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Sport Regional RB Leipzig spielt jetzt in gelben Hosen – „Hat nichts mit Lok oder Stadtfarben zu tun“
Sportbuzzer Sport Regional RB Leipzig spielt jetzt in gelben Hosen – „Hat nichts mit Lok oder Stadtfarben zu tun“
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18:58 12.11.2012
Von Matthias Roth
In gelben Hosen jubelt es sich genauso schön. Hier im Auswärtsspiel gegen Magdeburg. Quelle: GEPA Pictures
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Leipzig

Statt der gewohnten dunkelblauen Auswärtsbekleidung trugen Daniel Frahn und Kollegen erstmals gelbe Beinkleider.

Spekuliert wurde auf dem Gästerang viel. Eine Version: RB zeigt auswärts die Leipziger Stadtfarben. Eine andere Erklärung: Die Bullen ziehen sich jetzt an wie Lok nur andersrum. Die simple Antwort reichte RB am Montag nach. Es handelt sich bei den gelben Hosen um die einheitliche Bullen-Kollektion für alle Fußballteams des österreichischen Konzerns.

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Fotos vom Spiel in Magdeburg:

Leipzig. RB Leipzig befindet sich im Stimmungshoch. Nach dem 4:1-Sieg in Magdeburg machte sich ein Dauergrinsen auf den Spielergesichtern breit. Kapitän Daniel Frahn hat einen neuen Zusammenhalt in der Mannschaft ausgemacht. Damit das so bleibt, soll am Freitagabend die zweite Mannschaft von Energie Cottbus geschlagen werden.

Salzburg trete damit schon längst auf des Gegners Plätzen an. Auch die Mannschaften in Ghana, Brasilien und New York spielt in Gelb-Blau, hieß es aus der Leipziger RB-Geschäftsstelle am Neumarkt. Nur nach Leipzig hatte der Ausrüster aus Franken bisher die Hosen noch nicht geliefert. Erst kurz vor dem Spiel gegen die Magdeburger sei die Sendung eingetroffen und wurde in der Elbestadt prompt präsentiert.

Um Missverständnisse auszuräumen, teilten die Clubverantwortlichen mit, dass die Farben keine Reaktion auf die gelben Hemden und blauen Hosen des 1. FC Lok seien. Schließlich habe RB auch ganz andere Töne gewählt. „Sunshine-Gelb“ nennen es die Fachleute. Es finde sich auch im Logo der Bullen wieder. Die Übereinstimung mit den Leipziger Stadtfarben sei ein schöner Nebeneffekt, mehr aber auch nicht, erklärte der Verein weiter.

Gipfel gegen Zwickau bei Tageslicht

Die Augen gerieben haben sich nicht nur die Anhänger, sondern auch die Sportchefs bei Rasenballsport, allerdings beim Blick auf die aktuelle Tabelle. Nicht die hoch gehandelten Kontrahenten aus Jena, Magdeburg oder Halberstadt haben sich inzwischen zum Bullen-Jäger Nummer eins in der Tabelle in Stellung gebracht, sondern Aufsteiger FSV Zwickau. Mit einem Treffer in der Schlussminute besiegten die Westsachsen am Sonntag die zweite Mannschaft von Hertha BSC mit 2:1 und überholten damit des FC Carl Zeiss. Der Drittligaabsteiger kam zu Hause gegen Plauen nur zu einem 0:0.

Sieben Punkte beträgt der Rückstand der Zwickauer noch auf den Staffelfavoriten und in zwei Wochen spielen beide Mannschaften beim Gipfeltreffen in Zwickau gegeneinander. „Wir freuen uns auf das Duell“, sagte RB-Sprecher Sharif Shoukry. Magdeburg sei vor zwei Wochen auch noch an Leipzig dran gewesen und habe inzwischen elf Punkte Rückstand.

Den psychologischen Vorteil sieht Shoukry auf RB-Seite. Das ursprünglich für einen Freitagabend angesetzte Spiel wurde auf Sonnabend verlegt, weil RB am Mittwoch zuvor noch im Sachsenpokal spielen muss. „Mit Flutlicht in Zwickau haben wir schlechte Erfahrungen gemacht“, erinnerte sich der Sprecher. Zwei Pokalspiele entschied der FSV in den vergangenen Jahren gegen die Bullen zu Hause für sich. „Der Trainer ist jedenfalls erleichtert, dass wir bei Tageslicht antreten“, so Shoukry.

Matthias Roth