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Sport Regional Leipziger Stephan Feck holt EM-Silber im Synchronspringen - Gold für Christin Steuer
Sportbuzzer Sport Regional Leipziger Stephan Feck holt EM-Silber im Synchronspringen - Gold für Christin Steuer
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11:13 04.08.2016
Die Wasserspringer Stephan Feck (links) und Patrick Hausding zeigen nach der Siegerehrung für das Finale vom Drei-Meter-Brett stolz ihre Silbermedaillen. Quelle: dpa
Budapest

Steuer gewann am Donnerstag überraschend und holte damit das insgesamt vierte deutsche EM-Gold. Rückenschwimmerin Jenny Mensing überraschte alle mit Bronze, die Freistil-Staffel der Frauen musste sich über 4 x 200 Meter mit Platz vier begnügen. Ohne den pausierenden Superstar Paul Biedermann feierte das deutsche Schwimm-Team bei der EM in Budapest nur ein Erfolgserlebnis. Dafür sicherte sich Wasserspringer Patrick Hausding seine zweite Silbermedaille: Mit Stephan Feck (Leipzig) musste sich der Berliner im Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett nur den Ukrainern Illja Kwascha/Olexej Prygorow geschlagen geben.

Steuer sammelte mit ihren sechs Sprüngen aus 10 Metern Höhe 354,50 Punkte und lag damit vor der Italienerin Noemi Batki und Titelverteidigerin Julia Koltunowa (Russland), die mit ihrem letzten verpatzten Sprung den Sieg vergab. Nora Subschinski aus Berlin wurde Vierte. Es war die dritte Medaille der deutschen Springer und der vierte EM-Sieg nach Paul Biedermann über 200 Meter Freistil, Langstreckenschwimmer Thomas Lurz und der deutschen 4 x 100 Meter-Freistil-Staffel der Frauen.

Budapest. Wasserspringerin Christin Steuer aus Riesa hat bei den Europameisterschaften in Budapest die Goldmedaille vom Turm gewonnen. Es war die dritte Medaille der deutschen Springer und der vierte EM-Sieg. Bereits zuvor hatten sich am Donnerstag der Leipziger Stephan Feck und Patrick Hausding aus Berlin Silber im Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett geholt.

Auf den letzten der 100 Meter Rücken schob sich Jenny Mensing noch nach vorn. „Fantastisch. Das Überraschendste ist das Schönste und umso größer ist die Freude“, sagte die Wiesbadenerin, die nach 1:00,72 Minuten anschlug. Mensing lag knapp eine Sekunde hinter Weltmeisterin Gemma Spofforth (Großbritannien/59,80 Sekunden). Daniela Samulski aus Essen belegte in 1:01,11 Minuten Rang fünf. „Mit der Zeit bin ich sehr unzufrieden“, sagte die 26-Jährige. Samulski führte bei der Wende, doch dann ging ihr nach einer dreimonatigen Verletzungspause die Luft aus.

Hausding und Feck strahlten nach ihrem Silber-Coup als ob sie EM-Gold gewonnen hätten. „Ich bin einfach nur glücklich, dass es nach meinem Patzer noch Silber geworden ist“, bekannte Feck. Durch den Anlauffehler des 20-Jährigen im dritten Sprung gab das deutsche Duo die Führung aus der Hand, kämpfte sich aber bravourös zurück.

Während Feck seine erste internationale Medaille bejubelte, erfüllte Hausding mit Silber Nummer zwei nach dem Ein-Meter-Brett bereits sein Medaillenziel. Die ukrainischen Sieger patzten zwar beim letzten Sprung, doch die Punktrichter zeigten sich gnädig und gaben kaum Punktabzüge. „Ich denke, dass es nicht fair gewesen wäre, wenn sie Zweite geworden wären“, räumte Hausding ein.

Silke Lippok (Pforzheim), Franziska Jansen (Heidelberg), Nina Schiffer (Dortmund) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) fehlten nach 4 x 200 Metern in 7:58,13 fast drei Sekunden zu Bronze. Den Sieg sicherte sich in einem dramatischen Endspurt in 7:52,49 Ungarn, 2/10 Sekunden vor Titelverteidiger Frankreich. „Drei der vier Mädchen sind das erste Mal dabei. Wir sind in dem Zeitfenster, was wir uns erwartet haben“, sagte Bundestrainer Dirk Lange. „Der dritte Platz wäre das maximale gewesen, was wir hätten schaffen können“, sagte die 16-jährige Lippok. 2006 hatten die Deutschen, damals mit Olympiasiegerin Britta Steffen, an gleicher Stätte EM-Gold geholt.

Christin Steuer aus Riesa springt in Budapest zu Gold vom Turm. Quelle: dpa

Deutlich an einer Medaille vorbei schwamm Marco Koch (Darmstadt) über 200 Meter Brust. Beim Sieg von Ungarns Weltmeister Daniel Gyurta blieb dem Halbfinal-Zweiten in 2:12,14 Minuten nur Platz sieben. „Ich war sehr aufgeregt“, bekannte der 20-Jährige nach seinem ersten Finale.

Titelverteidiger Pawel Korzeniowski (Polen) siegte über 200 Meter Schmetterling, der Franzose Camille Lacourt holte nach den 100 Metern auch Gold über die 50 Meter Rücken und verpasste in 24,07 Sekunden seinen zweiten Europarekord nur um 3/100. Weltmeisterin Lotte Friis ist nun auch Europameisterin über 800 Meter Freistil. Die Dänin schlug nach 8:23,27 Minuten an. Über 200 Meter Lagen gab es einen frenetisch umjubelten Doppel-Erfolg der ungarischen Gastgeber: Katinka Hosszu setzte sich in 2:10,09 Minuten 1/100 Sekunde vor ihrer Teamkollegin Evelyn Verraszto durch.

Marc Zeilhofer und Sandra Degenhardt, dpa

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