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Coronavirus Hunderte Leipziger demonstrieren gegen sexuelle Gewalt
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21:02 16.05.2020
Kundgebung des Arbeitskreises Gender und Corona am 16. Mai in Leipzig. Quelle: Felix Busjaeger
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Leipzig

Unter dem Motto „Das Private bleibt politisch – Für ein Ende der Gewalt!“ haben mehrere Hundert Teilnehmer in Leipzig demonstriert, um auf sexuelle Gewalt in Zeiten von Corona aufmerksam zu machen. Wie das Ordnungsamt am Freitag mitteilte, hatte der Arbeitskreis Gender und Corona zur Kundgebung aufgerufen.

Die Laufroute verlief vom Parkplatz am Ende der Richard-Lehmann-Straße, über die Karl-Liebknecht-Straße bis zum Alexis-Schumann-Platz. Auf der Karli kam es anschließend zu einer größeren Abschlusskundgebung, bei der mehrere Sprecherinnen sexualisierte und häusliche Gewalt thematisierten. Insbesondere in Zeiten der Isolation sei die Gefahr von Übergriffen besonders präsent und das Zuhause nicht für jeden Menschen ein Ort der Sicherheit. Laut Polizei wuchs der Aufzug bis zu einer Zwischenkundgebung auf bis zu 500 Personen an. Zum Ende sollen es deutlich weniger Teilnehmer gegeben haben.

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Laut Website der Veranstalter war die tödliche Attacke auf eine junge Frau im Leipziger Auwald ein Auslöser für die Demonstration. Sie riefen dazu auf, in der Grünanlage ein Zeichen zu setzen und gemeinsam Blumen niederzulegen. Die Leipziger Polizei sperrte die Straßen rund um die Abschlusskundgebung weiträumig ab. Gegen 19.15 Uhr wurde die Veranstaltung friedlich beendet.

Von fbu

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