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Sarah Scheurich: Strukturen befördern sexualisierte Gewalt

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06:50 19.11.2020
Will sich für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio qualifizieren: Sarah Scheurich. Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
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Stuttgart

Allerdings begünstigen die Strukturen im stark männerdominierten Boxen sexualisierte Gewalt ganz offensichtlich", sagte die Athletin vom BC Traktor Schwerin einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten".

Die jüngsten Vorwürfe sexueller Übergriffe durch Boxtrainer in Baden-Württemberg haben auch Sarah Scheurich betroffen gemacht. "Es spielt sich viel in alten Denkmustern ab, im Boxen sind Frauen immer noch das schwache Geschlecht, deshalb würde ich schon sagen, dass Chauvinismus und Sexismus im Boxen weiter verbreitet sind als im Rest der Gesellschaft", betonte die 27-Jährige. "In vielen Trainingshallen ist es unmöglich, sich als emanzipierte Frau wohlzufühlen."

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Scheurich, die sich für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio qualifizieren möchte, forderte von den Boxverbänden: "Wir brauchen klare Regeln, die dafür sorgen, dass Täter auch mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen haben. Die Strafen müssen abschreckend sein." Die EM-Zweite von 2014 war vor zwei Jahren eine der Initiatorinnen der Kampagne "Coach don’t touch me!" ("Fass mich nicht an, Trainer!"), die sich gegen sexualisierte Gewalt im Boxen richtete.

© dpa-infocom, dpa:201118-99-381771/2

dpa