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Ein Licht im Advent Grimmaer spenden für barrierefreies Bad im Haus Lehmann
Thema Specials Ein Licht im Advent Grimmaer spenden für barrierefreies Bad im Haus Lehmann
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18:09 29.11.2019
Das aktuelle Badezimmer der Familie Lehmann hat seine Tücken. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Der Traum von einem barrierefreien Bad rückt näher. Monika und Frank Lehmann können hoffen, dass ein Umbau schon bald starten kann. Denn zur Halbzeit der LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ ist bereits ein erheblicher Teil der Investition auf dem Spendenkonto aufgelaufen. Das Mitgefühl für das in Grimma wohnenden Paar, sie 60 und er zwei Jahre älter, ist riesig.

Durch die Flut 2013 in finanzielle Nöte geraten, hat sich die Lebenssituation der beiden Erwerbsunfähigkeitsrentner drastisch zugespitzt. Noch immer ist das Haus feucht. Ein spezielles Gerät zur Entfeuchtung der eigenen vier Wände läuft rund um die Uhr. Zudem schränkt die Behinderung von Monika den Alltag der Lehmanns ein. Obgleich sich das Paar der Unterstützung durch die Diakonie sicher sein darf, braucht es weit mehr, um das Leben zu meistern.

Monika und Frank Lehmann in ihrem Badezimmer, welches mit Fokus auf Dusche und WC zwingend barrierefrei umgebaut werden muss. Quelle: Frank Schmidt

Monika will Selbstvertrauen zurückgewinnen

Bei Monika und Frank Lehmann ganz oben auf der Wunschliste steht ein barrierefreies Bad. Kosten, die sich im vierstelligen Eurobereich bewegen und für das Paar unerschwinglich sind. Denn dringend benötigte Medikamente, die über Kassenleistungen nicht gedeckelt werden, lassen von der schmalen Rente nicht viel übrig.

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Dennoch hat sich Monika ihren Lebensmut bewahrt. Sie könnte ein gewisses Maß an Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zurückgewinnen, wenn sie die tägliche Hygiene wieder selbst bewältigt. Bislang ist das ein zeitintensives Prozedere, für das sie mehr als nur eine helfende Hand von Frank gereicht bekommt. Ein barrierefreies Bad würde den beiden Grimmaern Lebensqualität zurückgeben.

Umbau mit Interimslösung machbar

Doch was bedeutet es, aus einem funktionsfähigen Bad mit WC, Eckbadewanne und Dusche ein barrierefreies Bad zu machen? Zunächst weitere Einschränkungen im ohnehin erschwerten Alltag. Zuerst müsste besonders für Dusche und WC eine Interimslösung her. Wo jetzt die etwa 30 Zentimeter hohe Duschwanne mit Duschabtrennung steht, müsste ebenerdig Platz geschaffen werden. Ersetzt werden soll die bisherige Installation durch ein randloses Becken mit Duschwänden, die in ihren Abmessungen so großzügig bemessen sind, dass neben Armaturen auch ein Duschsitz und mindestens ein Haltegriff montiert werden können – für ein Höchstmaß an Sicherheit. Der Platz dafür wäre vorhanden, wenn das benachbarte WC um nur wenige Zentimeter verrückt wird. Aber das wäre ohnehin fällig, um in gebotener Vorwandinstallation ein erhöhtes und damit behindertengerechtes WC-Becken installieren zu können. Auch hier sind links und rechts vom WC-Becken Haltegriffe notwendig

Paar will Übergangszeit meistern

Während insbesondere die behindertengerechten Elemente sehr kostenintensiv sind, dürften sich der Aufwand für Fliesenarbeiten in Grenzen halten, da bei guter Planung und Arbeit nicht das ganze Bad neu gefliest werden muss. Allerdings wird dieser Umbau nicht ganz ohne Schmutz und Lärm abgehen. Doch das für eine Übergangszeit zu erdulden, wäre für die Lehmanns eine Investition in ihre neue Zukunft.

Von Frank Schmidt

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