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Ein Licht im Advent Danke! LVZ-Spendenaktion bringt fast 120.000 Euro ein
Thema Specials Ein Licht im Advent Danke! LVZ-Spendenaktion bringt fast 120.000 Euro ein
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13:26 27.12.2018
Die LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ sagt: Danke! Quelle: Patrick Moye
Leipzig

Welch eine großartige Bescherung pünktlich zum Weihnachtsfest: „Ein Licht im Advent“, die Hilfsaktion der Leipziger Volkszeitung, verzeichnet in diesem Jahr einen Spendenrekord!

Fast 120.000 Euro gingen von Lesern auf dem LVZ-Spendenkonto ein. Die Sparkasse Leipzig unterstützte die Aktion und managte das Spendenaufkommen und die Registrierung der Einzahler.

Insgesamt zahlten rund 2500 Spender in den letzten vier Wochen kleine und größere Beträge ein. Damit können nun sieben Projekte in Leipzig sowie im LVZ-Verbreitungsgebiet in Altenburg, Borna, Delitzsch, Döbeln, Grimma und Oschatz unterstützt werden.

„Das ist ein riesiger Erfolg! Wir sind überwältigt von der enormen Hilfsbereitschaft unserer Leser und sagen allen Spendern: Herzlichen Dank dafür“, so LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer.

Leipzig: Wohnungshilfe kann erweitert werden

In Leipzig ist das Thema Wohnungsnot eine immer drängendere Sorge. Menschen geraten hier teils unverschuldet in Notlagen, wo am Ende der Absturz in die Obdachlosigkeit droht.

Der Caritasverband kümmert sich um die Betroffenen und hat gemeinsam mit der LWB Wohnraum als Nothilfe geschaffen.

Allerdings waren die Unterkünfte dringend renovierungsbedürftig. Der LVZ-Aufruf zum Spenden erfuhr eine überwältigende Resonanz: Rund 55.000 Euro haben die Leipziger in den vergangenen Wochen für die Wohnungsnotfallhilfe gespendet.

Tobias Strieder, der Geschäftsführer der Caritas in Leipzig, war bei der Übergabe der Rekordspende sichtlich ergriffen: „Wir sind den LVZ-Lesern so dankbar!“

Denn nun kann tatsächlich für die Bewohner der Unterkunft in der Selliner Straße in Grünau das „Licht im Advent“ zu Heiligabend scheinen: Mit dem Geld wurden bereits Wohnungen renoviert.

Mit der Rekordsumme ist jetzt aber sogar noch viel mehr möglich: Der Caritasverband kündigte an, zwei weitere Wohnungen im Stadtteil Grünau anzumieten, um weiteren Menschen zu helfen.

Neben den vielen großzügigen Geldspenden, boten zahlreiche Leser auch Sachspenden an. Die Bewohner der Wohnungsnothilfe freuen sich über Tapeten, Vorhänge, eine Couch und Betten.

Delitzsch: Mike Oehlert schöpft neuen Mut

In Wiedemar bei Delitzsch kann Mike Oehlert strahlen: Die LVZ-Leser spendeten hier über 20.000 Euro, damit sein Haus behindertengerecht umgebaut werden kann.

Vor allem kann nun das dringend benötigte Dach neu gedeckt werden – von der Rekordsumme kann das nötige Material angeschafft werden.

Den Familienvater hatten Anfang des Jahres zwei Schlaganfälle gesundheitlich aus der Bahn geworfen, den Hausumbau kann er nicht mehr alleine stemmen.

Nun aber schöpft Mike Oehlert auch dank der großen Hilfsbereitschaft neuen Mut – sobald wie möglich soll die Familie im eigenen Heim ein neues Zuhaus finden.

Es ist noch viel zu tun an dem Häuschen in der Gemeinde Wiedemar, das für Familie Oehlert und besonders für Mike Oehlert behindertengerecht ausgebaut werden soll. Quelle: Heike Liesaus

Oschatz: Kunstkurse für Kinder dank Spenden gesichert

In Oschatz freut sich die Aktion „Kunst für Kinder“ über die Unterstützung – fast 2000 Euro kamen hier an Spenden der OAZ-Leser zusammen.

In den Kunstkursen werden oft Kindern aus sozial schwierigen Verhältnissen oder mit Handicap in Kreativkursen neue Horizonte eröffnet.

„Die Kunstwerke spiegeln oft die Emotionen der Kinder wieder“, sagt die Künstlerin Jana Heistermann. „Wir sind froh darüber, durch die Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ nun die Möglichkeit zu haben, mit Kindern zu arbeiten, die bereits negative Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben.“

Die Kunst gebe ihnen die Möglichkeit, mit ihren Erlebnissen besser umgehen zu können.

„Wir danken allen Spendern“, sagt Künstlerin Jana Heistermann und freut sich darauf, „Kunst für Kinder“ in den Schulferien in Börln anbieten zu können.

Borna: Neue Boxmatte für den Nachwuchs

In Borna freut sich Hans-Peter Hofmann, Präsident des SC Borna über das Ergebnis der Spendenaktion.

Über 2200 Euro der LVZ-Leser machen es möglich, dass es für die Kinder und Jugendlichen bald bessere Trainingsbedingungen gibt.

Für das gesammelte Geld wird eine neue Matte sowie ein neues Ringseil gekauft. Hofmann ist sehr dankbar für die Hilfe: „Es ist einfach schön, dass man an uns denkt.“

Der Verein leistet mit seiner Nachwuchsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Integration von Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund. Das Boxtraining hilft dabei, jugendliche Aggressionen abzubauen und im Sportwettkampf Regeln und Fairplay einzuhalten.

