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Sport Regional Sturz der Seriensieger - 4. Skatstadt-Marathon setzt mit 2804 Startern neue Maßstäbe
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10:55 11.06.2012
Von Thomas Haegeler
Altenburg

Bei den Rennen kam es reihenweise zum Sturz der Seriensieger.

So stieß Steffen Burkhardt aus Gera Lokalmatador Steven Michel vom Marathon-Thron. Bei den Frauen setzte sich Außenseiterin Gabi Thiele aus Ilme-nau durch. Im Halbmarathon schlug der Leipziger Vincent Hoyer den zweifachen Gewinner Lars Rößler. Nur über die 21,1 Kilometer bei den Frauen setzte sich erneut Vorjahressiegerin Juliane Heinze durch.

Als Steffen Burkhardt um 11.51 Uhr auf den Altenburger Markt einbog, weinte nicht nur der Himmel. Auch das Auge des einen oder anderen Organisators wurde feucht. Und zwar vor Glück. Denn mit dem 31-Jährigen gewann ihr persönlicher Favorit und Lauf-Botschafter. "Das ist absolut irre", kommentierte Burkhardt seinen etwas überraschenden Sieg in 2:51:16 Stunden. "Ich hatte Glück, weil Steven ab Kilometer 30 heftige Probleme bekam und ich ihn überholen konnte."

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Schwierigkeiten hatte der Altenburger Top-Favorit Michel laut eigener Aussage schon zu Beginn der zweiten Runde. Nach der Hälfte lag er mit 1:20 Stunden aber noch auf Kurs Richtung Streckenrekord und hatte gut zwei Minuten Vorsprung auf Burkhardt. "Ich habe sehr gut angefangen", sagte Michel enttäuscht. "Aber dann bin ich in den Beinen immer fester geworden, weshalb ich teilweise nur noch gehen konnte." Bei Kilometer 32 ging es gar nicht mehr, und der Lokalmatador gab auf. "Vielleicht waren Kopf und Körper heute keine Einheit." Das sei sehr schade. "Aber ich gönne es Steffen und greife nächstes Jahr wieder an."

Ähnlich dramatisch lief das Marathon-Rennen der Frauen. Zunächst zog die favorisierte Leipzigerin Ute Pein einsam ihre Kreise. Doch nach 30 Kilometern musste sie ihrem Tempo Tribut zollen. Gabi Thiele gab Gas und zog vorbei. Die Folge: Unter dem Jubel Hunderter Zuschauer, die Moderator Stefan Bräuer unermüdlich anheizte, lief die Ilmenauerin nach 3:40:13 Stunden lächelnd als Erste über die Ziellinie. "Das ist unsere neue Königin des Marathons", rief Bräuer. "Damit kann es nächstes Jahr zum Gigantenduell zwischen ihr und unserer bisherigen Siegerin Silvia Schmied kommen."

Die Gewinnerin selbst war ziemlich überrascht. Auch dann noch, als ihr die verletzte Schmied gratulierte. "Mit dieser Zeit gewinnt man eigentlich keinen Marathon", meinte die 44-jährige Thiele, die ihrer Bestzeit von 3:38 Stunden auf der anspruchsvollen Strecke sehr nah kam. "Das schwerste Stück war das nach dem Wald, als es auf Asphalt ein ganzes Stück in der prallen Sonne lang ging." Das tolle Publikum habe sie aber entschädigt. "Danke dafür, ich komme wieder."

Während weitere eintrudelten, hatte es sich Peter Ullmann gemütlich gemacht - und zwar auf der Massage-Liege von Manuela Neumann im Ziel. "Das ist traumhaft", sagte der Halbmarathoni vom Team Kern, während er sich die Beine durchkneten ließ. "Deswegen bin ich extra schneller gelaufen." Er laufe seit dem 2. Skatstadt-Marathon wieder und habe inzwischen seine ganze Familie infiziert. Die Töchter Charlotte (4) und Franziska (14) starteten über 400 Meter und 3,6 Kilometer. Seine Frau Antje ist Betreuerin, und die Omas feuerten an - eine typische Konstellation beim Lauf-Ereignis.

Lange vor Ullmann war Vincent Hoyer eingelaufen und hatte auf der halben Distanz das geschafft, was Thiele und Burkhardt verpassten. Der 22-Jährige lief schon kurz nach Kilometer eins alleine vorneweg und sorgte mit 1:11:09 Stunden für einen neuen Streckenrekord im Halbmarathon. "Für die schön bergige Strecke ist die Zeit super", sagte der Leipziger, der die Altenburg-Premiere als Vorbereitung für die Rennsteig-Staffel nächste Woche nutzte. "Ich hatte schon ein bisschen Angst vor Lars, aber er ist immer weiter zurückgefallen."

Der Sieger der vergangenen beiden Jahre, Lars Rößler, musste sich mit Platz zwei begnügen. "Als ich Vincent sah, war das klar", meinte der gebürtige Skatstädter. "Denn seine Bestzeit liegt mit unter 1:08 Stunden drei Minuten unter meiner." Dass ihm die vier Kinder- und Schülerläufe am Morgen und damit acht Kilometer Mehrbelastung die Kraft raubten, verneinte der 27-Jährige. "Das war eine gute Erwärmung." Er freue sich aber für Hoyer und Halbmarathon-Siegerin Juliane Heinze, die er gut kenne.

Thomas Haegeler

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