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Coronavirus in Sachsen – das Dossier Neue Expertengruppe soll Sachsen durch Corona- und andere Krisen helfen
Thema Specials Coronavirus in Sachsen – das Dossier

Neue Expertengruppe soll Sachsen durch Corona- und andere Krisen helfen

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23:36 14.09.2020
Drei aus dem Expertenrat: Christoph Lübbert, Gesine Grande, Heribert Prantl. Quelle: Andre Kempner, Kirsten Nijhof, Alessandra Schellnegger
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Dresden

Die sächsische Landesregierung hat eine Expertenrunde gegründet, die unter anderem dabei helfen soll, die Corona-Krise zu meistern. Der Wissenschaftliche Beirat für sozialen Zusammenhalt wurde am zum ersten Mal einberufen, teilt das Sozialministerium mit. Aktuell gehören acht Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Gruppe an. Gemeinsam wollen sie Strategien entwickeln, die der Regierung bei der Entscheidungsfindung helfen soll.

Anlass ist die Corona-Krise

Offiziell setzen sich die Experten mit verschiedenen Krisen auseinander. Doch in der Ankündigung ist zuerst von der Corona-Krise die Rede, die die vermutlich aktuell die größte Herausforderung in Sachsen und der ganzen Welt darstellt. Dass die Epidemie Anlass und wichtigster Diskussionsgegenstand sein wird, zeigt auch die Zusammensetzung der Gruppe: Neben dem Infektionsmediziner des Leipziger Uniklinikums, Professor Christoph Lübbert, und dem ehemaligen Dresdner Medizinprofessor Gerhard Ehninger ist mit Ulf Middelberg von der Leipziger Versorgungsgesellschaft eine Experte für Infrastruktur und mit Professorin Gesinde Grande von der HTWK Leipzig eine Psychologin mit in der Runde.

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Dennoch soll die Arbeit des Beirats nach der Überwindung der Corona-Krise nicht enden. So wird in der Mitteilung auch die Flüchtlingskrise von 2015 noch einmal erwähnt, ebenso wie die Wohlstandsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. „Die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes ist ein entscheidendes Thema für eine gute Zukunft des Freistaates“, erklärt Sozialministerin Petra Köpping (SPD) das übergeordnete Ziel der Expertenrunde.

Experten aus Leipzig und Dresden

Auch die übrigen Ratgeber stammen aus den beiden größten Städten Sachsens: Anja Besand wirkt als Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden. Daniela Demko hat an der Universität Leipzig einen Lehrstuhl für Strafrecht inne. Hans Vorländer ist an der TU Dresden Professor für politische Theorie und Ideengeschichte, Direktor für Verfassungs- und Demokratieforschung und des Mercator Forums Migration und Demokratie. Außerdem gehört Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung zur Expertenrunde.

Der Beirat soll unterschiedliche, fachliche Meinungen zu Themen wie Gesundheitsschutz, Wirtschaft oder Kommunikation versammeln. Dabei arbeitet das Gremium komplett unabhängig vom Ministerium. Die Experten sollen komplexe gesellschaftliche Probleme analysieren und die Landesregierung zur Umsetzung einzelner Vorhaben beraten.

Von tsa