Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Ein Licht im Advent „Ein Licht im Advent“: LVZ startet Spendenaktion mit sieben Hilfsprojekten
Thema Specials Ein Licht im Advent „Ein Licht im Advent“: LVZ startet Spendenaktion mit sieben Hilfsprojekten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:08 16.11.2019
Von Delitzsch bis Döbeln: Die LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ bittet zum vierten Mal um Spenden für Hilfsprojekte. Quelle: Patrick Moye
Leipzig

Rund 120 000 Euro von fast 2500 Einzelspendern für sieben hilfsbedürftige Empfänger im Raum Leipzig – so lautete die stolze Bilanz der LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ im letzten Jahr. An diesem Wochenende startet die vierwöchige Hilfsaktion unserer Zeitung erneut – und wieder gibt es sieben Einzelprojekte, die dringend Unterstützung brauchen.

So können Sie spenden: Hier wird’s erklärt.

Bahnhofsmission Leipzig braucht neue Ausstattung

In Leipzig leistet die Bahnhofsmission seit Jahrzehnten eine wichtige Arbeit für die Schwachen der Gesellschaft. Das ehrenamtliche Team hat immer ein offenes Ohr für Bedürftige, reicht einen warmen Tee oder einen Teller Suppe und hilft weiter, wenn ein Bett für die Nacht oder wärmende Kleidung im frostigen Winter gebraucht wird. Doch die Zahl der Bedürftigen steigt und die Mission ist im hinteren Teil des Bahnhofs nur schlecht zu finden. Deshalb soll ein neuer Kiosk am Bahnsteig 18 als zentraler Anlaufpunkt gebaut und die Beschilderung erneuert werden. Zudem werden für die Hilfsempfänger neue Isomatten, Schlafsäcke oder Rucksäcke benötigt. Und: Die Station braucht eine neue Ausstattung. Unter anderem einen neuen Kühlschrank, Kaffeemaschine, Computer, Smartphone und Dienstkleidung.

Er hofft, mit den Spendengeldern einen neuen Anlaufpunkt für Bedürftige einrichten zu können: Carlo Arena von der Bahnhofsmission Leipzig. Quelle: Andre Kempner

Borna: Snoezelraum für Förderkinder der Robinienhofschule

In Borna leistet die Robinienhofschule eine wichtige Arbeit: Die Einrichtung des Landkreises Leipzig ist eine Förderschule für Kinder mit geistiger und teilweise auch körperlichen Behinderungen. Der Snoezelraum in der Schule ist dringend renovierungsbedürftig und es wird ein neues Wasserbett gebraucht. Öffentliche Gelder stehen dafür nicht zur Verfügung. Doch der Raum ist wichtig für Entspannungsphasen und Therapien der Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen.

Kuscheln, dösen, Sinne erfahren: Benny und Mark nutzen häufig den Snoezelraum in der Bornaer Robinienhofschule. Doch der bedarf einiger Erneuerungen – und dafür braucht es Spendengelder. Quelle: julia tonne

Grimma: Behindertengerechtes Bad für Flutopfer

Im Muldental wohnt das Grimmaer Ehepaar Lehmann direkt an der Mulde. Die beiden Jahrhunderthochwasser 2002 und 2013 trafen das Haus der Lehmanns mit voller Wucht und richteten großen Schaden an. Die öffentliche Hochwasserhilfe reichte nicht, um alle Schäden zu beseitigen. Vieles ist noch immer nicht repariert. Der gesundheitliche Zustand der Ehefrau erfordert zudem die ganze Zeit des Frührentners bei der Pflege seiner Frau, die im Rollstuhl sitzt. Um die Pflegesituation zu verbessern, ist es dringend erforderlich, das Bad der Familie behindertengerecht umzubauen - dafür fehlen den Lehmanns die finanziellen Mittel.

Monika und Frank Lehmann aus Grimma hat die Muldeflut zweimal hart getroffen. Sie freuen sich über jede Spende, um ein behindertengerechtes Bad einzurichten.. Quelle: Frank Schmidt

Oschatz: Hilfe für alleinerziehenden Vater

In Oschatz wollen wir einem alleinerziehenden Vater mit zwei kleinen Söhnen unter die Arme greifen. Trotz Arbeit reicht das Geld in der Familie ohne Mutter hinten und vorne nicht. Jens Hanisch ist unter anderem auch auf Unterstützung der Oschatzer Tafel angewiesen. Sein großer Weihnachtswunsch ist endlich das Kinderzimmer für seine beiden Jungs zu renovieren. Und vielleicht noch mit ein paar neuen Möbeln auszustatten, die den Raum zu einem kleinen gemütlichen Abenteuerspielplatz für die Kinder machen.

Der alleinerziehende Vater Jens Hanisch aus Oschatz mit seine beiden Jungs Milon und Ryan Quelle: privat

Die Tafel bietet zudem einen Kochkurs für Kinder an, der stark nachgefragt ist. Sollten mehr Spenden als benötigt zusammenkommen, dann hat die Oschatzer Tafel eine tolle Idee für die Verwendung des Geldes: Ein Kochkurs für Kinder! Diesen bieten die Tafelmitarbeiter für Kinder aus sozial schwachen Familien an – Zutaten für leckere Gerichte der kleinen Junior- Köche werden hier immer gebraucht.