Daher hat der SC Borna auch weiterhin Unterstützung nötig und freut sich über jede Zuwendung.

Grimma: Enorme Hilfe für die Nepal-Klinik

In Grimma kann es Lungenfacharzt Arne Drews, Vorsitzender des Vereins Nepalmed, noch gar nicht richtig glauben: Im Rahmen der LVZ-Aktion haben die Leser über 23.000 Euro gespendet.

„Vielen, vielen Dank, vor allem im Namen der Patienten des Berghospitals Amppipal.“ Denn die müssten auf über 1000 Metern Höhe nun nicht mehr im Freien Schlange stehen und frieren.

Die Klinik hatte beim verheerenden Erdbeben 2015 massive Schäden erlitten. Nun ist dank der Spenden der neue Wartesaal bereits fertig eingerichtet, die Stuhlreihen mit insgesamt 50 Sitzgelegenheiten montiert.

Das Schönste: Die Spendensumme erlaube sogar weitere Extras. Die Einfahrt zur Klinik wird asphaltiert, eine Stützmauer, die Erdrutsche verhindert, soll in wenigen Wochen stehen.

Das übrige Geld investiert Nepalmed in den Bau einer ebenfalls dringend benötigten Schulküche.

Familie Stuber in Döbeln freut sich Quelle: Sven Bartsch

Döbeln: Therapie für kleine Josefine möglich

In Döbeln berührte viele DAZ-Leser das Schicksal der kleinen Josefine Stuber: Die Achtjährige ist nach einer Hirnhautentzündung schwerbehindert. Helfen kann ihr eine spezielle mehrstufige Therapie – die nun dank der vielen Spender aus der Region möglich wird.

Mutter Janine Stuber wollte es kaum glauben, als sie die Spendensumme der DAZ-Adventsaktion hörte: Fast 10.000 Euro landeten im Topf, aus dem die Familie den nächsten Zwei-Tages-Kurs für die Doman-Therapie ihrer Josefine in Dänemark finanzieren kann.

„Damit hätten wir nicht gerechnet“, sind die Eltern glücklich, dass die Finanzierung des nächsten Meilensteins für die insgesamt rund 200.000 Euro teure Therapie, die von den Kassen nicht unterstützt wird, abgesichert ist. „Ein ganz großes Dankeschön an alle Spender!“

Altenburg: Neue Computer für Hilfseinrichtung „Horizonte“

In Altenburg kamen 6025 Euro von 121 Spendern für das psychosoziale Diakoniezentrum „Horizonte“ zusammen.

Ein Betrag, mit dem bei der Diakonie kaum einer gerechnet hatte. Genug Geld, um nicht nur einen oder zwei Rechner für das gewünschte Computerkabinett anzuschaffen, sondern auch derer gleich drei und einen modernen Drucker.

„Ganz großer Dank an all die Spender. Ich bin überwältigt, wie viele Unterstützer etwas abgegeben haben, um uns zu helfen“, sagt Horizonte-Geschäftsführer Jan Westphal.

Die Aktion habe es zudem ermöglicht, präsenter zu werden und die wichtige Arbeit all denen zu zeigen, die das Angebot noch nicht kannten.

„Unsere Einrichtungen sind ja sonst nicht so in der Öffentlichkeit“, so Westphal.

Mit den Spenden hat „Horozonte“ zunächst drei Rechner gekauft, der Internetzugang wird eingerichtet.

Das ermögliche den Menschen, die bei Horizonte oft mühsam die Rückkehr in den Alltag erlernen, mal im Netz zu recherchieren oder auch mal am Computer einen Lebenslauf zu erstellen.

„Dank der großen Spendensumme haben wir zudem noch einige Erweiterungsmöglichkeiten“, ist Horizonte-Geschäftsführer Westphal dankbar.

Licht im Advent 2018. Bei „Horizonte“ in Altenburg freut man sich über neue Computer – als Hilfsangebote für Menschen in Notlagen, die sich mühsam in den Alltag zurückkämpfen Quelle: Mario Jahn

„Ein Licht im Advent“ – Neuauflage Ende 2019

Die LVZ wird weiter über die Projekte und die Verwendung der Spenden berichten.

Und auch im nächsten Jahr ist eine Neuauflage von „Ein Licht im Advent“ geplant.

„Menschen zu helfen, die oft unbemerkt in unserer Nachbarschaft in Notlagen geraten, ist eine wunderbare Aufgabe gerade im Advent“, sagt LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer. „Die tolle Spendenbereitschaft unserer Leser motiviert uns, auch 2019 Hilfsbedürftige mit der Aktion zu unterstützen.“

Von Olaf Majer

Wer zum Boxtraining kommt, muss diszipliniert sein. Dafür sorgt Hans-Peter Hofmann. Der Präsident leitet die Übungseinheiten höchstpersönlich.

17.12.2018

Die Kinder der Evangelischen Jugendhilfe Borna strahlten über das ganze Gesicht. Der Weihnachtsmann hatte Geschenke für sie. Ein Licht im Advent möchte den Kindern ermöglichen, auch im nächsten Jahr ihr Leben bunter zu gestalten.

17.12.2018

Noch bis einschließlich Sonntag besteht die Möglichkeit, für die LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ zu spenden. Das Geld fließt in die Ausstattung eines neuen Klinik-Wartesaales in Nepal. Der Vorgängerbau musste nach dem verheerenden Erdbeben 2015 abgerissen werden.

17.12.2018