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Tennis Doppel Krawietz/Mies mit Videostudium vor ATP Finals
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15:45 09.11.2019
Haben sich für das Saisonabschluss-Turnier der besten acht Teams des Jahres qualifiziert: Kevin Krawietz (l) und Andreas Mies. Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa
London

Dass sie verwechselt werden, kommt zum Glück nicht mehr so oft vor. Beim Masters-Turnier in Shanghai allerdings wurde zuletzt unter dem Bild von Andreas Mies der Name Kevin Krawietz eingeblendet und umgekehrt.

"Mich nervt das mehr als ihn, aber es ist schon okay", erzählte Mies schmunzelnd, als er tief im Inneren der Londoner O2-Arena mit seinem Doppelpartner in einem Stuhlkreis Platz nahm und auf das "absolute Highlight" vorausschaute, das ab Montag auf das deutsche Tennis-Sensations-Duo wartet.

Als erstes deutsches Doppel seit 1937 hatten der nun 27 Jahre alte Coburger Krawietz und der 29 Jahre alte Kölner Mies Anfang Juni völlig überraschend die French Open gewonnen und sich schlagartig ins Rampenlicht katapultiert. Es folgten zwar auch Rückschläge, zu großer Erwartungsdruck, Erstrunden-Niederlagen - aber dann wieder Halbfinals bei den US Open und in Paris-Bercy oder der Titel in Antwerpen.

Und so hat sich das fränkisch-rheinische Duett als erste deutsche Paarung überhaupt für den Saisonabschluss der besten acht Teams des Jahres qualifiziert. Der letzte deutsche Doppelspieler bei den ATP Finals war Philipp Petzschner, der 2011 und 2010 mit dem Österreicher Jürgen Melzer beim Stelldichein der Tennis-Elite aufschlug. "Das hört sich schon gut an, wenn man hier ist", sagte Krawietz und berichtete von dem Moment, als er erstmals die Umkleiden betrat und ein Foto der Beiden an der Wand hing. "Das erlebt man sonst ja nicht", sagte er.

Überhaupt gehe es doch deutlich entspannter zu als bei den vier Grand-Slam-Turnieren. "Da ist am Anfang die Hölle los, hier ist es von Anfang an wie an einem Final-Wochenende", sagte Krawietz. Vom Spielerrestaurant im ersten Stock könne er bei einem Kaffee Alexander Zverev, Roger Federer & Co. beim Training zuschauen. "Das ist schon unglaublich", sagte Mies. Unglaublich, märchenhaft, sensationell sind Begriffe, die immer wieder fallen, wenn beide über 2019 sprechen.

Ihr (Sportler)leben hat sich grundlegend verändert. 15 Wochen lang konnten sie zuletzt einen eigenen Trainer mitnehmen auf der Tour, auch ein eigener Physiotherapeut begleitet sie nun immer häufiger. Ausgaben, die sie sich sonst als Doppelspieler kaum leisten könnten.

"Das war eine komplett neue Situation für uns", sagte Mies über die Zeit nach dem French-Open-Triumph. Nun sind sie in London an Nummer drei gesetzt und bekommen es am Montag (13.00 Uhr/Sky) mit dem niederländisch-rumänischen Doppel Jean-Julien Rojer und Horia Tecau zu tun. Weitere Gruppengegner sind die Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah und die Franzosen Pierre-Hugues Herbert/Nicolas Mahut. "Wir haben alle Grand-Slam-Sieger in unserer Gruppe, da kann jeder jeden schlagen, so lapidar sich das anhört", sagte Mies.

Seit Mitte der Woche trainieren sie in der imposanten Arena im Osten der britischen Hauptstadt, versuchen sich an die Lichtverhältnisse und die Dimension der Halle zu gewöhnen. "Wir wissen natürlich, was für eine unglaubliche Stimmung hier herrscht. Aber vorbereitet sind wir darauf nicht. Wir haben uns vorher ein paar Videos angeschaut", sagte Krawietz über die für ein Doppel ungewohnte Aussicht, in einer Halle vor 17.800 Zuschauern spielen zu dürfen. "Wir werden versuchen, die Stimmung aufzusaugen und positiv umzuwandeln." Und so wie sie im Frühjahr den Eiffelturm abreißen wollten, wird ihnen auch sicher in London ein Wahrzeichen einfallen, an dem sie rütteln würden.

dpa

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