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Sport Regional JC Leipzig verpasst Finale in der Arena knapp und holt Bronze
Sportbuzzer Sport Regional JC Leipzig verpasst Finale in der Arena knapp und holt Bronze
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20:22 04.11.2017
Leipzigs Robert Uniewski kann es nach seiner Niederlage nicht fassen.
Leipzigs Robert Uniewski kann es nach seiner Niederlage nicht fassen. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Bundesliga-Judoka des JC Leipzig standen beim Finalturnier in der heimischen Arena dicht davor, sich ihren ganz großen Traum vom Endkampf zu erfüllen. Das an Dramatik kaum zu überbietende Semifinale gegen den KSV Esslingen stand am Sonnabend die gesamte Zeit auf des Messers Schneide, am Ende leuchtete vor gut 2000 Zuschauern in der Arena Leipzig ein 7:7-Unentschieden auf Anzeigetafel. Die Unterpunkte entschieden mit 64:58 für die Gäste aus Baden-Württemberg, die fünf ihrer sieben Einzelsiege mit vollem Punkt (Ippon) erzielten. Dies war dem JCL nur drei Mal geglückt.

Lob für Organisation der Finalrunde

Die Gastgeber, die für die erstmalige Organisation der Bundesliga-Finalrunde viel Lob erhielten, konnten sich mit dem Gewinn der Bronzemedaille trösten – es war ihre insgesamt vierte Team-Plakette seit 1990. Knackpunkt in dem dramatischen Halbfinale war der vorletzte Kampf, in dem JCL-Halbmittelgewichtler Robert Uniewski zunächst in Rückstand geriet und mit einer Halswirbelverletzung benommen am Boden lag. Den Zuschauern stockte der Atem. Doch der 21-Jährige stand wieder auf, schüttelte sich kurz und legte nun los wie die Feuerwehr. Mit zwei Wazari übernahm er die Führung, die Halle brodelte. Doch 29 Sekunden vor Schluss konterte sein Gegner mit Ippon und schaffe die Vorentscheidung für Esslingen.

Das Team aus der Nähe von Stuttgart stand am späteren Abend im Finale gegen den Titelverteidiger Hamburger JT, der den Serienmeister TSV Abensberg mit 9:5 Punkten ausgeschaltet hatte. Bei den Hamburgern war auch Weltmeister Alexander Wieczerzak dabei – der Hesse kletterte zwei Gewichtsklassen höher und gewann sein Duell im 100-Kilo-Limit. Am Ende verlor Leipzigs Halbfinalbezwinger Esslingen im Endkampf deutlich mit 10:4. Hamburg ist erneut deutscher Meister.

Von Frank Schober