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News Saison-Aus für Jurdzs – SC DHfK trifft auf Mutmacher Hannover
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SC DHFK
16:03 03.04.2017
Aivis Jurdzs fällt mit einem Bluterguss für den Rest der Saison aus. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Auf Benjamin Herth und Sergey Zhedik kommt es am Montag an. Der SC DHfK Leipzig empfängt in der 1. Handball-Bundesliga den TSV Hannover-Burgdorf und hat Probleme im Rückraum. Aivis Jurdzs fällt mit seinem Bluterguss für den Rest der Saison aus. Franz Semper hat weiter Schulterprobleme. Dafür könnte Max Janke wieder fit sein und zurück ins Team kehren.

Trainer Christian Prokop war mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft bei der 21:30-Pleite am Mittwoch gegen die Rhein-Neckar-Löwen zufrieden. Spielerisch hat ihm der Auftritt keineswegs gereicht. Vor allem der Rückraum habe zu wenig Druck entwickelt. „Passen, passen, passen und dann nicht wissen wo das Tor steht“, beschreibt Prokop seinen Eindruck vom Vergleich mit dem wahrscheinlichen neuen Deutschen Meister.

Der Coach fordert mehr Dynamik und Geschwindigkeit im Angriff. Herth und Zhedik sollen es richten. Beide Spieler befinden sich auf ihrer Abschiedstournee aus der Bundesliga und erhalten in Leipzig keinen neuen Vertrag. Sie werden voraussichtlich beide ins Ausland wechseln. „Katar ist eine Option“, so Herth. Möglicherweise ergebe sich auch noch eine Lösung in Europa. In den nächsten zwei Wochen soll Klarheit herrschen. Motivationsprobleme sieht Prokop bei den beiden Abgängen nicht. „Sportler sind ehrgeizig und niemand will, dass negativ über ihn geredet wird“, so der Trainer.

„Wir brauchen Druck unterm Hallendach“

An Hannover will sich der SC DHfK wieder aufbauen. „Nach der Niederlage gegen die Löwen war die Enttäuschung groß“, berichtet Christoph Steinert. Mit den Niedersachsen verbindet der Aufsteiger aber beste Erinnerungen. Beim Hinspiel gelang den Leipzigern der erste Auswärtssieg der Saison. „Das war damals unser Mutmacher“, so Geschäftsführer Karsten Günther.

Der mit Europacup-Ambitionen gestartete TSV schwächelte vor allem in der Hinrunde. In diesem Jahr gelang der Mannschaft von Trainer Jens Bürkle aber eine Reihe von bemerkenswerten Erfolgen. Gegen Flensburg und Kiel reichte es jeweils zu einem Unentschieden. Zuletzt besiegte Hannover die Füchse Berlin.

Steinert ist trotzdem überzeugt: „Wir können auch das Rückspiel gewinnen.“ Die Lösung liefert er gleich mit. „Der Gegner hat sehr große Spieler, ist dafür aber nicht so beweglich“, hat Steinert beobachtet. Die DHfK-Abwehr muss deshalb mit schnellen Füßen dagegen halten. Die körperliche Überlegenheit, der Innenabwehrblock der Gäste ist zwei Meter groß, stellt allerdings auch den Leipziger Angriff vor eine anspruchsvolle Aufgabe. „Das ist eine mobile Wand“, so Prokop.

Trotz der zeitgleichen Aufstiegsfeier von RB hat der SC DHfK für die Partie, Anpfiff ist um 15 Uhr, schon 2800 Tickets abgesetzt. „Wir brauchen Druck unterm Hallendach“, so Günther. Für Besucher des Wave Gotik Treffens bietet der Verein einen besonderen Service an. Sie erhalten die Tickets zum ermäßigten Preis.

Matthias Roth

Uwe Gensheimer will zum Abschied aus der Bundesliga seinen ersten Meistertitel mit den Rhein-Neckar-Löwen holen. Dafür benötigt der Tabellenführer gegen den SC DHfK am Mittwoch (Anwurf 20.45 Uhr) einen Sieg. Im LVZ-Interview spricht er über die enge Meisterschaft, seinen Wechsel nach Paris und den Höhenflug der Leipziger.

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