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Spielberichte Fanfest mit Punkterekord: SC DHfK Leipzig besiegt Wetzlar
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SC DHFK
16:03 20.05.2018
Philipp Weber (links) beim Siebenmeter gegen HSG-Torwart Nikolai Weber. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Comeback, Abschied und ein neuer Punkterekord: Der SC DHfK Leipzig hat seinen Fans im letzten Heimspiel dieser Bundesligasaison noch einmal einen kurzweiligen Sonntagmittag bereitet und nach dem Abpfiff bereits die Saison in der Arena gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Michael Biegler gewann gegen die HSG Wetzlar vor 4039 Zuschauern knapp mit 23:21 (14:12) und rückt damit wieder zur punktgleichen MT Melsungen auf.

Die 37 Punkte bedeuten eine neue Bestmarke für die Grün-Weißen seit dem Aufstieg in die stärkste Handball-Liga der Welt. Im Fernduell mit Melsungen hat der SC DHfK allerdings das um 39 Treffer schlechtere Torverhältnis. Die Hessen haben bei einem Spiel weniger aber mit den Rhein-Neckar Löwen, den Füchsen Berlin und dem SC Magdeburg noch ein hammerhartes Restprogramm.

Der SC DHfK Leipzig hat sich mit einem knappen Sieg gegen Wetzlar ein neuen Rekord gesichert und Melsungen von Platz sieben verdrängt.

Leipzig sorgte für Überraschungen in der Aufstellung. Franz Semper ist zurück. Der Linkshänder im Rückraum bestritt nach seiner Hüftoperation und einer fünfminütigen Zwangspause sein erstes Spiel für die Gastgeber und führte sich anderthalb Minuten vor der Halbzeit mit einem Tor gleich blendend ein. "Franz hat die Reha durchgezogen, ist voll im Soll und wollte unbedingt spielen", sagte Mannschaftsarzt Professor Pierre Hepp von der Uni-Klinik. Semper dreht zum Saisonende noch einmal auf. Neben seiner Rückkehr aufs Parkett schrieb er gerade auch seine Prüfungen fürs Abitur.

Vier Spieler verlassen den Verein

Abschied nahmen die Zuschauer gleich von vier Grün-Weißen. Peter Strosack, Benjamin Meschke, Tobias Rivesjö und Yves Kunkel verlassen den Verein zum Saisonende. Sie wurden schon während des Spiels mit Sonderapplaus bedacht und später auf der Partybühne noch einmal gefeiert. Und noch ein ehemaliger Leipziger wird in der kommenden Saison nicht mehr in der Arena zu sehen sein. Wetzlars Philipp Pöter wechselt zu den Rhein Vikings nach Düsseldorf und spielt künftig in der 2. Bundesliga.
Der SC DHfK ließ keinen Zweifel in diesem Spiel aufkommen: Der Sieger darf nur Leipzig heißen. Die Gastgeber gestatteten den Gästen nur beim 0:1 eine Führung. Angetrieben von Philipp Weber (acht Treffer) kämpfte sich die Mannschaft zum Erfolg. Immer wenn die Partie zu kippen drohte (8:8, 17:16, 20:20), schlugen die Sachsen zurück und verschafften sich mit Treffern wieder Luft. Wetzlar versuchte alles, kassierte aber bei der Variante mit dem siebten Feldspieler gleich zwei Gegentreffer mit Bällen übers ganze Feld ins leere Tor. Zudem vermissten die Gäste den am Ellbogen operierten Nationalspieler Yannik Kohlbacher. Bitter: Maximilian Janke musste in der ersten Halbzeit mit einer Oberschenkelverletzung raus.

Hip-Hop-Duo performt neuen DHfK-Song

Torhüter Milos Putera ließ die Halle in der zweiten Halbzeit mit einer ganzen Reihe überragender Paraden die Halle toben. In einer dramatischen Schlussphase behielten die Leipziger die Nerven und erzielten durch Niclas Pieczkowski den umjubelten Siegtreffer.

Premiere beim anschließenden Fansfest: Das Leipzig Hip-Hop-Duo Karmatized performte einen neuen DHfK-Song. Die 1,99 Euro pro Download bekommt der Handball-Nachwuchs.

Von Matthias Roth

Statistik zum Spiel

SC DHfK Leipzig: Vortmann 1, PuteraSemper 2, Rojewski 2, Jurdzs, Krzikalla, Binder 3, Janke, Pieczkowski 3, Kunkel, Roscheck, Weber 8/3, Rivesjö, Strosack 3, Meschke, Milosevic 1

HSG Wetzlar: Klimpke, Buric, Weber – Hermann 2, Kneer, Bjornsen 4, Pöter 4, Ferraz, Mirkulovski, Volentics, Holst 7/5, Schefvert, Kvist, Klesniks, Lindskog 4, Cavor 1

Siebenmeter: SC DHfK  3/3 , HSG 5/5
Zeitstrafen: beide je vier Minuten

Zuschauer: 4039

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