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Formel 1 Letztes Monza-Heimspiel mit Ferrari: Vettel fehlen die Fans
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Letztes Monza-Heimspiel mit Ferrari: Vettel fehlen die Fans

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17:38 03.09.2020
Vermisst die Fans bei den Rennen: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Quelle: Mark Sutton/Pool Motorsport Images/AP/dpa
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Monza

Vor einer Woche in Spa belegten Vettel und sein Scuderia-Stallrivale Charles Leclerc nur die Ränge 13 und 14. Erwartung sei ein "großes Wort", vor allem in Monza, meinte der Heppenheimer weiter. "Uns wird die Unterstützung der Fans fehlen, wir werden aber unser Bestes geben."

In Corona-Zeiten werden erstmals in dieser Formel-1-Saison einige Zuschauer auf den Tribünen sitzen. 250 Ärzte und Krankenschwestern sollen Ferrari zufolge am Sonntag am Streckenrand dabei sein.

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Vettel muss Ende dieser Saison nach dann sechs Jahren bei Ferrari gehen. "Wir hatten großartige Momente, wir hatte nicht so tolle Momente", sagte der Hesse, der sich trotz dieses enttäuschenden Jahres weiter voll auf seine Arbeit konzentriert. An der täglichen Arbeit ändere sich nichts, beteuerte er. "Wir versuchen, das Beste aus dem Paket zu holen und das verschafft uns dann Befriedigung." Am Ende dieses Jahres werde er in der Gewissheit aus seinem Wagen steigen, "dass ich alles gegeben habe." Ob Vettel in der Formel 1 bleibt, ist weiter ungeklärt.

Vettel fordert von der Formel 1 indes mehr Bewusstsein für Ökologie und Fortschritt. "Als ein globaler Sport sollten wir verantwortungsvoller sein", mahnte der Ferrari-Pilot. Als Beispiel nannte der 33-Jährige den ökologischen Fußabdruck der weltweiten Rennserie und verwies auf die Menge an Plastikflaschen, die an einem Wochenende verbraucht werde. "Die Formel 1 ist der Gipfel in der Entwicklung von Autos, da hört es aber nicht auf", warnte Vettel.

Der Heppenheimer hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass die Formel 1 seiner Meinung nach vor schwierigen Herausforderungen steht. "Die Welt verändert sich sehr schnell und die Formel 1 muss mehr tun, als sich nur anzupassen", hatte Vettel geurteilt. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton beschäftigt das Thema ebenfalls. "Wir sollten den Müll reduzieren", befand der sechsmalige Weltmeister. Die Formel 1 sollte zudem elektrischer werden, "so wie die ganze Industrie".

Die Formel 1 hatte Ende vergangenen Jahres ein ehrgeiziges Umweltprogramm angekündigt. Bis 2030 will die Königsklasse des Motorsports CO2-neutral, bis 2025 sollen alle Veranstaltungen nachhaltig sein. So soll beispielsweise Plastik zum einmaligen Gebrauch verbannt werden. Ab der Saison 2022 greift in der Formel 1 zudem ein neues Reglement.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-420617/3

dpa