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Sport Regional Knappe erste Derbyniederlage
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23:34 03.02.2017
Icefighters Leipzig
Der Eishockey-Drittligist Icefighters Leipzig hat am Freitagabend ein hart umkämpftes Derby mit 4:3 n.V. (1:0, 2:1, 0:2, 0:0, 1:0) im Hallenser Sparkassen-Eisdom verloren. Quelle: Roehring
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Leipzig

Die 2217 Zuschauer in der ausverkauften Halle kamen auf ihre Kosten und sahen zwei Mannschaften die sich nichts schenkten. Frühzeitig gingen die Saale Bulls in Führung. Ein kapitalen Abwehrfehler im Spielaufbau nutzte die dritte Reihe gnadenlos aus. Den ersten Schuss von Schaludek parierte Kevin Beech noch, der Nachschuss von Johannes Ehemann fand sein Ziel. Die Gäste waren sofort um die direkte Antwort bemüht. Zwei Strafzeiten bremste Leipzig aus. Die Hallenser verschenkten die Chance, schnell nachzulegen und zogen sich etwas zurück. Beinahe bestrafte Hannes Albrecht die Passivität. Er umkurvte den geschlagenen Sebastian Albrecht, der Puck überschritt jedoch nicht die Torlinie und wurde im Torkreis erfolgreich geklärt.

Die erste Powerplay-Möglichkeit der Gäste verpuffte kläglich. Pause. Agil kam Halle zurück, während die Icefighters ins offene Messer liefen. In Überzahl fuhren die Gastgeber einen 2 auf 0 Konter. Fominych scheiterte am überragenden Beech. Es brauchte ein wenig, bis die Eiskämpfer im Drittel an kamen. Eine erneute Überzahl blieb wieder ungenutzt. Es folgten denkwürdige Kracherminuten. Halle erhöhte auf 2:0. Schaludek vollendete einen klassischen Konter. Headcoach Sven Gerike zog die Auszeit. Was er da wohl sagte? Es dauerte nur ganze zehn Sekunden bis Maurice Keil den Puck über die Linie förmlich fightete. Der Anschluss, so dachten alle, doch die Rechnung ging ohne die Saale Bulls auf. Artur Tegakev stand wiederum ganze 58 Sekunden später goldrichtig – 3:1. Zweite Pause.

„Wir haben zwei Drittel nicht Derby gespielt“, fand Sven Gerike. Es roch nach der ersten Derbypleite für die Icefighters – auch lange bis ins Schlussdrittel hinein. Halle stellte sich clever hinten rein, wurde für das passive Spiel dennoch bitter bestraft. Acht Minuten vor dem Ende stand Damian Martin zum Abstauber perfekt da und traf zum 2:3. Halle wackelte, hatte sichtlich Angst vor der eigenen Courage. Bei Leipziger Überzahl verhinderte ein Abwehrspieler auf der Torlinie den Ausgleich mit der Hand. Im Eishockey heißt das Penalty. Der Routinier und wichtige Rückkehrer Esbjörn Hofverberg versenkte mit Glück zum 3:3. Was für ein Comeback. In der Overtime vergaben die Sachsen einen riesen Konter im Powerplay - es folgte ein Penaltykrimi. Dort scheiterten 13 Schützen auf beiden Seiten kläglich, Halles Kapitän Wartenberg blieb als Einziger in der Lotterie cool. Verloren und doch ein Sieg der Moral für Leipzigs Eishockey-Cracks. „Wir sind trotzdem sehr gut zurück gekommen in einer engen Partie“, urteilte auch Gerike. Am Sonntag kommen die noch in der Meisterrunde ungeschlagenen Moskitos Essen nach Taucha (17 Uhr, Anbully). Der nächste spannende Fight?

Von Martin Bergau