wir haben heute gezeigt was wir können und das Hoffenheim auch schlagbar ist“, freut sich Werner, für den der beste deutsche Stürmer weder er noch Wagner, sondern „immer noch Thomas Müller ist.“
 
Wagner zeigt Reue
 
Der zweite Durchgang ist deutlich zerfahrener. Viele Fouls zerstören den Spielfluss. Das Einsteigen von Sandro Wagner gegen Stefan Ilsanker, der Stürmer trifft den Knöchel des österreichischen Nationalspielers mit der vollen Sohle, wird mit der Roten Karte geahndet. „Ich wollte den Zweikampf oben gewinnen und habe ihn unten erwischt. Es tut mir wahnsinnig leid, so etwas ist mir noch nie passiert“, sagt Wagner.
 
Zur Belohnung ein Tag extra frei
 
In Überzahl kommt Werner nur fünf Minuten später zur ersten Torchance in Halbzeit zwei. Aber Baumann ist zur Stelle, genauso wie beim Schuss von Poulsen kurz darauf. Hasenhüttl bringt mit Davie Selke noch einmal frischen Wind. Sabitzer entscheidet schließlich in der 77. Minute das Spiel: Mit einem abgefälschten Schuss. Aus reichlich 20 Metern landet der Ball unhaltbar im TSG-Kasten.
 
Die Belohnung: Hasenhüttl gibt seiner Mannschaft am Sonntag einen zusätzlichen freien Tag, das Auslaufen entfällt. „Da haben sie mich wieder in einem schwachen Moment erwischt“, gibt der Trainer zu und erklärt: „Es war heute erstmalig, dass wir in unserem Stadion einem Rückstand hinterher laufen. Ich war beeindruckt, dass sich die Mannschaft trotzdem nicht vom Matchplan abbringen lässt.“

Anne Grimm
 
Statistik:

RB: Gulacsi – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker, – Keita (90. Kaiser), SabitzerWerner, Poulsen (72. Selke)

TSG: Baumann, Kaderabek, Rudy, Demirbay, Wagner (60. Rot), Zuber, Amiri (75. Szalai), Hübner, Vogt (45. Schär), Süle, Kramaric (61. Uth)

Tore: 0:1 Amiri (18.), 1:1 Werner (38.), 2:1 Sabitzer (77.)

Zuschauer: 39.633

Jetzt hier die Leistung von RB Leipzig gegen Hoffenheim bewerten:

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

RB Leipzig sorgt auch im neuen Jahr in der Bundesliga für Furore. Mit zwei Treffern nach Standards sowie einem Eigentor von Eintracht Frankfurt holt das Hasenhüttl-Team einen deutlichen Sieg. Dabei spielt der Gastgeber fast 90 Minuten in Überzahl.

Anne Grimm 21.01.2017

Eine knappe Woche vor dem Bundesligastart kommt RB Leipzig langsam in Form. Im Schneetreiben überzeugt das Hasenhüttl-Team gegen die Glasgow Rangers. Alle vorher Verletzten und Kranken sind wieder dabei, doch Keita erleidet einen Rückschlag.

15.01.2017

Ein letztes Mal Fußball unter strahlender Sonne: RB Leipzig hat sich gegen den portugiesischen Drittligisten SC Farense beim 6:0 keine Blöße gegeben. Im Vergleich zum Test gegen Ajax Amsterdam brachte Coach Ralph Hasenhüttl eine komplett veränderte Formation.

Anne Grimm 11.01.2017