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Wir halten zusammen „Local Lions“: Kuchenspende mit Doppeleffekt zum Erhalt der Leipziger Café-Szene
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16:00 19.04.2020
Ehre, wem Ehre gebührt: Das Team der Radiologie vom Robert-Koch-Klinikum Grünau (Klinikum St. Georg) freute sich sehr über die Kuchenspende.
Ehre, wem Ehre gebührt: Das Team der Radiologie vom Robert-Koch-Klinikum Grünau (Klinikum St. Georg) freute sich sehr über die Kuchenspende. Quelle: Benjamin Diedering
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Leipzig

Gutes tun mit einer Kuchenspende? Das geht. Die Leipziger Initiative „Be a local lion“ (Sei ein Leipziger Löwe) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geldspenden einen doppelten Effekt zu geben: Wer hier Geld für einen guten Zweck in die Hand nimmt, finanziert damit einen ganzen, halben oder Viertelkuchen. Dieser wird in lokalen Cafés in Auftrag gegeben und unter Alltagshelfern in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Supermärkten oder anderen systemrelevanten Einrichtungen der Stadt verteilt. Der Ansatz soll einerseits der von Coronakrise und Eindämmung gebeutelten Café-Szene Leipzigs etwas unter die Arme greifen und andererseits den vielen Helfern mehr als nur symbolisch ein Dankeschön übermitteln.

„Gemütliche Plätze erhalten, Mut belohnen“

„In der lokalen Café-Szene einer Stadt finde ich immer sehr schnell Anschluss – meine Art von Zuhause und Ankommen in der jeweiligen Stadt. Es ist wichtig, diese gemütlichen Plätze zu erhalten und den Mut in die Selbstständigkeit vieler Café-Besitzer zu belohnen“, sagt Initiatorin Carolin Dietrich. Zu den teilnehmenden Cafés gehören neben vielen anderen das Café K&K im Zentrum-West, die Analog Café & Bar in Neustadt oder die Dankbar in der Jahnallee.

Die ehemalige Hürdensprinterin und siebenfache Deutsche Meisterin holte sich für ihre ursprüngliche Idee die Leipziger Volkszeitung sowie die Omnigroup als Partner an Bord. Letztere betreut die Organisation und Verteilung, aber auch die Homepage der Aktion. Ehrenamtlich, versteht sich, sagt Pascal Schuster, offiziell Chief Digital Officer.

Gutes tun mit einer Kuchenspende? Möglich macht das die Initiative „Be a local lion“, über welche Spender ihr Geld zu Kuchenaufträgen an lokale Cafés umwandeln können. Das leckere Gebäck landet letztendlich in systemrelevanten Einrichtungen und bei Alltagshelfern in der Krise.

Anfangs schickten die „Local Lions“ ihre Kuchen noch unangekündigt durch die Stadt. Was zu so manch kurioser Situation für Helfer und Kuchen-Chauffeure führte. „Einige hatten ja vorher keine Ahnung, dass wir kommen“, erzählt Schuster. „Manche haben tatsächlich den Kuchen abgelehnt – wohl aus menschlichem Argwohn.“ Jetzt kümmerten sich zwei Praktikanten um die Listen und darum, dass die Einrichtungen vorher auch informiert werden. Und das mit großem Erfolg: Rund 600 Kuchen-Geschenke konnten in den ersten zweieinhalb Wochen an den Mann/die Frau gebracht werden.

Neue Spender und neue Einrichtungen gesucht

Wer ein neues Unternehmen, das systemrelevante Arbeit in Zeiten von Corona leistet, auch mit Kuchen versorgt sehen möchte, könne dieses auch auf über die Homepage der Aktion melden, sagt Pascal Schuster. Natürlich werde dann erst recherchiert, um welche Art von Arbeit es sich dort handele und wie groß die Einrichtung ist. „Zwei Kuchen für die Uniklinik wären etwas zu wenig“, so Schuster.

Weitere Informationen zur Kuchenspende, den teilnehmenden Cafés oder mit Kuchen bedachten Einrichtungen gibt es unter local-lions.de

Sie wollen einen Beitrag zur LVZ-Aktion „Wir halten zusammen“ leisten? Kontaktieren Sie uns: telefonisch unter 0341 2181 1321 oder via E-Mail unter zusammen@lvz.de. Mehr Informationen gibt es unter www.lvz.de/zusammen

Von Thomas Bothe