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Coronavirus Erster Kreis in Sachsen bei Inzidenz von knapp 3000
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Corona in Leipzig und Sachsen - die Lage am 8. Dezember 2021

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11:04 08.12.2021
Etwa 600 Corona-Patienten befinden sich in Sachsen auf der Intensivstation.
Etwa 600 Corona-Patienten befinden sich in Sachsen auf der Intensivstation. Quelle: Marijan Murat/dpa
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Leipzig

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 1125 an, nachdem sie am Dienstag bei 1082,1 gelegen hatte. Sachsen hat damit bundesweit die höchste Inzidenz vor den Nachbarländern Thüringen (1028) und Sachsen-Anhalt (890). Bundesweit lag die Inzidenz am Mittwoch laut RKI bei 427.

Über 12.000 Neuinfektionen

Von Dienstag auf Mittwoch meldeten die Gesundheitsämter aus Sachsen dem RKI 12.580 Neuinfektionen. Zudem wurden 73 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Die Zahlen könnten allerdings auch höher oder niedriger liegen, etwa weil am Wochenende einige neue Fälle verzögert gemeldet werden.

Der Landkreis Meißen weist mit einem Wert von 2897,6 die bundesweit höchste Inzidenz auf, dahinter liegt der Kreis Mittelsachsen (1684,7). Beide Kreise überschreiten damit aktuell die Schwelle von 1500, ab der künftig laut Plänen der Landesregierung die Gastronomie komplett schließen soll. Unter der Hotspot-Schwelle von 1000 bleiben die Städte Leipzig (655,1),Dresden (894,8) und Chemnitz (900,2) sowie die Landkreise Leipzig (958,6), Zwickau (861,4), Görlitz (771,9) und Nordsachsen (888,9).

Allerdings gibt es weiterhin starke Zweifel an den Zahlen, weil offensichtlich nicht alle Daten aus dem Freistaat an das RKI übermittelt werden konnten. Der Grund sei bisher unbekannt, teilte das Sozialministerium in Dresden auf Anfrage mit. Bei der Übertragung habe es keine Fehlermeldung gegeben. Die Daten seien am Dienstagfrüh noch einmal per Mail an das RKI geschickt worden. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt klargestellt, dass wegen Überlastung der Ämter womöglich nicht alle Infektionszahlen pünktlich gemeldet werden können.

Das Landratsamt Zwickau räumte am Dienstag auf Anfrage ein, dass es einen „Erfassungsrückstand“ im Gesundheitsamt gebe. Auch in der Behörde falle Personal aus, wegen Infektionen und Quarantäneanordnungen.

600 Intensivbetten belegt

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 558.183 Covid-19-Fälle und 11.315 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Am Mittwoch kamen 12.580 Neuinfektionen dazu.

Aufgrund der vielen Corona-Fälle in Sachsens Kliniken hat der Freistaat die Überlastungsstufe ausgerufen. Unter anderem gelten für Ungeimpfte strenge Kontaktbeschränkungen. Zudem befindet sich Sachsen seit gut zwei Wochen in einem Teil-Lockdown. Freizeit- und Kultureinrichtungen müssen geschlossen bleiben, es gilt eine Sperrstunde in der Gastronomie.

Laut Sozialministerium sind (Stand Dienstag) derzeit 2184 (Montag: 2111) Betten auf Normalstation und 593 Betten (Montag: 601) auf Intensivstation belegt. Die Belegungszahlen sind damit wieder angestiegen. Sachsen hatte bereits Intensivpatienten in andere Bundesländer verlegt.

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Von LVZ

07.12.2021
07.12.2021