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Tampa Bay Lightning gewinnen Stanley Cup gegen Dallas

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11:05 29.09.2020
Tampa-Verteidiger Victor Hedman hält die Conn Smythe Trophy und wurde als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet. Quelle: Jason Franson/The Canadian Press/AP/dpa
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Edmonton

Kapitän Steven Stamkos übergab den Stanley Cup für die Meisterschaft der Tampa Bay Lightning in der NHL ganz schnell an Victor Hedman.

Der Verteidiger blieb beim entscheidenden 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) gegen die Dallas Stars zwar ohne Tor, erzielte in den Playoffs aber überragende zehn Treffer - mehr als jeder andere NHL-Abwehrspieler seit 1994. Dafür bekam der Schwede nicht nur raschen Zugriff auf den begehrtesten Pokal im Eishockey, sondern wurde auch als wertvollster Spieler der Finalserie mit einer persönlichen Trophäe ausgezeichnet.

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"Es braucht einiges, um 80 Tage oder wie lange auch immer in einer Blase zu sein", sagte Hedman. "Aber das war es jetzt alles wert. Wir kommen mit dem Pokal nach Hause."

Schon bevor ihm NHL-Boss Gary Bettman am Montagabend (Ortszeit) die Conn-Smythe-Trophy ausgehändigt hatte, sprach Hedman im TV-Sender NBC über seine Gefühle nach dem zweiten Stanley-Cup-Sieg in der Geschichte der Tampa Bay Lightning. "Das bedeutet die Welt, diesen Pokal nach Hause zu bringen. Den Pokal zu gewinnen, das braucht ein paar Wochen, vielleicht Monate, bis ich das realisiert habe."

Kapitän Stamkos hatte nach seiner langen Verletzungspause nur in Spiel drei für ein paar Minuten auf dem Eis gestanden, dabei aber sofort ein Tor beigesteuert. Dass er am Montag nicht spielen würde, hatte Trainer Jon Cooper schon vor der Partie klar gemacht. Auch für Stamkos war sein erster Stanley-Cup-Triumph ein außergewöhnlicher Triumph. "Ich bin einfach nur sprachlos", stammelte der Ausnahmestürmer nach dem entscheidenden Sieg.

Seit 2008 spielt der inzwischen 30-Jährige in Florida, trotz teils bester Chancen reichte es bislang nicht für den Stanley Cup. Tampa-Coach Cooper hatte das Lightning-Team um Stamkos schon vor fünf Jahren ins NHL-Finale geführt. Damals gab es die Niederlage gegen die Chicago Blackhawks. "Das wird eine Wunde hinterlassen, gar keine Frage", sagte der charismatische Cooper seinerzeit.

Schon im vergangenen Jahr schien es soweit zu sein. Tampa mit den Superstars Stamkos und Nikita Kutscherow war das mit Abstand beste Team der NHL-Hauptrunde, Top-Favorit auf den Titel - und nach einer Playoff-Runde sang- und klanglos ausgeschieden. Umso größer war die Genugtuung nun nach dem klaren und verdienten Sieg gegen Dallas. "Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben erlebt. Dieses Team ist absolut aufregend", sagte Stamkos.

Zum bislang einzigen Mal in der Team-Historie hatte Tampa 2004 den Cup geholt. Auf tosenden Jubel der Fans mussten sie dieses Mal verzichten. Wegen der Corona-Pandemie wurden die NHL-Playoffs komplett in Kanada ohne Zuschauer ausgetragen, das Feuerwerk in Edmonton sahen nur Spieler, Trainer und Betreuer der Mannschaften sowie ein paar Journalisten und Helfer.

Als erste der großen US-Ligen hat die NHL ihre von der Corona-Pandemie unterbrochene Saison mit einem Meister beendet. Wann die neue Spielzeit beginnt, ist offen. Erwartet wird ein Beginn erst im Januar 2021.

Deutsche Profis waren in der Final-Serie nicht dabei. Zuletzt hatte Nationaltorwart Philipp Grubauer vor zwei Jahren mit den Washington Capitals den Stanley Cup gewonnen, in den beiden Jahren zuvor war Tom Kühnhackl mit den Pittsburgh Penguins erfolgreich gewesen.

© dpa-infocom, dpa:200929-99-748997/5

dpa