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Tennis Kerber freut sich auf New York - Zverev trifft auf Murray
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Kerber freut sich auf New York - Zverev trifft auf Murray

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12:21 23.08.2020
Wird beim Masters-Turnier in New York auf Andy Murray treffen: Alexander Zverev. Quelle: Scott Barbour/AAP/dpa
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New York

New York war für Angelique Kerber schon immer eine ganz besondere Stadt. 2011 gelang ihr in der US-Metropole mit dem Halbfinal-Einzug der internationale Durchbruch

2016 gewann sie bei den US Open den Titel und krönte sich als erste Deutsche seit Steffi Graf zur Nummer eins der Tennis-Welt. Und 2020? Gibt die deutsche Nummer eins in Flushing Meadows ihr Comeback nach der langen Pause wegen der Coronavirus-Pandemie.

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Zusammen mit ihrem neuen alten Trainer Toben Beltz und ihrem Physiotherapeuten stieg Kerber in den Flieger in Richtung USA - mit einer Mischung aus Vorfreude, Unbehagen und Ungewissheit. Lange hatte sich die 32-Jährige Zeit gelassen mit ihrer Entscheidung. Das seit Samstag ebenfalls im Billie Jean King National Tennis Center des amerikanischen Verbandes stattfindende Masters-Turnier ließ sie anders als Alexander Zverev, Novak Djokovic oder Serena Williams noch aus. Doch letztendlich gab sich Kerber doch einen Ruck und kehrt damit erstmals seit ihrem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open im Januar auf die Tour zurück.

"Nach sorgfältiger Überlegung und intensiven Gesprächen mit meinem Team habe ich mich dazu entschlossen, bei den US Open an den Start zu gehen", sagte Kerber in einem Interview bei Porsche Newsroom. Sie habe sich die Entscheidung wegen der Coronavirus-Pandemie nicht leicht gemacht, habe aber volles Vertrauen in die Veranstalter. "Ich bin sicher, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind und alle Anstrengungen unternehmen werden, um die Durchführung des Turniers unter strikten Hygieneauflagen zu gewährleisten", sagte Kerber.

Wie der Großteil der Spielerinnen und Spieler wird Kerber in einem der offiziellen Hotels wohnen. Anders als zum Beispiel Superstar Djokovic hat sich die Kielerin kein Haus mit eigenem Sicherheitspersonal angemietet. Und die Bedingungen in dem rund eine Stunde von der Anlage entfernten Hotel sind nicht so schlecht, wie befürchtet, berichtete Davis-Cup-Profi Jan-Lennard Struff nach seinem Erstrunden-Sieg beim Masters-Event gegen den Australier Alex de Minaur. "Die Veranstalter haben einen super Job gemacht. Ich hatte es deutlich schlimmer erwartet", sagte der 30 Jahre alte Warsteiner. "Wir haben da einen kleinen Gartenbereich, wo wir rauskönnen. Das ist sehr schön", schilderte Struff.

Die meiste Zeit verbringe er aber auf der Anlage oder im Bus dorthin. Das wird auch für Kerber gelten. Die auf Platz 23 der Welt abgerutschte Linkshänderin trainierte zuletzt bereits auf Hartplatz, was schon als Fingerzeig für eine Teilnahme gewertet worden war. In welcher Verfassung sie nach der langen Pause ist, kann sie aber selbst schwer sagen, zumal sie anders als Zverev oder Struff in der langen Corona-Pause keine Showkämpfe bestritten hatte.

"Ich habe deshalb auch keine allzu großen Erwartungen, sondern freue mich auf die Herausforderung, endlich wieder Matches spielen zu können", sagte Kerber. Viel zu verlieren hat sie bei den am 31. August beginnenden US Open nicht. Im vergangenen Jahr war sie bereits in der ersten Runde an der Französin Kristina Mladenovic gescheitert.

Zverev stand 2019, als noch alles normal und die Anlage im New Yorker Stadtteil Queens täglich picke-packe-voll war, dagegen immerhin im Achtelfinale und will in diesem Jahr noch weiter kommen. Beim aus Cincinnati nach New York verlegten Masters-Event trifft die deutsche Nummer eins nach einem Freilos zum Auftakt in der zweiten Runde aber erst einmal auf den Briten Andy Murray. Die frühere Nummer eins der Tennis-Welt rang den Amerikaner Frances Tiafoe nieder: Murray feierte seinen ersten Sieg seit November 2019.

© dpa-infocom, dpa:200823-99-273879/2

dpa