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Reiten Reiterin Ingrid Klimke wiederholt Coup
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17:00 01.09.2019
Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke auf Hale Bob überquert in der Springprüfung ein Hindernis. Quelle: Friso Gentsch
Luhmühlen

Nach vollbrachter Arbeit zeigte Ingrid Klimke immer wieder auf ihr Pferd Hale Bob. Die Vielseitigkeitsreiterin wusste, wem sie ihren zweiten Europameisterschafts-Titel zu verdanken hatte.

Wie schon vor zwei Jahren im polnischen Strzegom war die 51-Jährige aus Münster mit ihrem 15 Jahre alten Wallach auch beim Heim-Championat in Luhmühlen nicht zu stoppen und setzte sich gegen ihren Teamkollegen Michael Jung mit Chipmunk durch.

"Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich bin einfach glücklich und froh, dass Hale Bob so super gut sprang. Ich bin dankbar, dass ich ihn habe", sagte sie nach ihrem zweiten Gold-Coup in zwei Jahren.

Vor einem Jahr hatte sie bei der WM in Tryon in den USA durch einen Abwurf am letzten Hindernis im Springen noch den Titel vergeben und am Ende Bronze gewonnen. Diesmal klappt aber alles. Mit einer Nullrunde im abschließenden Springen des Heim-Championats fing sie Jung noch ab.

Der dreimalige Olympiasieger hatte nach der Dressur am Freitag und dem Geländeritt am Samstag noch in Führung gelegen. Doch ein Abwurf mit seinem neuen Pferd Chipmunk machte am Sonntag die Hoffnungen auf den vierten Einzel-Titel bei einer EM zunichte. Schon 2017 hatte Klimke dem 37-Jährigen aus Horb den Sieg weggeschnappt. Bronze gewann in Luhmühlen der Ire Cathal Daniels mit Rioghan Rua.

Jung durfte sich damit trösten, dass er gemeinsam mit Klimke, Andreas Dibowski aus Döhle auf Corrida und Kai Rüder von der Insel Fehmarn auf Colani Sunrise den Mannschafts-Titel gewann. Das Quartett lag klar vor dem Titelverteidiger und Weltmeister Großbritannien und den Schweden. "Ich habe vorher geträumt, dass wir Erster und Zweite sind und die Mannschafts-Wertung gewinnen", sagte Bundestrainer Hans Melzer. "Ich wusste, dass es schwer sein wird. Dass es am Ende so souverän war wie jetzt, hätte ich nicht gedacht."

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio stehen die deutschen Vielseitigkeitsreiter sehr gut da. In Ingrid Klimke mit Hale Bob und in Michael Jung mit Chipmunk hat das Team zwei Weltklasse-Paare. Jung reitet den elf Jahre alten Wallach erst seit Beginn des Jahres und feierte in Luhmühlen seine Championats-Premiere. "Wir haben schnell einen Draht zueinander gefunden. Er ist ein fantastisches Pferd", schwärmte Jung. Zuvor war der auch international begehrte Chipmunk von Jungs Teamkollegin Julia Krajewski geritten und ausgebildet worden. "Wir sind froh, dass wir das Weltklasse-Pferd im Land halten konnten", sagte Verbands-Sportchef Dennis Peiler.

dpa

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