Graffito-Projekt gegen Mobbing in Altenburg

In Altenburg versucht die Dietrich-Bonhoeffer-Schule im sozial schwierigen Stadtteil Nord neue Wege zu gehen. So wird anders als in vielen anderen Einrichtungen ganz offen das Thema Mobbing angepackt und versucht, Strategien für ein achtsameres Miteinander zu finden. Viele verschiedene Projekte und Veranstaltungen schaffen Verbindung, das Miteinander ist gelebter Alltag. Motto: „Wir sind die Bonhoeffer-Schüler.“

Engagiert gegen Mobbing: Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule Altenburg. Elternsprecherin Kathrin Heger hofft, dass die Spendengelder für ein Graffito-Projekt reichen. Quelle: Mario Jahn

Um diese Identität zu unterstreichen und auch nach außen mehr Selbstbewusstsein zu zeigen, wünschen sich Schüler und Lehrer eine Gestaltung der Schulhaus- Fassade. Der Namensgeber, Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, soll als Graffito-Porträt dargestellt werden. Ein Hingucker, der auch dem Wohngebiet Altenburg-Nord zugute kommt.

Döbeln: Neues Heim nach Schicksalsschlägen

In der Region Döbeln versucht der junge Waldheimer Steffen Fraß mit großer Anstrengung den ersten Schritt in ein neues, selbstständiges Leben zu meistern. Der 24-Jährige hatte bislang mit etlichen Schicksalsschlägen zu kämpfen. So brauchte er mehrere Operationen an den Beinen, um endlich uneingeschränkter laufen zu können. Steffen hat jetzt seinen Realschulabschluss nachgeholt und endlich auch einen Job in einem Telefoncenter gefunden. Große Sprünge sind dennoch nicht drin – für eine eigene kleine Wohnung braucht er dringend ein paar Möbel.

Er versucht nach vielen Schicksalsschlägen und gesundheitlichen Problemen den ersten Schritt in ein selbstständiges Leben zu meistern: Der 24-jährige Waldheimer Steffen Fraß. Für seine kleine Wohnung braucht er dringend Möbel und andere Einrichtungsgegenstände. Quelle: Sven Bartsch

Bei der Einrichtung wollen wir ihm mit Ihrer Unterstützung helfen. Sollten mehr Spenden als benötigt zusammenkommen, dann erhält die Diakonie Döbeln Unterstützung für ihre vielfältigen Projekte: Von den zahlreichen Beratungsleistungen bis zum Hilfsprojekt für Suchtkranke wird hier immer Geld gebraucht.

Bad Düben: Handwerkerhilfe für Großfamilie

In Bad Düben braucht die Großfamilie Zaremba dringend Unterstützung. Doreen und Daniel Zaremba haben im Ortsteil Tiefensee ein altes Haus erworben und bauen es um. Doch aus der neuen Heimat für das Ehepaar und die acht Kinder ist ein Alptraum geworden: Seit dem der 36-jährige Familienvater einen Magendurchbruch erlitt, ruht die Baustelle. Das Bad muss gefließt werden, das Kinderzimmer hat noch keinen Strom. Daniel Zaremba kann kaum noch etwas selbst machen und braucht Hilfe. Damit bei den Zarembas doch noch das Licht im Advent im neuen Zuhause brennen kann, sind fleißige Handwerker und gefragt.

Daniel und Doreen Zaremba (beide 36) vor ihrem Haus in Tiefensee. Die Baustelle ruht, seitdem der Vater der Großfamilie einen Magendurchbruch erlitt und kaum noch arbeiten kann. Quelle: Kathrin Kabelitz

LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer: „Jede Spende hilft“

Damit die Spenden der LVZ-Leser noch rechtzeitig vor Heiligabend bei den Empfängern ankommen, startet „Ein Licht im Advent“ bereits an diesem Novemberwochenende. LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer bittet herzlich um Unterstützung: „In den nächsten vier Wochen haben Sie, liebe Leser, die Möglichkeit ganz unkompliziert gutes zu tun. Helfen Sie mit Ihrer Spenden Menschen, die meist unverschuldet in Not geraten sind oder Projekten, die unsere Unterstützung verdienen. Jede Spende hilft.“

E-Paper bestellen – und damit Hilfsaktion unterstützen

Übrigens: Wer dieses Jahr zu Weihnachten ein LVZ-E-Paper inklusive neuem Apple iPad 10.2 verschenken möchte, tut ebenfalls Gutes. Von jeder Bestellung spenden wir 25 Euro an die Aktion „Ein Licht im Advent“. Wie das geht, steht hier: epaper.lvz.de

Von Olaf Majer

Die LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ unterstützt in diesem Jahr die Bahnhofsmission Leipzig. Leser können bis zum 15. Dezember mit ihren Spenden unter anderem dazu beitragen, dass ein Missions-Kiosk an Gleis 18 Wirklichkeit wird.

16.11.2019

Wenn die Tage kürzer werden und es eher dunkel ist, rückt Weihnachten immer näher. Auch in diesem Jahr erfüllt die LVZ mit der Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ sehnlichste Wünsche der Bornaer. Diesmal sammeln die Leser dringend benötigtes Geld für eine neue Ausstattung im Snoezelraum der Robinienhof-Schule.

16.11.2019

Daniel und Doreen Zaremba (beide 36) leben mit ihren acht Kindern im Bad Dübener Ortsteil Tiefensee. Nach einem Schicksalsschlag kann der Familienvater den Umbau seines Hauses nicht fortsetzen. Die LVZ ruft nun auf, mit einer Spende zu helfen.

15.11.2019