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Spielberichte Die wichtigsten Stimmen zur Niederlage des SC DHfK Leipzig gegen THW Kiel
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SC DHFK
18:51 08.04.2017
Leipzig Trainer Christian Prokop während des Spiels gegen den THW Kiel. Quelle: Imago
Hamburg

Bei Christian Prokop überwiegt nach dem Schlusspfiff der Stolz: „Als Mannschaft haben wir heute ein fantastisches Spiel abgeliefert und sind über uns hinausgewachsen – saustarke Abwehrarbeit in der ersten Hälfte und noch stärkeres Tempospiel. Das war ganz hohes Niveau. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die auf Augenhöhe mit dem THW Kiel war und das ist schon fantastisch.“ Einen Grund für die Niederlage gegen den THW Kiel sieht der Coach in den unnötigen Ballverlusten seines Teams: „Wir bringen Kiel mit leichten Abschlüssen und Ballverlusten zu schnell ran und fassen allein in der ersten Halbzeit sechs Konter.“

„Einmalige Teamchemie“

Kapitän Lukas Binder zeigt sich vom Kampfgeist des THW, der sich vom Leipziger Traumstart nicht abschütteln ließ, wenig überrascht: Auch als wir 5:1 geführt haben, war klar, dass wir hier gegen Kiel nicht komplett wegziehen. Da kämpft sich so eine Spitzenmannschaft zurück.“ Seinem Team spricht er vor allem für die Moral ein großes Kompliment aus: „Das ist unsere in der Bundesliga einmalige Teamchemie, die uns auch in brenzligen Situationen zurückbringt.“

Teamkollege Marvin Sommer kann die Enttäuschung trotz der starken Leistung direkt nach dem Spiel nicht verbergen: „Die Niederlage überwiegt gerade noch. Mir fehlen auch ein bisschen die Worte, denn wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Wir haben eine gute Abwehr und vorn eigentlich auch gut unser Ding gespielt. Aber Kiel ist eben auch nicht irgendjemand, bei dem 90 Prozent reichen. Man muss ganz nah an sein Maximum kommen. Das haben wir am Ende vielleicht nicht ganz geschafft.“

„Super verkauft“

Für Lucas Krzikalla ist die Leistung seiner Mannschaft ein weiterer Schritt auf dem gemeinsamen Weg: „Wir haben uns bis zum Ende nicht aufgegeben und man kann stolz sein, dass wir mit dem THW so gut mithalten konnten.

Auch DHfK-Fan Steffen Dathe aus Weißenfels blickt schlussendlich zufrieden auf das Final Four: „Die Jungs haben sich super verkauft und ein paar Fehler passieren eben.“ Negativ beurteilt der 53-Jährige, der selbst als Schiedsrichter aktiv ist, die Leistung der Unparteiischen: „Es gab am Ende ein paar Situationen, in denen es noch spannend hätte werden können. Da hatte ich dann das Gefühl, dass wir hier nicht gewinnen dürfen.“

 Anton Zirk

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