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Coronavirus in Sachsen Krankenhausgesellschaft fordert Schutzschirm für Krankenhäuser
Thema Specials Coronavirus Coronavirus in Sachsen Krankenhausgesellschaft fordert Schutzschirm für Krankenhäuser
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20:12 18.03.2020
Zu den 78 Krankenhäusern des KGS gehört auch das Uniklinikum in Leipzig (Archivbild). Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) fordert einen wirtschaftlichen Schutzschirm für die Krankenhäuser. Dies beträfe unter anderem die Absicherung der Ausfälle durch die Verschiebung von geplanten Behandlungen, die Mehrkosten durch Beschaffung sowie Um- und Ausbau der Kapazitäten und die Aktivierung von zusätzlichem Personal, erklärte KGS-Geschäftsführer Stephan Helm am Mittwoch in Leipzig. Ein solcher Schutzschirm müsse „auf der Bundesebene realisiert werden, um auf gesetzgeberischem Wege unbürokratisch Liquidität und Geschäftsbetrieb der Krankenhäuser zu sichern.“

Alle verfügbaren Kapazitäten für Isolierung, Intensivbehandlung und Beatmung würden derzeit aktiviert und täglich weiter ausgebaut, berichtete Helm weiter. „Wir stehen vor bisher nicht gekannten Herausforderungen und benötigen dazu für unsere Krankenhäuser flexible und verlässliche Handlungsspielräume.“ In der aktuellen Pandemiesituation zeige sich die zentrale Rolle der Krankenhäuser in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

Die KGS vertritt nach eigenen Angaben derzeit 78 Krankenhäuser mit etwa 25 500 Krankenhausbetten. Diese beschäftigten mehr als 50 000 Mitarbeiter und hätten ein Umsatzvolumen von etwa 4 Milliarden Euro, hieß es.

dpa/sn