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Wir halten zusammen Corona-Krise: Benefiz-Bier fürs UT Connewitz
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07:31 08.05.2020
Zusammen für das UT-Connewitz: Frank Wiegand (links) vom Gasthaus Bayerischer Bahnhof und Lösch-Depot-Chef Mario Theisinger mit dem Benefiz-Bier. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ein Hausbier für das UT-Connewitz sollte es werden. Eines, das Gästen während Konzert- oder Kinobesuchen in Leipzigs ältestem Lichtspieltheater ab Mai über den Tresen gereicht wird. Doch nun ist alles anders. Weil Corona den Spielbetrieb unmöglich macht, versiegt auch der Ausschank in der Kulturstätte. Auf das Pils, das in der Brauerei im Bayerischen Bahnhof gebraut wird, muss dennoch niemand verzichten. Erworben werden kann das Craftbier in den Filialen des Lösch Depots sowie donnerstags und samstags zwischen 17 und 18.30 Uhr am Eingang vom UT. Auch im Webshop und über den Abholservice des Bayerischen Bahnhofs kann das Bier bezogen werden. Und wer es kauft, tut gleich noch etwas Gutes. Zwei Euro pro Kasten gelangen auf direktem Weg in die Vereinskasse. Geld, das gerade gebraucht wird.

Baumaßnahme im Sommer / Jeder Euro zählt

Seit Mitte März liegt der Spielbetrieb brach. 25 Veranstaltungen richtet das UT Connewitz in normalen Zeiten monatlich aus. Nun mussten auch die letzten beiden Konzerte vor der Sommerpause im Juli/August abgesagt werden. Die fest angestellten Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Das Geld fehlt, die Kosten laufen weiter. „Glücklicherweise gehört das denkmalgeschützte Gebäude uns als Verein“, sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Noack etwas beruhigt. Dennoch steht der große Bühnenumbau im Sommer bevor. Um die bewilligten Fördergelder der Stadt abrufen zu können, brauche es Eigenkapital. Da hilft der Erlös des Benefiz-Bieres natürlich.

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Benefiz-Bier geht in den Handel

Auch wenn die Brauerei und das UT selbst kleinere Mengen des Bieres absetzen, braucht es einen starken Vertriebspartner. Den fand man im Lösch Depot. Als Getränkefachhandel wurde das Lösch Depot von Anbeginn des Shutdowns als systemrelevant eingestuft – die Filialen konnten für die Kunden geöffnet bleiben. „Wir hatten das Glück, arbeiten zu dürfen. Viele haben es schwerer – die Kulturszene und ihre Künstler sind zum Nichtstun verurteilt“, erzählt Lösch-Depot-Geschäftsführer Mario Theisinger. Als Brauerei und UT ihn ansprachen, ob er das Bier unter die Leute bringen könne, stand fest, „wir helfen“. Und die Resonanz sei gut. Wurde das Bier zuerst in den Märkten in Connewitz, Schleußig und in Stadtnähe ins Sortiment aufgenommen, soll nun auch die Filiale in Engelsdorf folgen.

Frank Wiegand, Vize-Geschäftsführer im Bayerischen Bahnhof zeigt sich erleichtert. „Wir konnten die Produktion nicht mehr zurückhalten, hatten die ersten 50 Hektoliter Bier in der Flasche.“ Statt es wegzuschütten, konnte man über den Umweg durch den Handel nun etwas Gutes tun. „Uns ist es wichtig, dass die Leute vom UT Connewitz jede erdenkliche Unterstützung bekommen. Sie sitzen wie wir in einem denkmalgeschützten Objekt. Und wir wissen, wie viel Energie es braucht, das zu erhalten.“

Pils ist regionales Produkt

Deshalb habe man großen Wert auf Regionalität gelegt. Bei dem Pils handelt es sich um ein „unfiltriertes Bier, naturbelassen, mit einer Stammwürze von 11,8 Prozent und 5 Prozent Alkohol“, fasst Wiegand zusammen. Es werde mit Gerstenmalz, Hopfen und Hefe hergestellt. „Der Hopfen kommt aus der Region – aus dem Anbaugebiet Elbe-Saale. Verwendet wird auch das Leipziger Stadtwasser. „Es hat einen guten mineralischen Anteil und ist bestens geeignet zum Bierbrauen.“

Sobald der Spielbetrieb im UT Connewitz wieder starten kann, werde das Hausbier offiziell eingeführt, berichtet Thomas Noack. „Mit einem besonderen Filmabend.“ Unter anderem sollen Lehrfilme aus DDR-Zeiten über das Thema Brauen vorgeführt werden.

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Von Uta Zangemeister

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