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Spielberichte Packende Schlussphase: DHfK Leipzig holt umkämpften Sieg in Coburg
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SC DHFK
15:46 03.04.2017
Von Johannes Angermann
Binder und Meschke (Archivbild) Quelle: Christian Modla
Leipzig

Zu Beginn hatten die Leipziger Jungs von Trainer Christian Prokop leichte Startschwierigkeiten. Der Aufsteiger aus Oberfranken konnte den Grün-Weißen zweimal auf drei Tore enteilen. Doch nach einem verwandelten Siebenmeterwurf von Andreas Rojewski in der 13. Minute war der DHfK in der Partie. Offensiv trumpfte in dieser Phase vor allem Aivis Jurdzs stark auf, während hinten Keeper Jens Vortmann mit insgesamt 13 starken Paraden seinen Kasten sauber hielt. Manager Karsten Günther meinte nach dem Spiel: „Anfangs haben wir ein paar Fehler zuviel gemacht, dann aber sensationell reagiert."

Doch auch der Leipziger Schlussmann konnte nicht verhindern, dass Coburg in der 20. Minute durch Steffen Coßburg auf 11:11 gleichziehen konnte. Im direkten Gegenschlag stellte Jurdzs aber die Leipziger Führung wieder her. Mit einem Doppelschlag in der 29. und 30. Spielminute durch Lukas Binder gingen die Grün-Weißen auf fünf Tore in Führung. Vortmann hielt einen letzten Wurf der Coburger: 12:17 zur Halbzeit. "Wir hatten uns viel vorgenommen, was taktische Disziplin angeht", skizzierte Trainer Prokop nach dem Abpfiff seinen Plan. "Coburg hat eine wahnsinnige Fanschar und eine sehr laute Halle, das haben wir heute zu spüren bekommen. Wir starten mit schwacher Chancenverwertung und vergeben in der ersten Minuten gleich zwei Siebenmeter. Dadurch lagen wir schnell mit 5:2 zurück. Es ist wichtig, auf solche Situationen zu reagieren und Geschlossenheit zu demonstrieren, das ist meiner Mannschaft stark gelungen

HSC Coburg dreht gegen DHfK Leipzig im zweiten Durchgang richtig auf

Nach dem Seitenwechsel zog die Prokop-Sieben ihr Programm weiter durch: Max Janke und Binder Punkteten in rascher Folge, Vortmann klärte vor dem Tor. Beide Teams hielten das Tempo hoch. Nach guten fünf Minuten stand es 16:22. Die von Jan Gorr trainierten Coburger mühten sich redlich und verkürzten durch Nico Büdel in der 40. Minute auf 19:24.

Drei Minuten später handelte sich der HSC eine Zwei-Minuten-Strafe ein, doch statt einzubrechen drehte die Mannschaft weiter auf und verkürzte auf 21:25. Kaum waren die 2000er wieder komplett, versuchte Christoph Steinert Büdel festzumachen und erhielt seinerseits eine Zeitstrafe (45. Minute). Das Tempo blieb extrem hoch. Die Arena brodelte, als Coburg auf zwei Tore heran war. Auf Seiten der Oberfranken zeichneten sich besonders Florian Billek mit seinen Toren aus und Keeper Oliver Krechel.

Als Vortmann wieder im Tor stand, gelang es dem DHfK sich zu stabilisieren. Fünf Minuten vor Schluss hatten die Leipziger beim Stand von 26:30 einen soliden Vorsprung. Doch der in Leipzig ausgebildete Schlussmann Krechel verhinderte mehr und auch die gelbe Offensive tankte sich erneut auf zwei Tore heran. 31 Sekunden vor Abpfiff nahm Coach Prokop seine finale Auszeit. Aivis Jurdzs spielte auf Benjamin Meschke, der zog durch: 30:33 für Leipzig. Meschke sah die rote Karte und Coburgs Coßbau durfte nochmal vom Siebenmeterpunkt ran: 31:33.

"Zum Schluss war es eine kollektive Leistung bis ins Ziel", hob Leipzigs Handball-Manager Günther hervor. "Wir haben zwei Big Points gegen einen direkten Konkurrenten erkämpft." Herausgeragt hätten am Sonntag neben Rojewski (acht Treffer) auch Lukas Binder und Aivis Jurdzs mit jeweils sieben Treffern hervor. "Nach der Pause haben wir ebenfalls daran angeknüpft, dann jedoch in der Deckung nachgelassen", analysierte Prokop. "Coburg kam mit unglaublichem Feuer und Selbstvertrauen nochmal nah heran. Ich bin sehr froh, dass wir nach den 60 Minuten die zwei wichtigen Punkte für uns verbuchen können."

SC DHfK: Vortmann, Putera; Rojewski 8/2, Binder 7, Jurdzs 7, Milosevic 3, Steinert 2, Janke 2, Becvar 2, Meschke 1, Semper 1, Roscheck, Rivesjo, Strosack.

Erfolgreichster Coburger Werfer: Billek 10/1.

7-m: Coburg 3/3, DHfK 4/2.

Strafminuten: je 4.

Zuschauer: 2634.

Das hatte sich der SC DHfK Leipzig anders vorgestellt. Nach den starken Auftritten gegen den Bergischen HC und in Magdeburg zeigten sich die Messestädter am Mittwochabend völlig von der Rolle. Gegen die TSG Hannover-Burgdorf musste das Team von Coach Christian Prokop eine 23:25-Niederlage (11:12) hinnehmen.

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