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Studentenleben Wie leben und überleben Studenten auf der Leipziger Eisenbahnstraße?
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Campus Online
00:40 06.04.2017
Quelle: Susanne Große
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Leipzig

Eisenbahnstraße? Bloß nicht!“ Wer als junger Student nach Leipzig zieht, kriegt das bei der Wohnungssuche häufig zu hören. Hartnäckig hält sich der Ruf als „schlimmste Straße Deutschlands“, den das Magazin „taff“ (Pro Sieben) mit einer mehrteiligen Reportage 2013 kreierte. Ob das Image nun medial aufgebauscht wird oder nicht, darüber lässt sich streiten. Doch Drogen, Kriminalität und Gewaltverbrechen auf der Eisenbahnstraße sind Realität. Das führen einem nicht zuletzt die regelmäßig stattfindenden Razzien vor Augen. Zuletzt waren im Januar dieses Jahres 600 Polizisten im Einsatz, um auf der Eisenbahnstraße nach Waffen und Anzeichen von Steuerhinterziehung zu suchen.

Dennoch ziehen immer mehr Studenten in an die Eisenbahnstraße grenzende Viertel. Das belegen Zahlen aus der aktuellen kommunalen Bürgerumfrage, die das Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig jährlich durchführt. 2015 studierten neun Prozent der Einwohner in Zentrum-Ost, in Volkmarsdorf 17 Prozent und in Neustadt-Neuschönefeld gar 24 Prozent. Zum Vergleich: Im selben Jahr waren in den als „Studentenvierteln“ bekannten Stadtteilen Südvorstadt, Reudnitz und Connewitz 15,18 und neun Prozent der Bewohner Studenten.

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Doch natürlich verraten Zahlen nichts darüber, wie sicher sich die studentischen Bewohner auf der Eisenbahnstraße fühlen. Hat man ein mulmiges Gefühl, wenn man im Dunkeln nach Hause kommt? Oder ist es wie überall sonst auch? LVZ Campus hat nachgefragt.

Text & Video: Susanne Große