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Sportmix Nowitzki bringt Basketballern zum WM-Auftakt kein Glück
Sportbuzzer Sportmix Nowitzki bringt Basketballern zum WM-Auftakt kein Glück
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17:52 01.09.2019
Henrik Rödl (l) unterhält sich nach dem Spiel mit Nowitzki. Quelle: Swen Pförtner
Shenzhen

Dirk Nowitzki klopfte Bundestrainer Henrik Rödl aufmunternd auf die Schulter, NBA-Star Dennis Schröder stapfte schwer frustriert zum Teambus.

Vor den Augen von NBA-Legende Nowitzki konnten die deutschen Basketballer zum Start der WM in China eine starke Aufholjagd gegen Frankreich nicht krönen und stehen direkt mächtig unter Druck. Das Rödl-Team verlor in Shenzhen gegen den Titel-Mitfavoriten mit 74:78 (20:36).

"Er sagte auch: "Respekt, dass wir so zurückgekommen sind nach so einem Anfang, das muss man erstmal hinkriegen"", berichtete der Coach von seinem kurzen Plausch mit Nowitzki, der als WM-Botschafter den bärenstarken Franzosen Evan Fournier als Spieler des Spiels ehrte.

Nach nur vier Punkten im ersten Viertel und zwischenzeitlich 24 Zählern Rückstand kämpfte sich die deutsche Auswahl im Schlussabschnitt noch einmal heran, verpasste aber den Überraschungscoup. "Sie haben sehr gut verteidigt in der ersten Halbzeit, wir waren ein bisschen geschockt", gestand Anführer Schröder, der zunächst abgemeldet war und am Ende noch auf 23 Punkte kam. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns rangekämpft, haben gut verteidigt, gut nach vorne gespielt. Darauf müssen wir aufbauen."

Um sicher die Zwischenrunde zu erreichen, braucht das deutsche Team nun allerdings dringend zwei Siege gegen die Dominikanische Republik und Jordanien, das das Duell der beiden Außenseiter zuvor mit 76:80 verlor. Der deutsche Top-Scorer Johannes Voigtmann (25 Punkte) betonte: "Wir haben nicht aufgegeben. Aber es wäre auch der falsche Zeitpunkt und der falsche Ort, um aufzugeben." Auch seine geschichtsträchtige Leistung konnte ihn nicht trösten: Nur Nowitzki (30 Zähler) erzielte bei seinem WM-Debüt für die deutsche Auswahl mehr Punkte. Bei den französischen Defensivkünstlern um NBA-Starcenter Rudy Gobert kam Fournier auf 26 Zähler.

"Auf geht’s, Jungs!!! Ich wünsche euch ein tolles Turnier!!", hatte Nowitzki die deutsche Mannschaft via Twitter vor der Partie angefeuert. Doch alle Unterstützung des 41 Jahre alten WM-Botschafters half nichts, tief im Sitz vor der Ehrenloge vergraben erlebte die NBA-Ikone die Niederlage.

Das deutsche Team erwischte einen Auftakt zum Vergessen. Eingeschüchtert durch die physisch starke Verteidigung der Franzosen verfehlten die Würfe von Schröder & Co. teils deutlich ihr Ziel. Der 2,16-Meter-Hüne Gobert räumte Paul Zipser per Block ab, die Franzosen spielten offensiv ebenfalls nicht überragend, zogen aber stetig davon.

Beim Stand von 0:7 nahm Rödl die erste Auszeit - zunächst ohne Effekt. Erst der zuletzt angeschlagene Aufbauspieler Maodo Lo beendete die quälende Serie ohne Korberfolg nach siebeneinhalb Minuten per Distanzwurf zum 3:14. Nowitzki reckte die rechte Hand mit drei abgespreizten Fingern in die Luft und klatschte erleichtert. Vier eigene Punkte und ein getroffener Feldwurf bei 17 Versuchen lautete die Schreckensbilanz des ersten Viertels.

Doch langsam fing sich die deutsche Auswahl scheinbar. Im geordneten Angriff fehlte die Kreativität, mit Ballgewinnen erarbeite sich der Außenseiter aber einfache Körbe. Center Voigtmann von Euroleague-Champion ZSKA Moskau führte das Team. Schröder traf per Dreier seinen ersten Feldwurf - plötzlich war jedoch wieder jeglicher Schwung dahin. Die Franzosen punkteten sicher aus der Distanz, dominierten den Rebound, blockten immer wieder zu zaghafte deutsche Versuche und erzielten die letzten zwölf Punkte der ersten Hälfte.

Erst beim fast aussichtslosen Stand von 28:52 fand das deutsche Team seinen offensiven Rhythmus - und legte einen 18:2-Lauf hin. Auch Schröder kämpfte sich mit starkem Einsatz ins Spiel zurück - nach einem harten Foul von Frankreichs Nando de Colo ging der 25-Jährige zu Boden, biss sich aber durch. Bis auf zwei Punkte kam das deutsche Team noch einmal heran - dann beendete Fournier mit seinen getroffenen Freiwürfen aber alle deutschen Träume.

dpa

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