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Spielberichte Niederlage in Flensburg: DHfK Leipzig ohne Erfolg im Norden
Sportbuzzer SC DHfK Leipzig Spielberichte Niederlage in Flensburg: DHfK Leipzig ohne Erfolg im Norden
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SC DHFK
15:06 03.04.2017
Von Johannes Angermann
Christoph Steinert Quelle: Rainer Justen
Leipzig/Flensburg

Zum fünften schweren Auswärtsspiel in Folge hatten die Leipziger genügend Zeit, sich zu akklimatisieren. Denn nach der Niederlage in Kiel blieben die Grün-Weißen gleich in Schleswig-Holstein. Mit Flensburg stand den Messestädtern einer der Titelaspiranten gegenüber – dünne Bretter bohrt der SC DHfK in der ersten Bundesliga nicht mehr. „Wir haben sehr guten Handball gespielt, und das gegen absolute Weltklasse“, meinte Handball-Geschäftsführer Karsten Günther, der sich dennoch ärgerte: „Letztlich haben Kleinigkeiten zur Niederlage geführt, wir haben glasklare Chancen liegengelassen.“

Zu Beginn der Partie taten sich die Gäste aus Leipzig sichtlich schwer. Die grün-weiße Defensive hatte noch nicht zu ihrem Spiel gefunden. Die Flensburger überwanden den Abwehrverbund mit schnellen Kontern und sorgten schnell für klare Verhältnisse: Nach 15 Minuten lagen die Hausherren 11:7 in Front.

Doch dann war der Knoten bei Prokops Jungs geplatzt. Keeper Felix Storbeck war hellwach. Christoph Steinert, Neuling Peter Strosack, Aivis Jurdzs und Alen Milosevic setzten ihrerseits die Nordlichter unter Druck. Der DHfK holte auf. In der 29. Minute stieg Christoph Steinert hoch, und traf zum 15:15-Ausgleich. Die Führung lag schon in der Luft, doch drei Sekunden vor dem Pfiff war Storbeck einen Moment unachtsam und der Ball landete zum 16:15 im Netz.

Flensburg dominiert im zweiten Durchgang

Flensburg-Handewitt spielt seine Stärken regelmäßig in der zweiten Halbzeit aus. Nicht einmal vier Minuten und Leipzig lag vier Tore in Rückstand. Zwar mühte sich Leipzig, doch näher als drei Tore kam der DHfK nicht heran. Eine Viertelstunde vor Schluss warf Trainer Prokop die Stirn dann noch tiefer in Falten. Philipp Weber – mit sechs Toren, davon zwei Siebenmetern war er bis bester Leipziger – lag verletzt am Boden. Das Krankenlager ist mit Milos Putera, Thomas Oehlrich, Philipp Pöter, Marvin Sommer und Lucas Krzikalla ohnehin gut belegt. Doch Weber stand wieder auf.

In der Schlussviertelstunde war das Spiel sehr zerfahren. Siebenmeter, Wischpausen, Behandlungen verletzter Spieler, das alles unterbrach den Spielfluss. Zwischenzeitlich lag Leipzig gar mit sieben Toren zurück. Aber wie schon gegen Kiel arbeitete Leipzig hart, um das Ergebnis und die Tordifferenz im Rahmen zu halten. Nur Sekunden vor Schluss schickte Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes noch Jakob Heinel auf die Platte: Den einzigen Spieler in seinem Kader, der dem eigenen Nachwuchs entstammt. Der Ur-Flensburger traf letztlich nur Sekunden vor dem Abpfiff. Nach dem zwischenzeitlichen Gleichstand kurz vor der Pause verlor der SC DHfK Leipzig mit 35:28.

In Halbzeit zwei war zu beobachten, was den DHfK-Männern noch zu einer absoluten Spitzenmannschaft fehlt: Sie leisten sich zu viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten, sündigen bei den Torchancen, was gegen ein Top-Team eben nicht passieren sollte. Karsten Günther: „Wir müssen jetzt in den Sieg-Modus zurückkehren.“ Mit Magdeburg, Kiel und Flensburg haben die Leipziger bereits einige der größten Brocken der Rückrunde aus dem Weg geräumt. Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause steht am Samstag, dem 5. März, der TV Bittenfeld aus Stuttgart in der Arena Leipzig auf dem Parkett. Anwurf ist um 19 Uhr.

Statistik

DHfK: Vortmann, Storbeck; Semper, Steinert (3), Herth, Jurdzs (7), Binder (2), Roschek, Weber (6/2), Zhedik (3/2), Strosack (4), Meschke, Milosevic (2)

Siebenmeter: 4/4:5/4

Strafen: 4:6 Minuten

Zuschauer: 6117

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