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Coronavirus Blutspendedienste schlagen Alarm: Wegen Corona gibt es weniger Spenden
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14:36 17.03.2020
Hinweise zur Blutspende zu Zeiten der Corona-Pandemie werden von den Blutspendediensten bei den Terminen gegeben. Quelle: dpa
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Landkreis Leipzig

Die Blutspendedienste in der Leipziger Region schlagen Alarm. Wegen der allgemeingültigen Verhaltensregelungen in der Corona-Pandemie – so wenig soziale Kontakte wie möglich – verzichten immer mehr Spender auf den Aderlass.

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost informiert, dass die Blutspende in Sachsen (bislang) vom Versammlungsverbot ausgenommen ist. Es bestehe zudem eine große Dringlichkeit Blut zu spenden.

Versorgung derzeit auf dem niedrigsten Niveau

Nach Einschätzung von Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK- Blutspendedienstes Nord-Ost, ist die Versorgungslage äußerst angespannt: „Die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten ist derzeit noch auf niedrigstem Niveau gesichert, aufgrund der Infektions-Dynamik rund um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die aktuelle regional unterschiedliche Einschränkung des gesamten öffentlichen Lebens kann sich dies jedoch in kurzer Zeit grundlegend ändern. Sollten in den kommenden Tagen nicht genügend Blutspenden eingehen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert.“

Frühzeitige Spenden gerade zu Epidemiezeiten wichtig

Die Blutspendedienste müssen die Patientenversorgung auch in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus absichern. Tonn: „Es ist wichtig, dass gerade jetzt in einer Frühphase der Epidemie verstärkt gespendet wird, um einen Vorrat anlegen zu können, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können.“

Spendewillige sind gebeten, sich kurzfristig im Internet oder über die kostenfreie Hotline (Telefon 0800 11 94911) zu informieren, ob der in Frage kommende Termin tatsächlich stattfinden kann oder ob es Alternativen gibt.

Sicherheit für Spender und Mitarbeiter gewährleistet

Dabei soll die Sicherheit für Spendende und Mitarbeiter sowie ehrenamtliche Helfer gewährleistet sein. „Wichtig ist dabei zu wissen, dass aktuell für Blutspender kein gesteigertes Risiko besteht, sich auf Spendeterminen mit SARS-CoV-2 anzustecken. Es sind aufgrund der aktuellen Entwicklung weitergehende Maßnahmen ergriffen worden, die eine größtmögliche Sicherheit für Blutspender, sowie für Mitarbeiter auf den Spendeterminen gewährleisten: Hierzu zählt unter anderem eine Temperaturmessung bereits am Eingang, die Aufforderung zur Handdesinfektion und die Reiseanamnese und Rückstellung von Spendern, die aus Risikogebieten zurückkehren oder Kontakt zu infizierten Menschen hatten. Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen werden generell nicht zur Blutspende zugelassen.“

Patientenversorgung massiv beeinträchtigt

Torsten Tonn erklärt auch: „Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft, gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Virus über eine Blutspende übertragen werden kann.“

Alle 7 Sekunden braucht ein Patient in Deutschland eine Bluttransfusion. Präparate aus Spenderblut können vielfach Leben retten. Doch neben sinkenden Spenderzahlen beeinträchtigt das Wegbrechen von Spendelokalen derzeit massiv die Patientenversorgung. Viele Einrichtungen schließen und stehen nicht mehr für die Durchführung von Blutspendeterminen zur Verfügung.

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