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Tom Brady erlebt mit den Buccaneers seine ärgste NFL-Pleite

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08:47 09.11.2020
Tom Brady von den Tampa Bay Buccaneers reagiert, als er das Spielfeld verlässt, nachdem er eine «Interception» geworfen hatte. Quelle: Mark Lomoglio/AP/dpa
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Buffalo

Das schöne Leben im Rentnerparadies Florida ist für Tom Brady unerwartet ungemütlich geworden. Im wichtigen Duell um die Vorherrschaft in der NFC South kassierten der Quarterback und seine Tampa Bay Buccaneers gegen die New Orleans Saints eine bitterböse Klatsche.

Bis weit ins vierte Viertel hinein blieben sie komplett ohne eigene Punkte. 3:38 hieß es im heimischen Raymond James Stadium am Ende - deutlicher hat Brady nach fast 300 Spielen in der National Football League (NFL) in seiner Karriere noch nie verloren. Der Super Bowl, der an gleicher Stelle im Februar ausgespielt wird, wirkte nach dem enttäuschenden Auftritt so weit entfernt für den sechsmaligen Champion Brady wie noch nie zuvor.

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"Ich muss sicherlich viel besser spielen", sagte Brady. "Wir haben nicht gespielt, wie wir spielen können. Jeder muss besser werden, das beginnt bei mir." Sein Trainer Bruce Arians war richtig angefressen und beantwortete die Fragen auf der Pressekonferenz kurz angebunden. "Wir sind alle sauer. Aber das ist jetzt zu spät", grummelte Arians. "Wir haben ihnen dieses Spiel quasi übergeben."

Ben Roethlisberger mit seinen Pittsburg Steelers - nach dem 24:19 gegen die Dallas Cowboys weiterhin das einzige noch ungeschlagene Team der Liga -, Aaron Rodgers mit den Green Bay Packers, auch Drew Brees mit seinen Saints: Die Altmeister unter den Quarterbacks haben mit ihren Teams in dieser Saison trotz der formstarken jungen Generation um Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs), Russell Wilson (Seattle Seahawks) und Josh Allen (Buffalo Bills) eine realistische Chance auf den Super Bowl.

Auch Brady und die Buccaneers wurden in den US-Medien in den vergangenen Wochen gelobt und gehandelt: Der Sieg im Duell mit Rodgers' Packers, insgesamt drei überzeugende Erfolge in Serie, dazu eine überaus talentierte Offensive, die den zuletzt gesperrten Antonio Brown als weiteren Receiver dazu bekam - die Mannschaft aus dem Sunshine-State mauserte sich von der Verlierertruppe der vergangenen Spielzeiten zu einem echten Kandidaten. Mit dieser positiven Presse dürfte es nun vorbei sein.

Bis zum Duell mit den Carolina Panthers am 15. November muss Anführer Brady die miserablen Statistiken nun verarbeiten und abhaken. Nie zuvor in seiner Karriere ging er mit mehr als 30 Punkten Rückstand in die Halbzeit. Drei Interceptions in einem Spiel gab es in den vorausgehenden 146 Begegnungen nicht - in der Kombination mit auch noch keinem einzigen Touchdown-Pass erlebte er so etwas zuletzt vor 14 Jahren.

© dpa-infocom, dpa:201109-99-264203/3

dpa