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Wir halten zusammen Diese Kultureinrichtungen in der Region Döbeln haben geöffnet
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13:00 02.06.2020
Auch Heiner Stephan, der Vorsitzende des Förderverein Kloster Buch e.V., darf endlich wieder Gäste willkommen heißen.
Auch Heiner Stephan, der Vorsitzende des Förderverein Kloster Buch e.V., darf endlich wieder Gäste willkommen heißen. Quelle: Andreas Neustadt
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Döbeln und Region

Die Tore der Burg Mildenstein und der Burg Kriebstein sind wieder offen. Auch wenn sich der Besucherandrang in den ersten Tagen noch in Grenzen hielt, ist Susanne Tiesler froh, dass auf den beiden Burgen nach fast zwei Monaten endlich wieder Treiben herrscht. „Das war eine lange Zeit, in die unter anderem auch unser Saison-Start und die Osterferien fielen. In dieser Zeit kommen erfahrungsgemäß viele zu uns“, sagt die Leiterin der beiden Burgen.

Der Besuch der beiden Burgen funktioniert natürlich derzeit nicht ohne die bekannten Corona-Einschränkungen. „Mundschutz ist Pflicht, genauso wie die Einhaltung des Mindestabstands“, stellt Susanne Tiesler klar. Außerdem stehen für die Besucher Einmal-Handschuhe zur Verfügung, um in den Ausstellungen verschiedene Schubkästen oder Touch-Elemente auf digitalen Anzeigen nutzen zu können. Die Resonanz auf die Einschränkungen sei durchweg positiv. Die Besucher halten sich daran. Auf ausgeschilderten Rundgängen wird zudem darauf geachtet, dass sich die Besucher weitestgehend aus dem Weg gehen können.

Ebenfalls geöffnet ist das Leisniger Stiefelmuseum mit dem größten Stulpenstiefel der Welt. Hier war der Besucherstrom in den ersten Tagen nach dem Re-Start noch verhalten. „Einige Besucher waren in den vergangenen Tagen schon da“, erklärt Bärbel Kidalla: „Dass das Museum wieder geöffnet hat, muss sich erst noch herumsprechen.“

Auch das Stadtmuseum Döbeln und die Kleine Galerie sind seit einigen Tagen wieder geöffnet. Neben der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung kann hier die Ausstellung „Stilles Leben – Hexenritt“ mit Malerei, Grafik und Plastik des Dresdner Künstlers Klaus Drechsler besichtigt werden. Der Turm ist ebenfalls wieder geöffnet. Dabei besteht weiterhin eine Zutrittsbeschränkung. Es dürfen sich zeitgleich maximal jeweils 6 Personen im Rathausturm und in der Kleinen Galerie aufhalten und es das Tragen einer Maske ist Pflicht.

Auch das Heimatmuseum in der KulturSchule in Schrebitz ist seit zwei Wochen wieder geöffnet. An den letzten Wochenenden konnte Birgit Müller mit ihrem Team vom Schrebitzer Heimatverein endlich wieder einige Besucher begrüßen – unter anderem mit einem kleinen Flohmarkt, deren Einnahmen zur Abdeckung der Betriebskosten genutzt werden konnten. Die Hygienemaßnahmen wie Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel wurden von den Besuchern gut angenommen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir endlich wieder aufmachen dürfen. Langsam läuft es wieder an. Allerdings ist unter den Vereinsmitgliedern noch jede Menge Unsicherheit und auch etwas Resignation zu spüren“, erklärt die Vereinsvorsitzende Birgit Müller, die dennoch optimistisch in die Zukunft schaut: „Wir hoffen alle, dass die Besucher bald wieder so zahlreich kommen wie vor der Coronakrise.“ Wer das Heimatmuseum an den Pfingstfeiertagen besuchen möchte, sollte sich vorher anmelden (Tel.: 034362 33810).

Ebenfalls seit zwei Wochen wieder täglich geöffnet ist auch das Kloster Buch – natürlich ebenfalls unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen, Hygienevorschriften und Abstandsregeln. Die Klosteranlage bietet sich vor allem an Wochenenden und Feiertagen für einen Familienausflug an. Noch bis zum 21. Juni ist zum Beispiel im Kapitelhaus jeweils von Montag bis Sonntag die Ausstellung „Unsere schöne Heimat“ mit Arbeiten der Malgruppe 725 zu sehen.

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Bis auf Weiteres geschlossen ist noch das Stadt- und Museumshaus in Waldheim. Hier wurde in den letzten Tagen noch an einem Plan für eine mögliche Wiedereröffnung getüftelt. Auch die berühmte Hanomag-Dampfmaschine in Roßwein ist derzeit nicht Betrieb. „Führungen sind derzeit zwar möglich aber wegen der Einschränkungen sehr problematisch für alle Beteiligten“, erklärt der Vorsitzende des Dampfmaschinenvereins Roßwein, Dieter Kranz.

von Andreas Neustadt