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Sport Regional Für Erzgebirge Aue wäre der Aufstieg in die 1. Bundesliga wie ein Ausflug nach Hawaii
Sportbuzzer Sport Regional Für Erzgebirge Aue wäre der Aufstieg in die 1. Bundesliga wie ein Ausflug nach Hawaii
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12:19 21.02.2011
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Aue

en. „Für die erste Liga ist man immer bereit. Das wäre ein schöner Ausflug. Ich sage immer, wie ein Ausflug nach Hawaii", erklärte der Präsident pathetisch.

Der Aufsteiger spricht zwar noch immer nicht vom Durchmarsch, plant aber zumindest schon einmal zweigleisig. „Normalerweise ist die 2. Liga das Nonplusultra für Aue. Wir wollen bodenständig bleiben, denn für uns ist auch die 2. Liga nicht selbstverständlich", schränkte Keller denn auch wieder ein und befindet sich damit auf einer Linie mit Trainer Rico Schmitt und dessen Mannschaft. „Die Eichhörnchen-Methode will ich nicht wiederholen. Jetzt sammeln wir einfach Punkte", meinte der Vereinsboss.

Trainer Schmitt nahm die Planung für die Bundesliga zwar zur Kenntnis, hielt sich aber wie üblich zurück. „Der Verein musste keine Unterlagen für die dritte Liga einreichen, und das ist das Überragende. Wenn der Verein sich im positiven Sinne genötigt fühlt, auch die Papiere für die erste Liga abzugeben, dann soll es so sein", meinte Schmitt. Der Höhenflug seiner Mannschaft und die ständigen Fragen nach dem Aufstieg scheinen den Trainer inzwischen aber auch zu nerven. „Wir brauchen nicht über den Aufstieg zu reden, das ist der Situation nicht angemessen. Es gilt jetzt, die nächste Saison in der zweiten Liga gut vorzubereiten und einen konkurrenzfähigen Kader aufzubauen", wiederholte der 42-Jährige gebetsmühlenartig.

Am kommenden Montag wartet mit dem Spiel beim Tabellenzweiten FC Augsburg eine Reifeprüfung auf die Erzgebirgler, die wissen, woran es ihnen noch mangelt. „Fußballerisch können wir mit den Teams da oben nicht mithalten. Wir müssen über eine andere Schiene kommen und die heißt bei uns Kampf und Mannschaftsgeist", erklärt Defensivmann Marc Hensel. Der 24-Jährige, der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der „Veilchen" ist, warnt zugleich: „Wir müssen versuchen, immer alles aus uns rauszuholen. Wenn wir jetzt im Training schlampig werden, dann wird das nichts. Wir spielen keinen Hurra-Fußball oder ticka-tacka, aber es funktioniert im Moment trotzdem."

dpa