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Wir halten zusammen Nach der Corona-Zwangspause: Wie geht es den Restaurants in Döbeln?
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09:31 19.05.2020
Im Außenbereich des Waldgasthofs Margarethenmühle in Döbeln dürfen Gäste wieder Platz nehmen. Quelle: Waldgasthof Margarethenmühle
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Döbeln

Das Team des Hotels „Döbelner Hof“ in der Döbelner Innenstadt hatte vor der Wiedereröffnung alle Hände voll zu tun, um die „unzähligen kleinen und großen Vorschriften zu erfüllen“, erklärt Hotelleiterin Petra Kempe: „Wir müssen vor allem im Restaurant an unheimlich viele Dinge denken. Unter anderem dürfen keine Stofftischdecken und -servietten mehr auf den Tischen liegen. Auch Besteck und Gläser gibt es nur noch auf Gästewunsch, ebenso wie Salz- und Pfeffer-Streuer. Auf den Tischen darf also nichts mehr vorgedeckt sein. Außerdem gibt es im Hotel kein Frühstücksbuffet sondern nur noch individuelles Frühstück.“ Und das seien nur einige der Vorschriften, zu denen auch gehört, dass die Gäste von den Mitarbeitern - natürlich mit Mund- und Nasenschutz - platziert werden müssen.

Außerdem gibt es vor allem in den Hotelzimmern einen deutlich erhöhten Reinigungsaufwand. Auch der Barbetrieb ruht derzeit. Petra Kempe hofft, dass sich der große Aufwand in den kommenden Wochen und Monaten auch lohnt. „Ich hoffe sehr, dass sich die Leute trauen, wieder raus zu gehen und Lust haben, wieder essen zu gehen - und dass die Firmen auch ihre Außendienstmitarbeiter wieder raus lassen. Dann haben wir auch mehr Gäste.“ Aktuell sei die Anzahl der Reservierungen eher gering. Bis die Gäste-Zahl wieder gewohnte Höhen erreicht, „wird wohl noch einige Zeit vergehen.“

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Die Hotelleiterin ist stolz, dass das 14-köpfige Team während der vergangenen Woche zusammengeblieben ist. „Alle Mitarbeiter sind froh, dass sie wieder arbeiten dürfen. Sie haben in der Pause alle super mitgezogen und toll zusammengehalten.“ Ein Gutes hatte die Corona-Zwangspause dann aber doch. Die ohnehin geplanten Renovierungsarbeiten in den Treppenhäusern konnte schneller als ursprünglich geplant durchgeführt werden. Jetzt erstrahlen die Wände in einem neuen Glanz.

Auch im Waldgasthof „Zur Margarethenmühle“ in Döbeln freut man sich, endlich wieder Gäste empfangen zu dürfen. „Wir sind gut vorbereitet. Durch unsere einzelnen Räume und Außenbereiche sind die unterschiedlichen Maßnahmen ganz gut umsetzbar“, erklärt Florian Firley, der den Gasthof gut für den Re-Start gerüstet sieht: „Wir haben die letzten Wochen gut für die Vorbereitungen genutzt und unter anderem Desinfektionsmittel bestellt. Nun sind wir sehr gespannt, wie die Leute unser Angebot nutzen und ob sie sich trauen, wieder unter Menschen zu gehen.“ Für das Wochenende seien bereits vor einigen Tagen einige Reservierungen eingegangen.

Familienfeiern und große Zusammenkünfte, von denen der traditionsreiche Gasthof eigentlich hauptsächlich lebt, sind aber nach wie vor nicht möglich. Damit werden die Umsätze auch weiterhin deutlich hinter den vergangenen Jahren zurückbleiben. Auch das anstehende Pfingstwochenende, das dem Gasthof sonst immer ein volles Haus bescherte, wird in diesem Jahr zwangsläufig deutlich ruhiger ausfallen. „Wir überlegen, ob wir im Gästegarten noch einige Sachen ‚to go‘ für Wanderer und Radfahrer anbieten. Aber wir müssen erstmal schauen, wie es wieder anläuft und wie sich die Lage insgesamt entwickelt“, erklärt Florian Firley.

Trotz der Zwangspause war in den letzten Monaten auch in dem Döbelner Waldgasthof einiges zu tun. So wurde ab dem 22. April ein Abholservice eingerichtet. Der lief vor allem an den Wochenenden und am Muttertag „richtig gut“, wie Florian Firley erzählt. Und das Feedback auf dieses Angebot, das auch weiterhin genutzt werden kann, sei durchgängig positiv gewesen. Die großen Umsatzeinbrüche konnten damit allerdings natürlich nicht aufgefangen werden. Doch trotz der Einbußen ist das 12-köpfige Team komplett zusammengeblieben.

Außerdem wurden die vergangenen Wochen für verschiedene Renovierungsarbeiten auf dem Gelände genutzt. „Wir haben zum Beispiel gemalert, den Spielplatz wieder schön gemacht und unser Tiergehege erweitert. Das waren alles Dinge, die in den letzten Jahren liegen geblieben sind, weil einfach keine Zeit war“, so Florian Firley.

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von Andreas Neustadt

14.05.2020
12.05.2020
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