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10:37 29.07.2019
Der Kolumbianer Egan Bernal (3.v.l.) ist Gesamtsieger der 106. Tour de France. Quelle: David Stockman/BELGA
Paris

Dazu schreibt die internationale Presse:

KOLUMBIEN: "El Universal": "Es ist keine Fiktion und auch kein Traum. Egan Bernal, ein bescheidener Kolumbianer von nur 22 Jahren hat wahr gemacht, was für unser Land unmöglich schien: Er hat endlich die begehrte Tour de France gewonnen, das wichtigste Etappenrennen weltweit, eine 106 Jahre alte Herausforderung, die für wahre Athleten des Radsports gemacht ist. Der auch "Wunderkind" genannte Bernal überwand harte Prüfungen durch Hitze, Kälte, Regen - die Tour ist eben nur etwas für Überflieger. Deshalb ist ganz Kolumbien bewegt; unser Herz ist von Patriotismus ergriffen, und nicht wenige Kolumbianer sind in Tränen ausgebrochen."

"El Heraldo": "Riesig. Kühn. Brillant. Entschieden. Zielstrebig. Bescheiden. Talentiert. Sensibel. Transparent. Guter Sohn. Guter Bruder. Guter Verlobter. Guter Enkel. Guter Kolumbianer. Diszipliniert. Träumer. Gutmütig. Gut, in Großbuchstaben. All das und noch viel mehr ist der große Egan Bernal, der mit seinem unerschütterlichen Geist wie ein Titan in die Pedale trat und Kolumbien einen historischen Triumph beschert hat."

"El País": "Der Traum des bescheidenen Radsportlers aus Zipaquirá ist endlich wahr geworden. Und nicht nur, weil er gerade die Tour de France gewonnen hat, sondern auch, weil sein Name für immer in der Geschichte des Sports in Kolumbien und der Welt glänzen wird (...). Bernal hat den Namen Kolumbiens im Radsport ganz nach oben gebracht, und dank seiner großen Heldentat richten sich nun alle Augen auf dieses Land des Kaffees."

GROSSBRITANNIEN:

"The Guardian": "Vor einem Jahr, als Egan Bernal bei der Tour de France mit Chris Froome und Geraint Thomas Schritt halten konnte und viele große Namen in den Bergen hinter sich ließ, wurde der (damals) 21 Jahre alte Kolumbianer sofort als zukünftiger Tour-Gewinner gesehen. Eine merkwürdige Reihe glücklicher Ereignisse hat ihn nun als den ersten Tour-de-France-Sieger seines Landes über Nacht zum Star gemacht sowie zum wahrscheinlichen Anführer des weltweit erfolgreichsten Radsportteams - Ineos - für die kommenden Jahre."

FRANKREICH: "Le Parisien": "Der kolumbianische Wahnsinn hat die Champs-Elysées erreicht. Der Sprintsieg des Australiers Caleb Ewan (...) hat für einen kurzen Augenblick die frenetischen Gesänge der Anhänger von Egan Bernal in den Schatten gestellt. Aber vom Gipfel des Val Thorens zur schönsten Allee der Welt hat die Trance eines gelb gekleideten Volkes, das erstmals einen der ihren auf der Tour krönte, alle zusammengeschweißt."

"Libération": "Da der Sport - leider - ein wenig lokalpatriotisch macht, wären wir froh gewesen, wenn ein Franzose die Tour de France gewonnen hätte, aber am Ende spielt es keine Rolle: Das Wesentliche ist, dass das Vergnügen am Rennen da ist, und in diesem Jahr war es ungeheuer gut. Sie müssen kein Radprofi sein, um es zu teilen, (...) der Wettbewerb war ein dauerhaftes Ereignis. Die Tour de France, im vergangenen Jahr von der Fußballweltmeisterschaft und dem Sieg Frankreichs in den Schatten gestellt, war in diesem Jahr der Superlativ."

ITALIEN: "La Repubblica": "Der Sonnenuntergang in Paris bringt eine neue Morgenröte für den Radsport. Kolumbien und mit ihm Südamerika sind erstmals dabei: Es ist die 14. auf der Weltkarte der Tour de France eingezeichnete Nation. Für den Zeichner Egan Bernal ist es so ein Tag, an dem es unvermeidlich ist, das Band zurückzuspulen."

SCHWEIZ: "Blick": "Großer Tag für die besten Veloprofis der Welt: Sie erreichen am späten Sonntagabend in Paris nach dreiwöchigem Kampf über 3480 Kilometer das Ziel! Und ein noch größerer Tag für Kolumbien. Denn die diesjährige Tour de France bringt einen historischen Sieger hervor: Egan Bernal gewinnt als erster Südamerikaner die Rundfahrt, Kolumbien reiht sich dank ihm als 14. Land unter die Siegernationen."

ÖSTERREICH: "Kleine Zeitung": "Eddy Merckx ist hellauf begeistert, Bernard Hinault prophezeit eine neue Ära: Für die Größten des Radsports ist schon jetzt klar, dass sich dieser kleine Kletterer Egan Bernal irgendwann zu ihrem elitären Kreis bei der Tour de France gesellen oder die Fünf-Sterne-Champions sogar noch überholen wird."

dpa

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