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Ein Licht im Advent Gesicht zeigen: Bonhoefferschüler in Altenburg-Nord haben schon vorgelegt
Thema Specials Ein Licht im Advent Gesicht zeigen: Bonhoefferschüler in Altenburg-Nord haben schon vorgelegt
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09:26 01.12.2019
Kathrin Heger und Jens Gentsch machen sich stark für Bonhoeffer an der Fassade. Porträts des Namensgebers hängen bereits im Flur. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es ist ein vergleichsweise kleiner Verein, doch in der Entschlossenheit zeigt er Größe. Das Ansehen der Schule und die Lernbedingungen verbessern, hilfebedürftige Schüler unterstützen, bei schulischen Veranstaltungen unter die Arme greifen – all das hat sich der Förderverein der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Altenburg-Nord auf die Fahne geschrieben.

Das aktuelle Projekt – Gesicht zeigen an der Schulfassade – ist eines der größten in der Vereinsgeschichte. Die Regelschule mit dem Namen des berühmten Theologen, die sich seit jeher nur mit einem kleinen Schild am Eingang als solche zu erkennen gibt, soll ihre Identität endlich weithin sichtbar nach außen zeigen. So wünschen es sich Schüler und Lehrer – und haben im vergangenen Schuljahr bereits vorlegt. Große Tafeln mit dem Porträt Bonhoeffers hängen auf zwei Etagen im Schulhaus. „Die damaligen Zehntklässler haben sie in einem Graffitiprojekt gestaltet“, erzählt Fördervereins-Vorsitzende Kathrin Heger.

Erster Anlauf führte noch nicht zum Ziel

Der Verein stand unterstützend zur Seite – damals sei es erklärter Wille der Schüler gewesen, die Porträts an die Fassade überm Haupteingang zu bringen. Technische und finanzielle Gründe standen dagegen. Mit der OVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ soll das Herzensprojekt „Gesicht zeigen“ nun endlich realisiert werden. Mit einem Künstler, der Konterfei und Namenszug direkt auf die Außenwand bringt.

Es sei ein klares Signal, dass sich in der Bonhoefferstraße zwar viele Schüler unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft tummeln, aber alle unter dem Namen Dietrich Bonhoeffer zusammengehören. „Es ist prima, wenn ein Wunsch von innen heraus wächst. Deshalb ist der Förderverein von Anfang an mit im Boot“, sagt Kathrin Heger. Und fände es gut, wenn sich die Schüler intensiv an Vorbereitung und Umsetzung der Fassadengestaltung beteiligen können.

„Darüber werden sie später noch reden“

Jens Gentsch, selbst lange Jahre Fördervereins-Chef, sieht das genauso. „Ich finde es wunderbar, wenn Schüler ein gemeinsames Projekt haben. Darüber werden sie später noch reden, wenn sie als Erwachsene vorbeikommen, die Fassade sehen und sagen: Guck mal, da habe ich mitgemacht.“

Jens Gentsch hat den Verein 2002 zusammen mit Gleichgesinnten an der Schule etabliert. „Das war die Zeit, als wir mit Schülern und Lehrern gerade umgezogen waren“, erinnert sich der 54-Jährige. Die damalige Grund- und Regelschule Schulstraße war aufgelöst worden, das Gebäude ging ans Spalatin-Gymnasium. Zahlreiche Schüler wechselten damit an die Bonhoefferschule – einschließlich des Fördervereins, „den es hier in Altenburg-Nord bis dahin nicht gegeben hatte“, so Gentsch.

Förderverein sucht weitere Mitglieder

Damals wie heute hat der Verein rund zwei Dutzend Mitglieder. Neue Gesichter sind gern gesehen. „Wir haben den Mitgliedsbeitrag mit zehn Euro pro Jahr extra klein gehalten. Es geht ja vor allem darum, ein Netzwerk zu haben, um die Schule zu stärken, die der Mittelpunkt des Stadtteils ist“, erklärt Kathrin Heger. Seit Mai im Amt der Vorsitzenden, rührt die 47-Jährige kräftig die Werbetrommel unter Eltern, Nachbarn, Firmen. Gerade im sozial vielschichtigen Stadtteil Nord lasse sich auch mit kleinen Spenden vergleichsweise viel bewirken, sind sich Heger und Gentsch einig. Umso mehr hoffen sie jetzt auf rege Unterstützung für die starke Botschaft an der Fassade.

So können Sie spenden: Hier wird’s erklärt

Von Kay Würker

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